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Remember Me

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 Filmkritik
«Remember Me»: Bewertung der Redaktion
Filmkritik

Eine tiefmelancholische Aura umgibt ihn stets, Robert Pattinson ist die fleischgewordene Tragik. In «Twilight» ging die Rechnung auf. Wer sich aber als Schauspieler weiterentwickeln will, muss mehr zeigen.

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Die erste Szene entführt ins Jahr 1991: An einer Bahnstation wird vor den Augen ihrer kleinen Tochter eine Frau erschossen. Zeitsprung ins Jahr 2001: Tyler (Robert Pattinson) trauert um seinen Bruder, der sich das Leben nahm. Seinen Vater (Pierce Brosnan) scheint der Verlust kalt zu lassen. Tyler versucht seinen Zorn gegen ihn zu richten. Vergeblich. Er sucht sich anderorts Ventile, gerät in Straßenschlägereien und wird verhaftet. Um Konsequenzen zu entgehen, macht sich Tyler an Ally (Emilie de Ravin) ran. Sie ist die Tochter des Cops, der ihn verhaftete und studiert zufälligerweise an derselben Universität, wie er. Tyler ahnt nicht, dass auch sie einen tragischen Verlust zu beklagen hatte.

In James Dean-Manier ringt Robert Pattinsons Tyler mit seinen Dämonen und kämpft darum, vom dem übermächtigen Vater Zuneigung zu erfahren. Um die Rolle auszufüllen, bemächtigte er sich eines Erbes, das kein Darsteller von Format bisher antastete. Es stellt sich schon die große Frage, wie statthaft es ist, sich Körpersprache, Mimik und Selenleben des grossen James Dean einzuverleiben, um einen eindimensionalen Vater-Sohn-Konflikt auszugestalten. Wo Dean mit seinem Spiel einer ganzen Generation ein Gesicht gab, reicht es bei Pattinson gerade, um seiner Rolle ein Stützkorsett zu verleihen.

«Remember Me» gibt sich atmosphärisch dicht und vielschichtig, aber es krankt überall: Die Handlung wirkt konstruiert und klischeebeladen. Der Romanze-Nebenplot wird saft- und kraftlos. Die Darsteller irrlichtern in einer Geschichte umher, die sich verzweifelt um Bedeutungsschwere bemüht. Das allgegenwärtige Verlustbewältigungsmotiv allein gibt das aber nicht her.Mag sein, dass man genau diesem Umstand auch die Schlusspointe schuldet: Unvermittelt steuert die Story auf das kollektive US-Trauma des 21. Jahrhunderts zu.

Das wirkt wie Pattinsons Versuch, der den Film mitproduzierte, seinen James Dean-Anwandlungen eine Tragik hinzuzufügen, die seiner Interpretation von Verlust, Trauer und der Bewahrung des Andenkens eine globale Dimension verleihen soll. Das wäre wirklich tragisch. Und albern zugleich. [Dimitrios Athanassiou]


 Eure Kommentare

Jasmina: ich finde den film traumhaft, finde nur schade das sich seine r...
Eliana: ich fand den film super!! man konnte lachen, weinen, nachdenken ...
Patrick: Die erste und letzte Szene geht mit einer unerwarteter Wucht vo...
Pia: Mir hat der Film sehr gefallen. Er hat einige intensive Momente und...
Jal77: Ein guter Film, irgendwie bewegend und schön
Moreno: Der Film hat mir sehr gefallen. Kann ich nur jedem weiterempfehl...

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 Abspann
Originaltitel: Remember Me
Filmlänge: 113min
Land (Jahr): USA (2010)
Genre: Drama, Liebesfilm
Besetzung: Caitlyn Rund, Moisés Acevedo, Noel Rodriguez, Kevin P. McCarthy, Chris Cooper, Robert Pattinson, Athena Currey, Lena Olin, Gregory Jbara, Ruby Jerins, Pierce Brosnan, Angela Pietropinto, Tate Ellington, David Deblinger, Emilie de Ravin, Lee Brock, Meghan Markle, Emily Wickersham, Kelli Barrett, Jon Trosky, Drew Leary, Bob Colletti, Scott Burik, William Cote, Douglas Crosby, Chris McKinney, Scott Nicholson, Tricia Paoluccio, Kate Burton, Peyton List, Morgan Turner, Olga Merediz, Ebrahim Jaffer, David Anzuelo, Sándor Técsy, Justin Grace, Michael Hobbs, David Wilson Barnes, Jane Harnick, Emily Godshall, Andrea Navedo, William H. Burns, Christopher Clawson, Gary Cherkassky, Renee Diamond, Ben Hauck, Scott Nicholson, Martha Plimpton, Eileen Rene'
Regie: Allen Coulter
Drehbuch: Will Fetters
Kamera: Jonathan Freeman
Produktion: Trevor Engelson, Nick Osborne, Carol Cuddy, Robert Pattinson, Michael Lannan
Verleih: Ascot Elite Entertainment Group
Produktionsfirma: Summit Entertainment, Underground Films and Management
Startdatum: 25.03.2010 (Deutschschweiz)
07.04.2010 (Romandie)
01.04.2010 (Tessin)



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