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DrGonzo

Zürich

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Der deutsche Comedian über die Essenz seines neuen Films, Schweizer Uhren und die Begegnung mit Bud Spencer.

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Wolltest du schon immer einmal einen italienischen Profikiller spielen? Und wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?
Es war eher Zufall. Ich muss dazu sagen, ich bin beispielsweise ein grosser Fan von den «Sopranos», dieses Genre gefällt mir also schon. Vorbereitet habe ich mich dadurch, indem ich nach Aussage meines Regisseurs acht Kilo abnehmen musste. Denn er wollte einen schlanken Killer. Das war für mich nicht so einfach. Beim Abnehmen ist ja das Schwierigste nicht mal so sehr das Abnehmen an sich, sondern das Halten des Gewichts über acht oder neun Wochen Drehzeit. Er hat dann - ganz intelligent - ein Hotel gebucht, das Anschluss hatte an das grösste Fitnesscenter in Berlin. Da musste ich, bevor ich schlafen gehen durfte, erst mal aufs Laufband. Das war nicht ganz so einfach. Ansonsten musste ich ein bisschen mit den Waffen, umgehen können ist jetzt übertrieben, aber ich musste ein bisschen Schiessen und so eine Waffe zumindest Mal in der Hand gehalten haben, um damit nicht ganz absurd auszusehen. Ansonsten ist ja dieses Auftragskillen sein Geschäft. Das ist eher beiläufig und wird auch gar nicht so ausführlich erzählt. In erster Linie geht es ja um seinen inneren Konflikt, auch wenn das jetzt ein wenig dramatisch ausgedrückt ist. Aber es geht ja um Tonis Problem, dass er eigentlich ein gutbürgerliches Leben führen will, aber da ist halt eben die Sache mit seinem Beruf. Und da kommt natürlich noch die Unvereinbarkeit mit seinem Gewissen dazu. Er möchte den Frauen gegenüber immer ehrlich sein und sagt ihnen: «Hört mal, ich finde euch toll, aber geht das, könnt ihr euch vorstellen, mit einem Auftragskiller zusammenzuleben?». Daran scheitert es meistens. Bei Julia Steffens, die denkt, er sei dieser grosse Mafia-Autor, ist es anders. Er denkt: «Ich habe ihr ja schon gesagt, dass ich Auftragskiller bin. Wenn sie es nicht glauben will, ist das ihr Problem. Dann mache ich eben die Schiene des Autors weiter». Und dann verlieben sie sich halt.

Du warst ja auch schon ein paar Mal in der Schweiz, unter Anderem an der Premiere von «(T)raumschiff Surprise». Was hast du für einen Bezug zur Schweiz?
Ich mag die Schweiz. Ich muss gestehen, das ist zwar ein wahnsinniges Klischee, aber ich bin ein grosser Fan von guter Uhrmacherhandwerkskunst. Jawohl, das begeistert mich. Weiter will ich es gar nicht ausführen, denn alles Andere geht nur nach hinten los.

Es gibt ja nicht wenige Actionszenen im Film. Welche Beziehung hast du zu Waffen? Und hat es dir Spass gemacht, diese Szenen zu drehen?
Ich bin seit Jahren Mitglied der National Rifle Association. Nein, natürlich nicht. Ich bin überhaupt kein Waffentyp. Das war das erste Mal, dass ich mit Waffen umgehen musste. Es ist mir zu laut, auch mit Schalldämpfer. Und es wackelt wahnsinnig. Es ist nicht so ruhig, wie eine Schweizer Uhr, die man am Handgelenk trägt. Wer will schon so eine AK-47 als Uhr? Das ist einfach nix. Man macht es halt für den Film, es erzählt Etwas und es passt auch dazu, aber ich bin jetzt deswegen kein Waffennarr geworden.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass Bud Spencer mit von der Partie ist?
Ich konnte es nicht glauben. Selbst bei unserer ersten Begegnung konnte ich es nicht glauben. Auch an unserem ersten gemeinsamen Drehtag konnte ich es immer noch nicht glauben. Man ist ja bemüht, so professionell wie möglich zu sein und alle Dinge richtig zu machen. Als dann der Tag vorbei war, dachte ich mir «Verdammt, ich habe einen ganzen Drehtag mit Bud Spencer verbracht.». Das war immer noch absurd. Richtig absurd wurde es aber dann, als ich uns beide gemeinsam zum ersten Mal auf der Leinwand gesehen habe. Da konnte ich es überhaupt nicht glauben. Auch vorhin, als wir gemeinsam ein Interview hatten, war es komisch. Ich komme da hin und er kennt mich, gibt mir die Hand und nimmt mich in den Arm. Ich dachte mir dann «Das kann doch alles nicht sein!». Aber es ist toll!

[Rick Kavanian wurde interviewt von Portmann Media]

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