Es war für sie ein kleines Paradies. Angélique (Isabelle Carré) konnte nach Herzenslust wunderbare Pralinen kreieren, die bei Feinschmeckern Verzückung auslösten. Sie arbeitete anonym. Das war ihr am liebsten, denn sie ist scheu wie ein Reh, das Öffentlichkeit (und Männer) meidet. Doch dann war's aus mit der Idylle, als ihr Patron plötzlich verstarb und mit ihm auch die von Kennern geschätzten Köstlichkeiten aus den Läden verschwanden. Angélique stand auf der Strasse, bis ihr ein Inserat einer Schokoladenmanufaktur ins Auge stach. Wider Erwarten stellte sie Jean-René (Benoît Poelvoorde) ein - jedoch als Verkäuferin und nicht als Spezialistin für Schokoloade- und Pralinés-Kreationen, wie Angélique bald feststellen muss.
Und so nehmen die Missverständnisse ihren Lauf. Zwei Menschen mit einem Beziehungsknacks: der Patron, der mit Hilfe eines Psychiaters die Nähe zur Mitarbeiterin sucht und dabei seltsame Kapriolen schlägt, und die hyper-sensible (heimliche) Künstlerin, die ihr Licht unter den Scheffel stellt. Nach einem katastrophalen Date scheint Amor die beiden Gefühlsneurotiker doch noch auf den Weg der Liebe und Ehe zu führen. Die kleine Belegschaft der Manufaktur, die längst die fabelhaften Talente der Chocolatière erkannt hat und sie unterstützt, schiebt den Karren der Zweisamkeit kräftig an. Doch entscheiden müssen sich die beiden Verklemmten selbst.
Jean-Pierre Améris' luftige Liebeskomödie, teilweise mit hanebüchener Situationskomik wie aus Jacques Tatis Zeiten schmeckt nicht herb-bitter wie manche Schokolade, sondern zuckersüss wie eine Praliné. Manchmal erinnert der Film an Lasse Hallströms bittersüsse Romanze Chocolate mit Juliette Binoche und Johnny Depp; genauer besehen, ist sie aber meilenweit von dieser «Chocolate»-Episode entfernt. Die emsige Schauspielerin Isabelle Carré spielt den Part der schmetterlinghaften, unglücklich-glücklichen Angélique mit unschuldigem Charme. Ein netter romantischer Film zum Vernaschen.
Wer schon toll wenn du dich vorstellst und dein neuer Chef sagt, wir sind pleite aber wir warten gerade auf dich. Was sich da für Möglichkeiten schon alleine auftun, man kann mehr Gehalt verlangen und...
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