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Verdammnis - Filmkritik

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Schwedenkrimi

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Im zweiten Teil der «Millennium-Trilogie» geht es um staatliche Korruption, Zwangsprostitution und die dunkle Vergangenheit der weiblichen Hauptfigur Lisbeth Salander. Die Verfilmung des Bestsellers setzt Vorwissen voraus und reduziert die komplexe Vorlage auf die Erzählweise eines «Tatort»-Krimis.

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Der investigative Journalist Mikael Blomkvist (Michael Nyquist) ist einem Politskandal auf der Spur. Das brisante Insiderwissen über hochrangige Persönlichkeiten, die Frauen aus Osteuropa zur Prostitution zwingen, wird ihm von einem jungen Berufskollegen zugespielt. Dieser wird kurze Zeit später erschossen aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace) den Mord begangen hat. Zufälligerweise recherchiert Salander selbst im besagten Fall und stösst dabei auf ihren Anwalt Nils Bjurman (Peter Andersson), der ebenfalls umgebracht wird. Am Tatort bleibt eine Waffe mit Salanders Fingerabdrücken zurück. Da ein internationaler Haftbefehl gegen sie läuft, taucht sie unter - mit der Absicht, die Morde auf eigene Faust zu klären. Blomkvist ist als einziger von ihrer Unschuld überzeugt. Seine Nachforschungen führen in Salanders dubiose Vergangenheit.

Erst nach seinem Tod 2004 wurden Stieg Larssons Krimis «Veblendung», «Verdammnis» und «Vergebung» als Trilogie herausgegeben. Der Erfolg kam über Nacht; allein 2008 verkauften sich seine Bücher weltweit über 20 Millionen Mal. Larsson, ein international anerkannter Experte für rechtsextreme Organisationen, verfasste seine Romane ganz in der Tradition der schwedischen sozialkritischen Kriminalliteratur. Entsprechend gesellschafts- und staatskritisch liest sich auch der zweite Teil seiner Trilogie. Diesmal steht die Vergangenheit der undurchschaubaren Hackerin Salander im Mittelpunkt des Geschehens. Sie, die bereits im ersten Teil «Verblendung» eine zentrale Rolle gespielt hat, steht exemplarisch für Larssons Kritik am staatlichen System: Als Opfer einer korrupten und menschenfeindlichen Regierung, entlarvt sie deren Vertreter als skrupellose Kriminelle und perverse Sadisten.

Larssons spannende Darstellung der undurchdringlichen Symbiose zwischen Staat und organisiertem Verbrechen musste in der Verfilmung von Daniel Alfredson fast vollständig der düsteren Familiengeschichte Salanders und deren halsbrecherischer Flucht vor der Polizei weichen. Dafür kippte der Drehbuchautor Jonas Frykberg zahlreiche Handlungsstränge aus dem Script. Dies trägt nicht immer zum besseren Verständnis der Story bei, da dadurch viel Hintergrundwissen verloren geht. Solide wie ein «Tatort»-Krimi inszeniert, vermögen die 130 Filmminuten aber auch nicht mehr als ein solcher zu fesseln.

[Cindy Hertach]

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m&m's Silvio: Gute Verfilmung der Bücher ...
m&m's 2fuexli: Erster Teil schlimmer und packender, dieser als Fo...
m&m's zuckerwättli: ...
m&m's Marcel: Ein Meisterwerk! Die geniale Buchvorlage ist Stoff...
m&m's Carmen: spannend und gut erzählt. jetzt auf die punk-lady ...