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Rolf

Thalwil

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Männerherzen - Interview

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Land (Jahr): Deutschland (2009)
Genre:Comedy
Filmlänge:90min
Regie:Simon Verhoeven
Kinostart:08.10.2009
Drehbuch:Simon Verhoeven
Kamera:Jo Heim

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Simon Verhoeven: «So eine Art Herzschmerz-Feeling.»

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Der Regisseur über Herschmerz-Feeling und wieso Komödien keine Message brauchen.

Was war deine Motivation, diesen Film umzusetzen?
Am Anfang habe ich persönliche Geschichten aus meinem Umfeld mitbekommen. Da war bei Freunden von mir plötzlich so ein kollektiver Liebeskummer angesagt. Ein Freund von mir hatte grossen Liebeskummer, weil seine Freundin ihn verlassen hat. Der andere hatte grossen Liebeskummer, weil seine Freundin ihn nicht verlassen hat. Es war so ein Herzschmerz-Feeling in der Luft und da habe ich angefangen ein paar Dialoge und Szenen über Männer zu schreiben. Über die Jahre hinweg ist es gewachsen und ich habe gemerkt, dass es wirklich ein Thema ist und man kann so eine Art «Sex and the City» für Männer machen.

Findet sich der eine oder andere Kollege von dir in dem Film wieder?
Auf jeden Fall. Ich habe das Glück gehabt... Ich glaube eine bessere Besetzung kann man gar nicht kriegen in Deutschland. Ich habe grossartige Schauspieler bekommen. Ich hab das damals auch gar nicht richtig fassen können. Aber das lag auch daran, dass wir lange an dem Buch gearbeitet haben und dann wollten wird das einfach spielen. Und ich bin sehr glücklich darüber, dass mir diese Leute ihr Talent für den Film geliehen haben.

Hast du eine Message? Möchtest du, dass die Zuschauer etwas mitnehmen, wenn sie aus dem Kino kommen?
Nein, ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde eine Message in einer Komödie immer ein bisschen schwierig. Ich möchte in erster Linie unterhalten und die Leute werden viel Spass haben bei diesem Film. Aber wenn sie danach auch nachdenkliche Momente oder angeregte Gespräche haben über Liebe und über Frauen und Männer, dann freut mich das.

Hast du auch ein eigenes Erlebnis in den Film eingebaut?
Ja, natürlich, aber nicht eins zu eins. Natürlich sind da persönliche Erlebnisse von mir drin, ich habe es ja auch geschrieben. Im Grunde ist alles aus persönlichen Erlebnissen und aus persönlicher Fantasie entstanden. Aber ich habe jetzt nie genau eins zu eins ein Erlebnis von mir wiedergegeben, das nicht.

[Simon Verhoeven wurde interviewt von Portmann Media]

Christian Ulmen: «'Sei einfach du selbst!' Das ist doch kompletter Quatsch!»

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Der deutsche Schauspieler spricht vom Aussuchen seiner Rollen und gefährlichen Krokodil-Stunts.

Wie schaffst du es, dich immer wieder so gut in deine Rollen hinein zu versetzen?
Ja, man kriegt einen Text. Ein Drehbuch mit Zahlen. Also mit Seitenzahlen und Dialogen und die lernt man dann auswendig.

Mit welchen Kriterien suchst du dir eine Rolle aus? Du spielst ja immer spezielle Typen.
Das kann man nicht genau erklären. Es ist im Grunde, wie wenn man in einer Buchhandlung ein Buch aussucht. Man liest sich da etwas rein und denkt sich: «Ja, das ist noch ein schönes Buch.» Entweder es gefällt dir oder es gefällt dir nicht. Ich versuche immer die Sachen zu machen, welche dich in der Buchhandlung auch anspringen würden.

Wie eroberst du Frauenherzen? Hast du einen Tipp?
Nein, es gibt auch gar keine Tipps. Dieser ewige Tipp: Sei einfach du selbst! Das ist doch kompletter Quatsch. Wenn jemand wirklich ein Problem hat und nicht weiss wie man eine Frau anspricht, dann muss er vorher einfach nur eine Rolle einstudieren. Und dann den coolen Typen spielen.

Wo lagen die Schwierigkeiten beim Dreh? Gab es eine besondere Herausforderung für dich?
Nein, da gab es überhaupt keine Schwierigkeiten. Es war alles perfekt organisiert. Simon Verhoeven hat ja über sechs Jahre an dem Buch geschrieben und demnach eine lang gereifte Euphorie an das Set mitgebracht. Das lief alles wirklich gut. Ich durfte alle Stunts selber machen. Ich springe in ein Krokodilbecken, welches früher ein Nilpferdbecken war. Das war ein Becken, in welchem noch Kot und Urin von Nilpferden herum schwamm. Ich durfte da rein springen. Das war für mich der grösste Moment.

Aber das Krokodil war nicht echt, oder?
Das Krokodil war tatsächlich echt. Das stimmt. Ich habe mit einem echten Krokodil gekämpft.

Habt ihr das Krokodil vorher betäubt oder die Zähne gezogen?
Nein, aber die Zähne waren in der Tat nicht echt. Aber das Wesen selbst war real.

Gut hast du es überlebt. Wir freuen uns auf den nächsten Film.
Ich freue mich auch.

[Christian Ulmen wurde interviewt von Portmann Media]

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