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X-Men Origins: Wolverine - Interview

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Hugh Jackman: «Gavin Hood hat mich sehr gefordert.»

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Der «sexiest man alive» über die Wolverine, die Oscarverleihung und Fitness-Studios.

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«X-Men Origins: Wolverine» ist ein mit Action geladener Film geworden. Es verlangt von einem Schauspieler viel ab, dabei trotzdem die Emotionen seiner Figur auszudrücken. Wie hast du dich dem angenommen?
Als ich das Skript zum ersten Mal las, fand ich es hervorragend. David Benioff ist ein erstklassier Drehbuchautor und er hat die Beziehung und den Konflikt zwischen den Figuren richtig erkannt und umgesetzt. Er hat bereits «25 Hours», «Troy» und «The Kite Runner» geschrieben. Und er hat Wolverine, der auch nur zweidimensional hätte dargestellt werden können, eine unglaubliche Tiefe verliehen. Das war auch der Grund warum ich Gavin Hood als Regisseur wollte. Denn Gavin versteht es, wie man den emotionalen Weg einer Figur durch den Film hindurch darstellen muss. Er hat schliesslich auch schon einmal einen Oscar dafür bekommen. Und er hat mich sehr gefordert und das war gut.

Du hast sicher hart für diese Rolle trainieren müssen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so zu trainieren das Erste ist, was man sich wünscht, wenn man eine Schauspielkarriere startet.
Ich habe früher einmal für drei Jahre in einem Fitness Center gearbeitet. Ich war der Typ hinter dem Tresen, der Tücher und Schlüssel aushändigte. Ich habe manchmal durch das kleine Fenster in den Trainingsraum geschaut und konnte die Leute da drin nicht verstehen. Ich fand es lächerlich und eine Zeitverschwendung. Und plötzlich habe ich mich bei einem Theaterjob wiedergefunden, bei welchem ich 10 Kg zulegen musste. Ich spielte das Biest in Gaston und musste muskulös aussehen. Also musste ich auch ins Fitnesscenter gehen. Und seit damals frage ich mich warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Aber um ehrlich zu sein, bevorzuge ich surfen.

Du hast dieses Jahr die Oscars präsentiert und durch den Abend geführt. Wie waren die Reaktionen am nächsten Tag?
Der nächste Tag war sehr interessant. Mein Agent hat unglaublich viele Anrufe erhalten. Anrufe von Menschen die sich sonst nie für mich interessiert hätten. Warum auch immer, aber ich glaube sie haben in dieser Nacht eine andere Seite an mir gesehen. Und um ehrlich zu sein, ich war erstaunt, dass ich auch in Europa wahrgenommen wurde. Ich meine wie viele schauen sich die Oscars an? Es gibt ja nicht so viele Länder in denen englisch gesprochen wird und man muss ja auch bis um vier Uhr Morgens wach bleiben. Aber anscheinend ist es auch in Europa eine grosse Sache. Zum Glück wusste ich das erst nachdem ich meinen Auftritt hatte. Das wäre sonst ein grösserer Druck gewesen.

Geniesst du es dich so vielseitig zu präsentieren?
Ja ich liebe es mich selber zu überraschen. Und ich hoffe das Publikum auch. Ich finde Menschen sind sehr faszinierend. Man schlüpft in eine bestimmte Rolle und die anderen denken, dass ich ein sehr charmanter Mann bin. Aber es gibt viele Momente in denen ich das Gegenteil davon bin. Ich finde das ist das Interessante an uns. Wir verändern uns immer wieder. Mehr als wir denken. Wir denken, dass wir eigentlich eine klare Linie im Leben gehen, aber eigentlich sind wir immer sehr verschieden. Du verhältst dich mir gegenüber auch anders als gegenüber einem Bibliothekar, dem Busfahrer oder deinem Freund.

Ich schreie sie immer an.
Wahrscheinlich wirst du mich auch anschreien, wenn ich nicht endlich ruhig bin. Aber genau diese Vielfältigkeit liebe ich an der Schauspielerei. Und das liebe ich auch am Leben.

[Hugh Jackman wurde interviewt von Portmann Media]

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