Letters to Juliet
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Filmkritik

Romeo und Julia auf Amerikanisch

Eine junge New Yorkerin und eine ältere Engländerin erleben in Verona ihre eigene Romeo-und-Julia-Geschichte. Romanze von Gary Winick mit Amanda Seyfried, Vanessa Redgrave und Gael García Bernal.

Romantik pur: So hat sich Sophie (Amanda Seyfried) die vorgezogenen Flitterwochen in Verona vorgestellt. Stattdessen jagt ihr Verlobter Victor Trüffel, Käse und Wein hinterher; bald wird er sein eigenes Restaurant in New York eröffnen. Aber Sophie findet Romantik auch ohne Victor. Beim Sightseeing stösst sie auf «Julias Sekretärinnen»: Frauen, die all die Briefe von unglücklich Verliebten beantworten, die täglich unter Julias Balkon geheftet werden.

Als Sophie einen über 50 Jahre alten Brief entdeckt, ist klar, dass sie der Schreiberin antworten muss: Claire (Vanessa Redgrave) hatte sich damals in einen Italiener namens Lorenzo verliebt, musste aber nach England zurückkehren. Sophies Brief trifft Claire mitten ins Herz, und natürlich ist sie wenige Tage später in Verona, um Lorenzo zu suchen. Mit dabei ist auch ihr Enkel Charlie. Er und Sophie sind sich auf Anhieb unsympathisch. Dennoch machen sie sich zu dritt auf die Suche.

Verona ist wunderbar anzusehen, Italien ist eine einzige Idylle: Landschaften in goldenem Abendlicht, reizende, herausgeputzte Städtchen, gastfreundliche Menschen, die einen sofort zum Essen einladen - sämtliche Klischees werden hier erfüllt. Da liegen alte Männer Claire zu Füssen, eine korpulente Mamma macht ein Drama, weil Sophie nicht zum Essen bleiben will. Und durch die Frauengruppe geht ein Aufschrei des Entzückens, als bekannt wird, dass Sophie verlobt ist.

Wie in «Dear John» spielt Amanda Seyfried das gutherzige Mädchen ohne Ecken und Kanten. Sophie ist bildschön, intelligent und begabt, aber verkannt. Und sie ist so weichherzig, dass das Schicksal anderer ihr immer mal wieder Tränen entlockt. Seyfrieds Mimik ist dabei nicht besonders facettenreich. Das mag an der eindimensionalen Rolle liegen oder an Vanessa Redgrave, die Seyfried schauspielerisch übertrifft. Gael García Bernals sprühendem Charme ist zu verdanken, dass Victor nicht als herzlos und egoistisch abgestempelt wird, und wohltuend sind auch Charlies (Christopher Egan) zynische Bemerkungen. Das verhindert aber nicht das Abgleiten in den Kitsch. «Für die Liebe ist es nie zu spät» ist die floskelhafte Message von Gary Winicks Film, der durchaus unterhaltsam, aber zu glatt, zu süsslich und auch zu absehbar ist, um zu berühren.

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Mein Kommentar
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16 Kommentare
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Der Film ist im Grossen und Ganzen ganz passabel, mir fehlt ein wenig die Leidenschaft (nach Shakespeare) zwischen den Paaren. Es ist alles ein wenig zurechtgerückt und passend gemacht, doch wenn man ...
mehr
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Tuvok

So geht ein romantischer Sommer vorbei, Kitsch ohne Logik aber nett - 3. Ich kann nur sagen nach dem Film wird dir warm ums Herz, draußen hat es 30 Grad im Schatten und das am Abend und du kommst aus ...
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Tuvok

So geht ein romantischer Sommer vorbei, Kitsch ohne Logik aber nett - 2. Also da hat der Film gepasst. Übrigens, Nero und Redgrave kennen sich übrigens seit 1967, haben einen gemeinsamen 40-jährigen S...
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Tuvok

So geht ein romantischer Sommer vorbei, Kitsch ohne Logik aber nett - 1. Getragen wird der Film eigentlich von vielen Darstellen am meisten von SOPHIE, sie ist allerdings zu jung um en Film alleine zu...
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Jacqueline

Vanessa Redgrave spielt toll. Der Film ist nett und nicht etwa langweilig. Das ist aber auch schon alles. Wäre Vanessa Redgrave nicht, könnte man den Film glatt vergessen, denn der Ausgang ist nach 10...
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Patrick

Vom Suchen und Finden der Liebe.. Die Klischees werden so lustvoll und ungebrochen zelebriert, das man sich diesem naivem-zuckersüssem Film kaum entziehen kann! Das Vorbild von Amanda Seyfried(Chloe)...
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Michaela

Ein toller Film, Romantik und Kitsch pur.
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Arschguzi

SEHR GUT. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Er war extrem kitschig und romantisch und trotzdem unterhaltsam, ein richtiger feel good movie.
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Patricia

Alle Klischés werden bedient, aber. er ist trotzdem gut gemacht. Auf jeden Fall viel besser, als der besser bewertete "Going the distance". Aber hallo für 65 wirkt für mich Vanessa Redgrave doch etwas...
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Colin

langweilig. Ich musste mir richtig Mühe geben, dass ich während dem Film nicht eingeschlafen bin. Er ist so richtig langweilig.
16 Kommentare

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