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Whatever Works

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 Filmkritik
«Whatever Works»: Bewertung der Redaktion
Back to the Roots

Woody Allen ist back in New York - und zurück bei Inhalt und Stil seiner schnellen Dialogkomödien der 1970er Jahre: Im Mittelpunkt von «Whatever Works» steht ein misanthropischer Quantenphysiker und seine Beziehung zu einer 20-jährigen Südstaatlerin.

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Voller Pessimismus blickt der gescheiterte Quantenphysiker Boris Yellnikoff (Larry David) auf die Welt und die Menschen. Nur Verachtung hat er für die Kinder übrig, denen er Schachunterricht erteilt. Bewegung kommt in sein Leben, als ihm vor seiner New Yorker Wohnung eine 20-Jährige Südstaatlerin (Evan Rachel Wood) in die Arme fällt. Wider Erwarten entwickelt sich eine harmonische Beziehung. Doch dann tauchen die stockkonservativen und tiefreligiösen Eltern der Blondine auf.

Legte Woody Allen in seinen drei «britischen» Filmen «Match Point», «Scoop», «Cassandra's Dream und auch im Spanien-Ausflug »Vicky Cristina Barcelona" viel Wert auf Atmosphäre und Einbettung ins Ambiente, so inszeniert er hier schnörkellos. Zentraler Schauplatz ist die Wohnung von Boris, der Fokus liegt ganz auf den rasanten Rededuellen. Da wird bissig mit dem Gegensatz von liberalem New York und hinterwäldlerischen Südstaaten abgerechnet, und nebenbei bekommen in One-Linern die amerikanische Einwanderungspolitik und das Bildungssystem, aber auch die Menschheit insgesamt ihr Fett ab.

Dass Allen mit Inhalt und Stil direkt an seine Erfolge der 1970er Jahre wie «Annie Hall» anknüpft kann kaum verwundern. Das Drehbuch für «Whatever Works» liegt nämlich schon seit über 30 Jahren in der Schublade. Ursprünglich sollte es mit Zero Mostel verfilmt werden, doch nach dessen Tod 1977 wurde das Projekt nicht weiter verfolgt.

Verstaubt wirkt diese Komödie deswegen keineswegs. Larry David ist mindestens ein gleichwertiger Ersatz für Mostel, und auch alle anderen Rollen sind nicht nur perfekt besetzt, sondern werden auch mit Verve gespielt. Und auch Allen zeigt sich als Regisseur ganz auf der Höhe seines Könnens. Trocken und völlig unsentimental, aber gerade dadurch höchst unterhaltsam philosophiert er über die sinnlosen Zufälle des Universums, lässt Yellnikoff zum Erstaunen seiner Freunde direkt in den Dialog mit dem Kinozuschauer treten und sorgt mit einem gewohnt einfallsreichen und vielfältigen Soundtrack auch für einen akustischen Genuss. [Walter Gasperi]


 Eure Kommentare

Julien: so realistisch so woody allen
Jeannette: Von allen Filmen, die ich von Woody Allen kenne, gefällt mir ...
Piero: Meiner Meinung nach ist dies einer der schlechtesten Filme von Wo...
Nadja: : -)
Nadja: Bruno ist einfach geil. Er redet direkt mit dem Publikum und frag...
Thehoo: ich liebe woody allen's filme - von "annie hall" über "sweet and...

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 Abspann
Originaltitel: Whatever Works
Filmlänge: 92min
Land (Jahr): Frankreich, USA (2009)
Genre: Komödie, Liebesfilm
Besetzung: Larry David, Adam Brooks, Lyle Kanouse, Michael McKean, Clifford Lee Dickson, Yolonda Ross, Carolyn McCormick, Samantha Bee, Conleth Hill, Marcia DeBonis, Evan Rachel Wood, John Gallagher Jr., Willa Cuthrell-Tuttleman, Nicole Patrick, Patricia Clarkson, Henry Cavill, Olek Krupa, Ed Begley Jr., Christopher Evan Welch, Jessica Hecht, Lindsay Michelle Nader, Armand Schultz, Kristen Ruhlin, Steve Antonucci, Marc Alan Austen, Julie Basem, Kenneth Edelson, Chris Nuñez, Quincy Rose, Robin Singer
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Kamera: Harris Savides
Produktion: Letty Aronson, Charles H. Joffe, Jack Rollins, Stephen Tenenbaum, Brahim Chioua, Vincent Maraval, Helen Robin
Verleih: Frenetic Films
Produktionsfirma: Sony Pictures Classics, Wild Bunch, Gravier Productions, Perdido Productions
Startdatum: 03.12.2009 (Deutschschweiz)
12.08.2009 (Romandie)
25.09.2009 (Tessin)



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