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Interview

Penélope Cruz: «Er verblüfft jeden einzelnen von uns mit seinen Ideen»

Was sie an ihrer Arbeit als Schauspielerin mag und an Pedro Almodóvar so schätzt.

Es ist schön dich hier in Berlin zu sehen. Es ist immer wieder interessant dich in einem Film von Pedro Almodóvar zu sehen. Ist die Erfahrung mit ihm zu arbeiten von Film zu Film verschieden?
Ja, das ist es. Jedoch spürt man immer wieder die gleiche Energie am Set. Jeder möchte ihm gefallen. Er verblüfft jeden einzelnen von uns mit seinen Ideen und wir sind manchmal richtig baff. Er behandelt uns auch sehr respektvoll. Es gibt Leute die schon über 20 Jahre mit ihm zusammen arbeiten und ihn verehren. So wie ich das auch tue. Wir haben uns immer gefragt, was er wohl an diesem Tag machen wird. Wie er die nächste Szene dreht und wo er die Kamera aufstellen wird. Genau das liebe ich so an der Arbeit mit Pedro. Ich bin mir sicher, dass die meisten Leute, die mit ihm zusammen gearbeitet haben, das Gleiche sagen. Es ist sehr faszinierend, diesen Prozess mitzuerleben.



Du spielst Lena, die im Film einen eigenen Film dreht. Ihr hattet also immer zwei Sets und auch zwei Regisseure. War die Arbeit am Film eine neue Herausforderung für dich?
Es war wirklich eine neue Herausforderung für mich, denn ich musste drei verschiedene Figuren spielen. An manchen Tagen haben wir morgens Szenen mit Lena gedreht und nachmittags mit Bina. Diese zwei Personen sind grundverschieden. Nur schon die Genres der Filme sind verschieden. Der eine geht in die Richtung Komödie und der andere ist ein Drama oder Thriller. Es war sehr interessant für mich, zum Teil zwei- oder dreimal am Tag meine Figur zu wechseln.



Es muss grossartig für dich gewesen sein, die im Skript beschriebenen Figuren zum Leben erwachen zu sehen. Die Figuren sind alle so lebhaft und farbenfroh beschrieben.
Ja, und er macht das jedes Mal. Pedros Skripts sind immer fantastisch. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass ich die Möglichkeit habe, mit solchen Skripts zu arbeiten. Vor allem die weiblichen Figuren, die ich spiele, sind wunderbar dargestellt. Ich habe grosses Glück, denn schon als ich ein kleines Mädchen war, wollte ich mit ihm zusammen arbeiten.



Du drehst deine Filme in verschiedenen Sprachen. Ist dabei Spanisch immer noch deine Lieblingssprache? Kannst du durch deine Muttersprache die meiste Energie in einen Film stecken?
Ich fühle mich zwar immer sicherer wenn ich Filme in Englisch drehe. Ich habe auch schon in Italien und in Frankreich gearbeitet. Aber in der eigenen Muttersprache zu arbeiten, ist schon etwas anderes. Es fühlt sich immer an, als wäre man zu Hause. Es heisst nicht, dass dadurch das Arbeiten einfacher wird. Aber es hat schon seine Vorteile, denn man muss sich nicht dauernd auf die Wörter und die richtige Aussprache konzentrieren. Wiederum muss ich, wenn ich in meiner Heimat Filme drehe, meistens verschiedene Akzente annehmen. Das macht es dann auch wieder schwierig.

Die Fragen stellte Portmann Media

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