Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

2.87 m&m's | 39 User

Alle Kommentare (12) m&m's Movie Charts

9 User haben ihre Watchlist nicht freigegeben.

Watchlist-Charts

The Pink Panther 2 - Interview

Auf Watchlist setzen

9

User

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Steve Martin versteht nichts von Humor und mag die Schweiz.

vergrössern

Steve, schön Sie hier an der Berlinale zu sehen. Es muss Spass gemacht haben, diesen Film zu drehen. Ging es trotzdem ernst zu und her auf dem Set?
Nun, es ist ernst auf dem Set. Ich meine, es ist ernste Arbeit. Wir haben natürlich Spass bei der Arbeit, aber das ist nur, bevor die einzelnen Takes gedreht werden. Denn wenn die Kamera einmal läuft, kann man nicht einfach anfangen zu lachen und einfach abbrechen. Ich habe auch etwas gelernt; wenn die Kamera läuft und ich das Gefühl habe, dass ich gleich lachen muss, schütze ich mich selbst vor einem Lachanfall, indem ich wirklich an das glaube, was gerade vor sich geht. Ich tauche dabei sehr tief in meine Figur ein. Das hält mich vom Lachen ab und deswegen funktioniert auch der Film so gut. Weil einfach jeder komplett mir seiner Figur verschmilzt.

Sie haben ja ein ganzes Ensemble mit verschiedenen Komödianten, die alle ein unterschiedliches Timing haben. Wie haben Sie da die Balance gefunden?
Das ist es, was es ausgemacht hat, dass es so gut funktioniert hat. Jeder hat einfach ein bisschen ein anderes Timing. Das ist wie im richtigen Leben. Wenn jeder genau das gleiche Timing hätte, wäre es schnell langweilig.

Wissen Sie als gestandener Komiker eigentlich, wie Humor genau funktioniert?
Absolut nicht. Je mehr Komödien ich mache und je mehr ich darüber weiss, desto mehr fällt mir auf, dass ich wieder etwas dazu gelernt habe. In 100 Prozent meiner Filme ist es so, dass die Szene, die ich am lustigsten fand, es überhaupt nicht war und diejenige, die ich nicht so lustig fand, erntet viele Lacher. Man muss also immer unvoreingenommen sein.

Der Humor im Film ist sehr körperbetont. War das Drehen sehr anstrengend für sie?
Es ist ein wenig wie ein Sprint. Man arbeitet unglaublich hart für eine oder zwei Minuten und dann hört man wieder auf, geht zurück zum Wohnwagen und wartet eine Stunde. Dann kommen wieder zwei solche harte Minuten. Aber das ist das, was wir tun. Man bekommt schon Übung darin.

Etwas ganz anderes; Ihre Fans in der Schweiz fragen sich bestimmt, ob Sie schon einmal hier waren.
Absolut. Ich war in Genf und in Basel. Ich besuchte auch Vevey, wo Charlie Chaplin gelebt hat. Es ist sehr schön dort. Ich bin in Genf mit dem Fahrrad dem See entlang gefahren. Es ist wirklich sehr schön.

Ich habe «The Pink Panther 2» sehr genossen, denn es ist die Art von Film, bei der man sich einfach gut fühlt, wenn man ihn sieht. Ist das für Sie als Schauspieler und Komiker auch wichtig?
Nur darum geht es. Erst wenn ich das Publikum lachen höre, weiss ich, dass wir einen guten Job gemacht haben. Ich habe jetzt die Möglichkeit, für die Leute das zu tun, was sie für mich getan haben, als ich ein Kind war. Sie brachten mich nämlich zum Lachen und ich hoffe, dass ich jetzt sie zum Lachen bringen kann. Deswegen habe ich mich für Komödien entschieden.

Das ist ein guter Punkt. Wer brachte Sie zum Lachen, als Sie ein Kind waren und welchen Komiker haben Sie am meisten bewundert? Ist Bligg Edwars einer davon?
Ja, absolut. Aber Peter Sellers dominierte damals. Als Kind schaute ich mir immer «Laurel & Hardy» an. Da waren aber auch grossartige amerikanische Komiker, die man nicht so kennt, wie beispielsweise Jack Binney, Steve Allen und dann natürlich auch Jerry Lewis. Sie alle haben mich beeinflusst.

Was glauben Sie, was macht Inspektor Clouseau als Figur so nachhaltig, dass ihn das Publikum immer wieder sehen will?
Nun, es ist eigentlich komisch, denn er vereint die schlimmsten Eigenschaften in sich. Er ist egoistisch, arrogant und hat ein zu starkes Selbstbewusstsein. Diese Eigenschaften mag man bei Menschen im richtigen Leben eigentlich nicht, aber auf der Leinwand ist das etwas Anderes. Das ist wohl einfach einer der vielen Widersprüche in der Komödien-Welt.

Letzte Frage: Wie wichtig ist es für sie mit ihren Kollegen persönlich und beruflich gut auszukommen?Sehr wichtig, denn schlechte Stimmung ruiniert den ganzen Film. Jeder hier war in jeder Hinsicht ein Experte, ein professioneller Schauspieler. Wir konnten auch alle gut miteinander reden und hatten uns viele Geschichten zu erzählen. Es war sehr angenehm, mit ihnen zu arbeiten.

[Steve Martin wurde interviewt von Portmann Media]

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Jean Reno philospiert über den Dreh von «The Pink Panther 2».

vergrössern

Jean, ich freue mich sehr, Sie hier in Berlin zu sehen, um mit Ihnen über «The Pink Panther 2» zu sprechen. Der erste Eindruck, den ich hatte, als ich mir den Film angeschaut habe, war der, dass sie alle viel Spass beim Drehen hatten. Ist das richtig?
Ich würde gerne ja sagen, aber Sie müssen sich das so vorstellen: Wenn jemand auf dem Set etwas Witziges macht, und man dann lacht, dann wird die Aufnahme gestoppt. Das heisst, dass man die Aufnahme ruiniert hat. Man hat da schon eine grosse Verantwortung. Es ist eine Gruppe von sehr professionellen Schauspielern und die lachen nicht. Ich glaube, sie stellten sich vor, dass es ein Drama ist und keine Komödie. Sie kommen ja auch fast alle aus diesem Bereich. Der einzige, der sozusagen in der Komödie lebt - wenn das wirklich so ist -, ist Steve Martin. Er ist der Komiker, er ist das Zentrum.

Wie stark hat es zu Ihrem Vergnügen beigetragen, dass bei diesem Film so viele unterschiedliche Schauspieler-Typen dabei waren? Alle haben bestimmt etwas Eigenes zum Film beigesteuert?
Ja. Das ist ein Teil meines Jobs, dass ich mit Leuten mit unterschiedlichem Empfindungsvermögen, verschiedenen Nationalitäten, Religionen und Meinungen arbeite. In diesem Sinn, war es schon so, ja. Wir haben auch mit Steve Martin darüber gesprochen. Es war ein sehr internationales Set und wirklich ein Vergnügen für uns, dabei zu sein. Klar, es ist eine Komödie und nichts philosophisches, aber ich glaube, Sie wissen, was ich meine.

Absolut. Der Schauplatz ist ein Schlüssel zur Handlung. Das war schon immer so bei «Pink Panther». Wie war es für Sie, an all diesen verschiedenen Orten zu drehen?
Ich war der Fremdenführer, als wir in Paris waren. Ich habe die Anderen an verschiedene Plätze geführt und war in diversen Restaurants mit ihnen. In einem «Pink Panther»-Film muss es einen altertümlichen Touch haben. Deshalb sieht man im Film auch gleichzeitig sehr moderne und uralte Autos. Er ist schon ein wenig retro. Aber warum nicht? Ich mag das.

Ich selber bin mit den Filmen von Peter Sellers aufgewachsen. Bei Ihnen war das vielleicht auch so? Wie war es für Sie, jetzt selber ein Teil dieser Serie zu sein?
Ich war sehr glücklich. Ich weiss nicht, ob noch eine Fortsetzung geplant ist. Wir sagten uns, dass dies das Publikum entscheiden muss. Steve sagte mir schon, dass er für einen dritten Teil bereit wäre. Wenn er es macht, bin ich natürlich auch wieder dabei.

Was haben Sie an der Arbeit mit Steve Martin am meisten genossen?
Er ist sehr aufgeschlossen und vorurteilsfrei. Er ist jemand, der einen in seine eigene Welt mitnehmen kann. Und das, ohne über einen zu urteilen. Er ist sehr moralisch, aber er verurteilt niemanden. Er ist wirklich sehr aufgeschlossen.

Letzte Frage: Was denken Sie, wie funktioniert Humor?
Kennen Sie die Person, die ein Buch darüber geschrieben hat? Henry ist sein Name (lacht). Wenn man die Realität verdreht, nein, nein. Ich denke, es ist eine Gabe. Ich glaube, dass jemand einfach die Gabe dafür haben muss, andere zum Lachen zu bringen. Deswegen ist es im richtigen Leben so schwierig, Leute zu finden, die einem zum Lachen bringen können. In einer wirklichen Situation meine ich. Es ist wirklich eine Gabe und nicht jeder hat sie. Aishwarya (Rai) zum Beispiel hat sie. Sie ist wunderschön, aber hat auch einen unglaublichen Sinn für Humor. Es ist eine Gabe. Steve Martin ist ganz einfach begabt.

[Jean Reno wurde interviewt von Portmann Media]

weitersagen