The Hangover - Interview
| Aka Titel: | Hangover |
| Land (Jahr): | USA, Deutschland (2009) |
| Genre: | Comedy, Crime |
| Filmlänge: | 100min |
| Regie: | Todd Phillips |
| Kinostart: | 23.07.2009 |
| 24.06.2009 (Romandie) | |
| 12.06.2009 (Tessin) |
Zach Galifianakis: «Menschen tendieren zur Überimprovisation.»
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Die «Hangover»-Stars über das Kennenlernen und die Improvisation.
Wie ist der Film zustande gekommen? Wann habt Ihr Euch das erste Mal getroffen?
Ed Helms: Das erste Mal, als drei von uns sich getroffen haben, also Brad, Zach und ich, waren wir in Todds Büro nur eine Woche vor Drehbeginn. Zach du warst beim letzten Teil nicht mehr dabei, oder?
Zach Galifianakis: Nein ich war nicht mehr dabei.
Ed: Wir hatten da die Möglichkeit zusammen zu sitzen und uns näher zu kommen. Wir kannten uns zuvor nur sehr wenig. Glücklicherweise haben unsere verschiedenen Energien, sehr leicht und schnell zusammen gepasst.
Aber Du warst am Schluss nicht mehr dabei?
Zach: Richtig, genau.
Wie ist es wenn so viele Schauspieler mit verschiedenen Ideen und Energien zusammen kommen?
Zach: Man entwickelt seine Figur und bevor man anfängt zu drehen, denkt man tiefgehend über die Geschichte nach. Ich diskutiere auch mit den anderen über meine und ihre Rolle und irgendwann fingen wir einfach an zu spielen. Manchmal, da haben wir improvisiert und haben uns gegenseitig beraten. Das war sehr schön.
Welche Grenzen habt ihr euch betreffend der Improvisation gesetzt? In einem Film wie diesem ist es ja bestimmt sehr verlockend zu experimentieren?
Zach: Ich denke, Menschen tendieren zur Überimprovisation und das kann gefährlich werden. Wir haben uns an den Text aus dem Skript gehalten. Es war uns aber erlaubt, daraus unser eigenes Ding zu machen.
Gibt es da Beispiele?
Zach: Ja, da gibt es einige.
Ed: Da gibt es viele kleine Momente und Dialoge, welche sehr spontan waren. Es gibt verschiedene Arten der Improvisation. Einerseits die spontane Reaktion, die dir plötzlich in den Sinn kommt. Oder dann ist es so, dass man eine Szene spielt, sie stoppt und dann darüber diskutiert was man anders hätte machen können. Bei diesem Film haben wir beides oft gemacht.
Zach: Da ist beispielsweise die Szene mit der Autotür, die Ed dem Baby an den Kopf schlägt. Die war nicht im Skript. Wie viele andere körperliche Scherze auch. Ich denke, wenn man auf dem Set schon solche Dinge wie Autos oder Tiger hat, dann sollte man diese auch benutzen. Man muss einfach den richtigen Moment dafür finden und es ins Skript einbauen.
[Ed Helms, Zach Galifianakis wurde interviewt von Portmann Media]
Todd Phillips: «Wir wussten, dass die Zuschauer den Film mögen werden.»
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Der Regisseur über die chaotischen Zustände an dem Set von «The Hangover».
Der Film hat grossen Erfolg in Amerika. Wie ist es für dich den Film nun in Europa zu promoten, wenn du weisst, dass er bei den Zuschauern gut ankommt?
Ja das war schon eine kleine Entlastung. Die Premiere gestern in London, hat uns viel mehr Spass gemacht wie die in Amerika. Denn wir wussten, dass die Zuschauer den Film mögen werden und dass er gut funktioniert.
Wie war es den Film mit einem anderen Publikum anzuschauen? Lachen die Europäer an anderen Stellen wie die Amerikaner?
Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass sie das nicht gemacht haben. Die Witze im Film sind sehr körperlich und doch konzentrieren sie sich auch auf den Charakter der einzelnen Figuren. Es hat mich überrascht, dass beides so gut miteinander funktioniert. Überall gibt es Leute die sich zwischendurch falsch entscheiden. In diesem Film geht es um eine Nacht die voller falschen Entscheidungen ist.
Wie hast du die Balance zwischen der Komödie und der Botschaft, die du vermitteln wolltest gefunden?
Um das geht es eigentlich bei meinem Beruf als Regisseur. Ich muss die Balance zwischen der Geschichte, den Figuren und der Comedy finden. Es ist schwer zu erklären, wie ich das mache. Aber das ist grundsätzlich der Job eines Regisseurs, das gesamte Paket zu managen. Das ist der Schlüsselpunkt. Es gibt da kein Geheimnis oder einen bestimmten Weg wie man das macht. Während man eine Szene dreht, muss man einfach immer daran denken, wie sich diese Szene in den Film einfügen wird und ob sie zum Grundkonzept des Filmes passt.
Es waren viele Schauspieler dabei, die gerne improvisierten. Wie hast Du es geregelt, dass es keine negativen Auswirkungen hat?
Es gibt nie negative Auswirkungen.
Aber es gibt doch ein Limit?
Ich habe einen Film gemacht in welchem es um Chaos geht. Und wenn man einen Chaos-Film dreht, ist es wichtig, dass man auch ein gewisses Chaos zulässt. Wenn man an mein Set kommt, sieht es wahrscheinlich ganz anders aus, als bei anderen. Ich habe keine wirkliche Struktur. Es geht sehr locker zu und her. Man muss sich dann auch die Zeit für mich und die Schauspieler nehmen, falls wir mal etwas high sind. Wir nehmen es wirklich sehr locker.
Die anderen meinten vorhin, dass man euren Sarkasmus irgendwie nie versteht. Also ich verstehe deine Witze.
Und das war nicht mal ein Witz (lacht). Nein, wir haben wirklich ein Set kreiert, auf dem jeder frei experimentieren konnte. Ich glaube das schlimmste wäre, wenn der Regisseur einer Komödie versucht den Darstellern Anweisungen zu geben. Man muss sie einfach machen lassen. Man kann ihnen Anweisungen geben, wenn man dabei ist die Szene zu schneiden aber nicht auf dem Set.
[Todd Phillips wurde interviewt von Portmann Media]
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