Public Enemies - Interview
| Land (Jahr): | USA (2009) |
| Genre: | Crime, Drama, Thriller |
| Filmlänge: | 140min |
| Regie: | Michael Mann |
| Kinostart: | 30.07.2009 |
| 08.07.2009 (Romandie) | |
| 02.10.2009 (Tessin) |
Christian Bale: «Viele haben John Dillinger damals unterstützt.»
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Der Co-Star von Johnny Depp über «Public Enemies», die 1930er und das FBI.
Es ist schön dich zu sehen. Kürzlich haben wir noch über «Terminator: Salvation» gesprochen und nun tauchen wir mit «Public Enemies» in eine völlig neue Welt ein. Sogar den Ort den ihr für die Interviews ausgesucht habt ist speziell. Bekommst Du damit einen guten Einblick, wie es dazumal war?
Ja, wir haben hier in diesem Bahnhof ein paar Szenen für «Public Enemies» gedreht. Wir haben an vielen originalen Schauplätzen gedreht, hauptsächlich hier in Chicago. Chicago macht sich sehr gut dafür. Die Stadt hat eine tolle Geschichte und man kann hier sehr gut Filme wie «Public Enemies» drehen. Die Figuren des Filmes sind mir hier sehr präsent.
Wenn du wie in diesem Film eine Figur spielst, die wirklich einmal gelebt hat, lässt du dabei viel von deiner eigenen Vorstellung einfliessen?
Das ist eigentlich das einzige das man selber bestimmen kann. Ich versuche jedoch auch nicht, eine andere Person zu kreieren. Und wenn doch etwas anders ist, dann ist das meine Vorstellung wie er gewesen war.
Wie stark interessieren dich die 1930er Jahre und die Depression die dazumal herrschte, verglichen mit der Situation von heute?
Es war eine faszinierende Zeit. Es muss sich zwischendurch angefühlt haben, wie die letzten Tage des wilden Westen. Eine Zeit in der die Technologie es einem noch nicht erschwerte ein Krimineller zu sein. Es ging bei diesem Punkt mehr um die Personen. Viele haben Dillinger unterstützt, denn es gab auch viele, die zu dieser Zeit alles verloren haben. Man kann diese Situation auch gut mit der heutigen vergleichen. Sie zeigt wie man sich um die reichen Leute und um die Banken kümmert, dabei aber völlig den armen Mann vergisst. In so einer Situation ist es klar, dass man sich Dillinger anschliesst.
War es einfach zu recherchieren, wie das FBI zu dieser Zeit war? Gibt es da überhaupt genügend Unterlagen?
Es gab genug Informationen und Bücher darüber. Der FBI-Direktor J. Edgar Hoover war eine brillante und doch auch etwas eigenartige Person. Es hat uns auch geholfen das heutige FBI zu studieren. Es ging darum die Leute zu verstehen, die einen solchen Job machen und um ihre Reflexion auf das FBI von früher. Es ist eine faszinierende Organisation. Doch wie in jeder Organisation gibt es gewisse Punkte die man beachten sollte. Das FBI wäre nicht so gross, hätte es nicht einen guten Deal mit den Bundesstaaten gemacht.
[Christian Bale wurde interviewt von Portmann Media]
Johnny Depp: «Manchmal sagen die Leute ich sähe aus wie er.»
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Johnny Depp über die Drehorte, Michael Mann und wieso er manchmal mit sich selbst verwechselt wird.
Johnny, es ist schön dich hier zu sehen. Es muss spannend sein, eine Person zu spielen, die wirklich einmal gelebt hat.
Ja das war es. Wir wurden immer ins richtige Licht gerückt. Michael Mann unser Regisseur wusste genau wo wir filmen mussten. Zum Beispiel im Restaurant «Little Bohemia», im «Biograph Theater» und in verschiedenen Banken in Chicago, speziell die «Ground Point». Wir hatten Glück, dass wir an all diesen Schauplätzen drehen konnten.
Die Geschichte spielt in einer modisch sehr attraktiven Zeit. Die Pistolen haben gut ausgesehen, sowie auch die Hüte und so weiter. Haben dich die Kostüme und das alles in die richtige Stimmung für den Film gebracht?
Wir hatten so eine Art Uniform an. Es war wie ein Polster, wir waren gekleidet um zu kämpfen. Wenn man in diese Kleider schlüpft, dann wird man zu einer Kunstfigur.
Im Film geht es um Geld, Banken und um die Krise. Manchmal ähneln die Geschichten im Kino ganz unerwartet den wirklichen Geschehnissen in der Welt.
Ja die Geschichte passt wirklich. Niemand hat das so erwartet. Aber die Geschichte funktioniert auf ihre künstlerische Art und Weise. Wir spiegeln die Leute der 1930er Jahre wieder, wie sie sich über die Banken, die Regierung und die ganze Situation aufgeregt haben. Sie begannen damals zu verstehen, was eigentlich lauft.
Gestern am Flughafen hat mir ein Typ erzählt, dass er dich getroffen hätte und du hättest gesagt, dass du gar nicht du bist. Kannst du dich daran erinnern?
Nein.
Passiert es dir öfters, dass dich andere Leute mit Johnny Depp verwechseln, oder sagen, dass du wie er aussiehst?
Manchmal sagen die Leute ich sähe aus wie er. Und dann sage ich: «Ah gut, oder ist es das überhaupt?» Sie sagen dann: «Ja es ist gut oder bist du es wirklich?» Dann sage ich wieder nein und sie sagen: «Doch du bist es wirklich» - «Gut, ich bin es» - «Nein Du bist es doch nicht». Solche Sachen passieren mir öfters.
[Johnny Depp wurde interviewt von Portmann Media]
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