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The Spirit - Filmkritik

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Land (Jahr): USA (2009)
Genre:Action, Drama
Filmlänge:106min
Regie:Frank Miller
Kinostart:05.02.2009
 31.12.2008 (Romandie)
 25.12.2008 (Tessin)

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Ein ziemlich wirres Ding

20

Superheldencomics werden seit Jahren wie am Laufband verfilmt. Bei «The Spirit» haben wir es jedoch mit einem besonderen Fall zu tun. Der Comic ist hierzulande zwar ziemlich unbekannt, gilt unter Kennern aber als Meilenstein der Gattung. Sein Erfinder, der vor knapp drei Jahren verstorbene Will Eisner, wird als einer der ganz Grossen in der Geschichte des Comics verehrt.

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Eisner hat wesentlich dazu beigetragen, Comics als ein Medium zu etablieren, in dem sich nicht nur kurze Gagstrips, sondern auch ernsthafte Geschichten erzählen lassen. In dieser Entwicklung nimmt «The Spirit» eine Schlüsselposition ein: Oberflächlich ein weiterer maskierter Übermensch auf der Jagd nach Verbrechern, ging es Eisner von Anfang an um anderes. Der «Spirit» hat keine Superkräfte, kein extravagantes Kostüm, die Handlung ist oft rudimentär und dient nur als Vorwand. Was Eisner interessierte, waren Stimmungen und Figuren; kleine Leute, skurrile Gestalten, Verlierer, Taugenichtse und mysteriöse Schönheiten, die manchmal sentimental, manchmal mit boshaftem Witz präsentiert werden. Die siebenseitigen «Spirit»-Geschichten sind Miniaturen, Stimmungsbilder in Comicform, und der Titelheld spielt nicht selten eine Nebenrolle, kommt manchmal nur in einigen wenigen Bildern vor.

Für die Verfilmung dieses Comics konnte man nun einen ganz grossen Coup landen: Regie führt Frank Miller, seines Zeichens einer der angesehensten Comiczeichner der Gegenwart, von dem unter anderem die Vorlagen zu den Filmen «300» und «Sin City» stammen - bei letzterem fungierte er zudem neben Robert Rodriguez als Co-Regisseur. Ein Comicmeister verfilmt das Werk des anderen - was sich auf dem Papier grossartig liest, wirft in der Realität einige Probleme auf; auch weil Miller und Eisner sehr unterschiedliche Sensibilitäten haben.

Die Basis des Films bilden verschiedene «Spirit»-Strips, die Miller ziemlich unzimperlich zusammengeschustert hat. Der Titelheld - auch im Film mit Fedora-Hut, Panzerknacker-Maske und roter Krawatte ausgestattet und neu auch mit Unsterblichkeit versehen - ist hinter dem Octopus (Samuel L. Jackson) her, der seinerseits mit der Unterstützung der schönen Silken Floss (Scarlett Johansson) Sand Saref (Eva Mendes) im Visier hat, die eine unglückliche Jugendliebe des «Spirit» ist.

Die Geschichte ist wahrlich kein Geniestreich - muss sie auch nicht sein - sofern «der Rest» stimmt. Visuell schlägt der Film einen ähnlichen Pfad ein wie «Sin City»: Massiv digital nachbearbeitete Aufnahmen, starke Stilisierungen, harte Kontraste. Das ist stellenweise sehr ansprechend, lässt allerdings nach «Sin City» kaum Neues erkennen und hat mit Eisners meisterhaftem Stil ziemlich wenig zu tun. Dass der Film visuell seinen eigenen Weg geht, könnte man locker verschmerzen, was aber wirklich irritiert, ist die Tonlage. Miller hat einen überdrehten, teilweise trashigen Streifen vorgelegt, der sich kaum je selbst ernst nimmt. Dazwischen sind seltsame Kitschsequenzen mit einer weiblichen Todesgöttin eingeschoben, bei denen unklar bleibt, ob sie ironisch oder ernst gemeint sind.

Bei Eisner gibt es zwar auch viele skurrile und witzige Elemente, gerade weil Miller aber beim Plot nahe an existierenden Spirit-Geschichten bleibt, wird umso deutlicher, das es bei Eisner eben nur selten um die Handlung ging, sondern dass die nur allzu menschlichen Figuren im Vordergrund standen. Und dieser liebevolle Blick auf sein Personal fehlt dem Film völlig. So ist das Ergebnis ein ziemlich wirres Ding, in dem «Spirit»-Fans zwar zahlreiche Zitate und Anspielungen entdecken werden, das aber als eigenständiges Werk wohl nur für Trash-Liebhaber von Interesse ist. [Simon Spiegel]

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m&m's Enver: Viel gequatsche und wenig Action!...
m&m's Tuvok: So jetzt wieder zum Regisseur. Frank Miller wurde ...
m&m's Tuvok: Wieso startet so ein Film im kleinen Nachbarland Ö...
m&m's Tuvok: Wieso startet so ein Film im kleinen Nachbarland Ö...
m&m's Lukas: Schade, schade... Die erste Riesenenttäuschung 200...