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Star Trek - Interview

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Land (Jahr): USA (2009)
Genre:Action, Adventure, Sci-Fi
Filmlänge:126min
Regie:J.J. Abrams
Kinostart:07.05.2009
 06.05.2009 (Romandie)
Drehbuch:Roberto Orci

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Cast:
Chris Pine
Jennifer Morrison
Simon Pegg
Eric Bana
Winona Ryder
Zachary Quinto
Zoe Saldana

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J.J. Abrams: «Wir schlagen eine Brücke mit diesem Film!»

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Der Regisseur über die Entstehung vom neuen Star Trek-Film und die ersten Reaktionen weltweit.

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Sie sagten ein mal, dass sie gar kein Star Trek-Fan sind. Was hat sie dann dazu bewogen, diesen Film zu drehen?
Als man das erste Mal mit diesem Projekt an mich herangetreten war - zunächst noch als Produzent - dachte ich, dass es toll wäre, eine Version von Star Trek zu drehen, die auch mir gefallen würde. Denn bisher ist das noch nie der Fall gewesen. Also begann ich mit meinem Produzentenkollegen zu arbeiten und rief die beiden Drehbuchautoren an, mit denen ich schon viel gemacht habe. Dann kam noch der Typ mit dem ich «Lost» kreiert hatte dazu. Wir fünf zusammen haben dann angefangen, uns mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Einer von ihnen ist ein riesiger Star Trek-Fan und ein Anderer hat noch nie auch nur eine Episode gesehen. Wir hatten also diese verrückte Zusammensetzung von verschiedenen Leuten und verfolgten das Ziel, eine Story zu entwickeln, die wir alle lieben würden. Wir dachten, wenn uns das gelingen würde, wäre das bestimmt auch eine tolle Sache für die Mehrheit des Kinopublikums. Sowohl für die, welche bisher nichts mit Star Trek am Hut hatten, als auch für die treuen Fans.

In diesem Film gehen sie zurück zum Anfang der ursprünglichen Serie, die ja ein echter Klassiker ist. Wie war das für Sie?
Wir versuchten, den Geist von dem beizubehalten, was Gene Roddenberry vor fast einem halben Jahrhundert kreiert hatte. Wir wollten es aber der heutigen Zeit entsprechend umsetzen. Seien das die Figuren, das Design, die Sets, all diese Dinge halt. Wir hielten uns immer vor Augen, auf was bei der ursprünglichen Serie immer hingearbeitet wurde und haben das entsprechend für uns umgesetzt. Und da haben wir einfach alles mit einbezogen.

Im Film wirken sehr viele verschiedene Figuren beziehungsweise Schauspieler mit. Wie einfach ist es, dass die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmt?
Nun, das eigentliche Ziel bei jedem Film ist, eine Gruppe von Schauspielern zu finden, die eine spezielle Energie rüberbringen können. Bei diesem Film war es aber eine besondere Herausforderung, weil es so legendäre Rollen sind. Als wir «Lost», «Alias», «Friends» oder «Mission Impossible» gemacht haben, casteten wir Leute für Rollen, die es vorher meist noch nicht gegeben hatte. Wenn man aber so etwas macht wie Star Trek, kommen die Leute schon mit eigenen Ideen und vorgefertigten Meinungen aufs Set. Die Schauspieler hatten hier also eine viel grössere Herausforderung zu bewältigen, als bei einer «normalen» Rolle. Ich liebe aber jeden einzelnen Schauspieler in diesem Film. Auf dem Set waren ihr Enthusiasmus und ihr Antrieb richtig spürbar. Sie hatten auch eine tolle Arbeitsmoral. Ich glaube, der Schlüssel dazu ist, dass sie alle lustig sind und einen tollen Sinn für Humor haben. So haben sie auch die nötige Art von Sensibilität in den Film gebracht.

Das ist etwas, was mich persönlich am meisten überrascht hat: Der Humor im Film. Das habe ich so bisher in einem Star Trek-Film noch nicht gesehen.
Das war auch wichtig. Denn wir dachten uns, wenn der Film keinen Humor beinhaltet, finden die Leute auch so einen Grund, über etwas anderes darin zu lachen.

Leonard Nimoy (ursprünglicher Darsteller des Mr. Spock) hat auch einen Auftritt in ihrem Film. Das ist schon rein emotional sehr wichtig. Wie sind Sie damit umgegangen?
Wir hatten das Gefühl, dass dies der einzige Weg ist, um die Story zu erzählen um die fast schon heilige Empfindlichkeit, die gewisse Leute im Bezug auf Star Trek haben, nicht zu verletzen. Wir wollten mit diesem Film eine Brücke schlagen zwischen dem Star Trek, das alle kennen und dem, das hoffentlich fortleben wird. Es war deshalb nötig mit Spock, eine Verbindung zu der alten Serie zu schaffen. Leonard wollte schon mitmachen, wollte sich aber noch nicht binden. Wir wussten also, dass wir ein Skript schreiben mussten, das auch ihm zusagt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir ganz schön versagt. Aber glücklicherweise hat er die Rolle angenommen. Es war auch eine sehr emotionale Angelegenheit für ihn, wieder zurückzukommen und seine Ohren wieder anzuziehen (lacht).

Es war auch schön zu sehen, dass Sie für den Film an vielen verschiedenen Orten gedreht haben, wie zum Beispiel in Australien und Neuseeland. Wie war das für Sie?
Das war ein unglaubliches Erlebnis. Wir hatten das Glück, dass wir um die ganze Welt reisen konnten. Star Trek war in vielen Ländern keine sehr erfolgreiche Franchise. Was cool ist: Wenn die Leute den Film gesehen haben, scheint sich ihr Bild von dem, was Star Trek für sie darstellt, grundlegend zu ändern. Wir hatten wirklich Glück und wurden überall wo wir hingingen freundlich empfangen. Wir waren in Kuwait und haben den Film den amerikanischen Truppen gezeigt. Dort hatte es viel Star Trek-Fans dabei und auch diejenigen, die bislang nichts damit anfangen konnten, sagten, es sei eine tolle Vorführung gewesen. Wir waren auch in Moskau und haben den Film dort gezeigt. Es war auch unglaublich. Dort lieben sie Anton Yelchin, der auch im Film mitwirkt. Sie haben sich selber in ihm gesehen, jedoch nicht als den bösen Buben oder die ständig betrunkene Klischeefigur, sondern einen wundervollen, intelligenten, liebenswerten, guten Typen. Es war ein richtiger Nervenkitzel, ihnen diese Figur zu zeigen. Anton spielt aber auch grossartig.

[J.J. Abrams wurde interviewt von Portmann Media]

Eric Bana: «Mein Sohn hat noch keinen meiner Filme gesehen»

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Der Australier über seine Rolle als Bösewicht die Star Trek-Fangemeinde.

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Viele Leute haben natürlich grosse Erwartungen, wenn sie hören, dass ein neuer Star Trek-Film kommt. Wie war es für sie, das Skript zum ersten Mal zu lesen?
Nun, ich war schon ein wenig skeptisch, als ich zum ersten Mal davon gehört habe. Aber dann realisierte ich, dass es ein Prequel ist. Das interessierte mich dann schon und ich dachte, dass diese Art wahrscheinlich die einzig richtige ist, um eine solch legendäre Serie wiederzubeleben. Ich las also das Skript und es ging mir wie den anderen - ich verliebte mich sofort. Es war sehr klug geschrieben, versprach eine Menge Spass und hatte einen tollen Sinn für Humor. Das ist selten bei dieser Art von Film. Die werden sonst immer düsterer und erwachsener. Deshalb mochte ich diesen jugendlichen Optimismus, den das Skript ausgestrahlt hat sofort.

Ich habe Sie im Film fast nicht wiedererkannt. Es schien, als steckten Sie in einem komplett anderen Körper. Hat Ihnen das Spass gemacht, sich physisch so zu verändern?
Ja, es ist sehr befreiend. Realistisch gesehen sind die Möglichkeiten für einen Typen wie mich, in Hollywood in einem Film dieser Grösse eine solche Rolle zu ergattern, ziemlich rar. Ich habe deshalb nicht lange überlegt und die Rolle sofort angenommen. Es ist ja eine attraktive Nebenrolle mit einem hohen Wiedererkennungswert und einfach ein wenig anders als normale Rollen.

Der Film geht ja weit zurück, noch vor die Entstehung der ursprünglichen Serie. Wie wichtig war das für sie, dass alles zurück zum Ursprung geht?
Ich glaube, die grösste Leistung ist, dass es überhaupt nicht darauf ankommt, ob man schon einmal eine Star Trek-Episode oder einen der Filme gesehen hat oder nicht. Der Film befriedigt sicher die Ansprüche der Hardcore-Trekkies, aber kann auch ein völlig neues Publikum in die Star Trek-Materie einführen. Der Film ist auch viel natürlicher, weil er am Anfang auf der Erde spielt. Das wirkt viel glaubwürdiger, denn so kommt man an durchschnittliche Kinobesucher, die in der Science-Fiction vielleicht nicht so zu Hause sind, viel leichter heran.

Die Vorfreude war gross...
Es gab Vorfreude (lacht)?

Ja. Merkten Sie das, als Sie den Film gedreht haben?
Nicht wirklich. Ich habe erst in den letzten Monaten vor der Fertigstellung des Films eine gewisse Ahnung davon bekommen. Ich versuchte, mich davon ein wenig zu distanzieren, denn sonst wäre ich wohl wahnsinnig geworden. Aber es ist schon aufregend. Es ist fantastisch, in einem Film dabei zu sein, der einen so hohen Bekanntheitsgrad hat. Nicht nur, weil man ein so bekanntes Erbe antreten darf. Der Film muss auch vor seinen ganz eigenen Gesetzen gut sein und bestehen können. Ich hoffe deshalb, dass er akzeptiert wird.

Es wirkten unglaublich viele Darsteller mit. Wie war es für Sie als Hauptbösewicht, in diesem Ensemble dabei zu sein?
Ich war schon in mehreren Filmen der Gegenspieler und das macht ungleich mehr Spass, das können Sie mir glauben. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit, mit allen vor der Kamera zu stehen, aber das tolle an einem Film dieser Grösse ist, dass man oft viel Zeit zum abhängen hat, wenn die Sets vorbereitet werden. Wir haben uns also hinter der Kamera viel besser kennengelernt als davor. Es ist ein wirklich toller Haufen von Leuten, die bei diesem Film mitgewirkt haben. Ihre Leistungen sind fantastisch und sie haben mir dadurch auch ganz schön Druck gemacht. Denn sie kannten meine Figur auch sehr gut. Ich hatte diese Bürde zum Glück nicht. Aber ich war wirklich beeindruckt, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe.

Star Trek hat eine riesige treue Fangemeinde. Was glauben Sie, ist an Star Trek so besonders, dass so viele Leute fasziniert sind davon?
Ich denke, die Figuren sind einfach einzigartig. Einerseits das und andererseits die positive Einstellung, die in dieser Star Trek-Welt herrscht. Hinzu kommt, dass Star Trek sehr ansteckend ist. Das sieht man auch an den vielen verschiedenen Trekkies, die es gibt. Das ist nicht einfach eine bestimmte Gruppe, die den ganzen Tag in Star Trek-Klamotten herumläuft. Da gibt es Piloten, Buchhalter, Rennfahrer. Sie sind überall. Das habe ich in den letzten zwölf Monaten beobachtet. Viele Leute kamen zu mir und sagten, dass sie ein grosser Star Trek-Fan seien. Man kann sie absolut nicht einordnen. Die bisherigen Reaktionen waren allesamt sehr positiv und deshalb hoffe ich, dass die Leute den Film mögen werden.

Das ist jetzt endlich auch ein Film, den sie mit Ihren Kindern sehen können, nicht wahr? Die sind ja mittlerweile alt genug. Macht es Ihnen deswegen gleich noch mehr Spass?
Ja, denn das ist etwas sehr seltenes, das können Sie mir glauben. Meine Kinder haben - glaube ich - noch keinen meiner Filme gesehen. Mein Sohn vielleicht einen davon. Ich glaube, er ist auch alt genug, um diesen zu sehen. Es ist halt schon ein ungewöhnlicher Beruf.

[Eric Bana wurde interviewt von Portmann Media]

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