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Daniel Radcliffe: «Es war sehr schwierig.»

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Warum Daniel Radcliffe die Szenen mit Michael Gambon die schwierigsten fand.

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Daniel, es ist immer eine grosse Freude, dich zu sehen. Es ist aufregend, zu sehen, dass die Figuren in diesem Film erwachsen geworden sind und sich entwickelt haben. Die Persönlichkeiten bestätigen, dass wirklich in diesem Film. Es muss eine grossartige schauspielerische Herausforderung gewesen sein!
Das war wirklich so, schön, dass du das bemerkt hast! Es war tatsächlich eine grosse Herausforderung diesmal, es war härter. Weil, wie du ja schon gesagt hast, sie sind erwachsen geworden. Glücklicherweise ging es auch uns Schauspielern so! Die Figuren haben uns in diesem Film eigentlich aufgeholt und ich war nur noch 1.5 oder 2 Jahre älter als Harry im Film. Ja, es war tatsächlich sehr schwierig. Am schwierigsten fand ich die Szenen mit Michael Gambon. Er ist einfach grossartig, ich liebte es mit ihm zu arbeiten! Und ausserdem ist er auch noch witzig ausserhalb des Sets. Ja, ich hatte eine sehr gute Zeit bei diesem Film. Auch während dem Dreh von Dumbledores Todesszene, da ich selber noch nie in so einer Trauersituation gewesen bin. Es war sehr schwierig, weil man sich das nicht vorstellen kann und niemals in so einer Situation sein möchte.

Wenn wenn man mit einer Figur aufwächst und ihn auch immer besser versteht, dann verändert sich die persönliche Sicht auf die Dinge.
Ja, ich meine, die Tatsache, dass ich Harry nun schon so lange kenne und spiele, gibt mir gewisse Eindrücke, wie es wohl ist mit Trauer und Tod umzugehen. Das hat es aber überhaupt nicht einfacher gemacht, als wir dann zu dieser Szene gekommen sind. Es fühlte sich an, als ob ich vor einem riesigen Berg stehen würde, den ich plötzlich so schnell wie möglich hochsteigen muss. Da muss man immer drüber hinwegkommen. Aber wenn das dann vorbei ist, findet man meistens etwas.

Harry ist sehr interessant in diesem Film. Ein bisschen manipulativ, ein bisschen romantisch...
Ja das stimmt. Das mochte ich immer an Harry's Charakter. Dass er ziemlich durchtrieben und manipulativ sein kann. Er hat auch ein bisschen eine unaufrichtige Seite, was nicht so schön ist. Der Film wirft auch die Frage auf, ob das Ziel die Art und Weise rechtfertigt, wie man es erreicht. Zum Beispiel bei der Szene, bei der Harry die Information irgendwie aus Slughorn herauskriegen muss. Er macht ihn eigentlich betrunken und schüchtert ihn ein. Er benutzt eigentlich emotionale Erpressung. Er benutzt sogar den Tod seiner Mutter als einen Weg, um Information aus Slughorn rauszukriegen und ihn emotional zu erpressen. Das ist eine grosse Sache! Es wird sehr interessant sein, zu sehen, wie die Leute reagieren. Ich finde, er ist immer noch eine grossartige Figur, auch wenn man in diesem Film eher die dunklere Seite kennenlernt.

Das stimmt natürlich. So wie es eine dunklere Seite gibt, gibt es auch eine humorvollere im ganzen Film! Es kommt zu einer engeren Zusammenarbeit mit den nicht ganz jungen Schauspielern. Das muss auch aufregend gewesen sein!
Sicherlich! Ich meine, wie ich schon sagte, vor allem die Zusammenarbeit mit Michael hat sehr viel Spass gemacht. Die humorvolle Seite im Film finde ich wunderbar. Vor allem die Beziehung von Lavender und Ron ist sehr süss und lustig. Diejenige von Harry und Ginny ist weicher, süsser und lieblicher. Ich denke, es gibt eine schöne Balance. Es ist auch schön, mit der Presse über die schönen wie auch die dunklen Seiten zu sprechen.

Wie viel warst du deinem Charakter voraus? Es ist ein schönes Privileg, dass der Charakter geschrieben wird, während dem du ihn spielst. Hast du die Bücher gelesen, bevor sie fertig waren, oder während dem? Wie war das?
Ich habe die Bücher zum gleichen Zeitpunkt erhalten wie jeder andere auch. Ich hatte keine zusätzlichen Informationen. Aber das Schöne daran, dass die Filme immer weitergehen, ist, dass ich immer früher involviert war, zum Beispiel bei den Scripts früher mitarbeiten und mit anderen Leuten darüber reden konnte. Beim jetzigen Scrip war es so, dass ich gar nichts mehr tun musste. Es war einfach fantastisch. Der siebte Teil wird unglaublich werden. Ich glaube, den Leuten wird es sehr gefallen. Und es ist tatsächlich so, wie du gesagt hast, mit dem Charakter zusammen aufzuwachsen ist ein grosses Privileg. Man erlebt ungefähr die gleichen Sachen wie die Figur, oder hat sie erst vor kurzem erlebt. Ja, du hast völlig recht, es ist ein Privileg und macht es einfacher.

Eines der schönen Themen im Film ist, wie Freundschaft einem Auftrieb geben kann und wie diese drei Freunde füreinander da sind auf eine Art, die wirklich grossartig ist. Wie hat sich das ausgewirkt auf das Schauspiel mit Rupert und Emma? Ihr seid ja eigentlich zusammen aufgewachsen und habt die Figuren zusammen kennengelernt.
Ja, absolut. Ich denke, ich, Rupert und Emma sind alle sehr verschieden in der Art wie wir uns selber sind. Das Wissen, wie es ist, in dieser verrückten 10-Jahres-Reise zu sein, hat aber sonst kein anderer. Und es ist ja noch nicht vorbei, noch lange nicht. Und ich glaube, die Tatsache, dass wir wissen, dass die jeweils anderen die einzigen sind, die das so kennen, ist eine grossartige Verbindung, die nicht zerbrechen wird.

Es gibt viele Leute, die dir Briefe schreiben darüber, wie Harry Potter ihr Leben verändert hat. Gibt es etwas, an das du dich speziell erinnerst? Briefe, die du erhalten oder Menschen, die du getroffen hast?
Es klingt vielleicht ein bisschen merkwürdig, aber da war ein Typ, der mir aus dem Gefängnis geschrieben hat. Er war dort, weil er Internet-Hacking betrieben hat. Er schrieb mir, dass er die Filme mit seinem Sohn angeschaut hat, der zu dieser Zeit ungefähr 6 oder 7 Jahre alt war. Es war das einzige, was die beiden zusammengehalten hat, nachdem er ins Gefängnis gehen musste. Er hat eindeutig bereut, was er getan hatte. Irgendwas fand ich daran sehr schön, denn da war jemand in einer schrecklichen Verfassung und Harry Potter hat es geschafft, die beiden zusammenzubringen. Das war unvergesslich und sehr schön für mich.

[Daniel Radcliffe wurde interviewt von Portmann Media]

Emma Watson: Die Figuren sind viel reifer geworden

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Emma Watson über die sehr enge Zusammenarbeit mit Rupert Grint und Daniel Radcliffe.

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Emma, es ist eine Freude, dich zu sehen. Wie ich schon vor dem Interview gesagt habe, ist dies eine neue Harry Potter-Erfahrung. Die Figuren zeigen noch andere Seiten. Dies zu spielen muss sich total unbekannt angefühlt haben.
Ja, es ist sehr interessant, dass du das sagst, weil dieser und auch der letzte Film fühlen sich wie ganz neue Harry Potter-Filme an, weil viele Sachen anders gemacht sind. Die Figuren sind viel reifer geworden. Ich denke, es richtet sich ein bisschen an ältere Zuschauer. Das ist sehr aufregend.

Es muss eine schauspielerische Herausforderung sein Hermione zu spielen. Sie zeigt viele Emotionen, die du nach aussen ausdrücken musst.
Ja, das ist es tatsächlich. Von den Emotionen her war es einer der härtesten Filme, weil sie wirklich sehr emotional ist. Sie weint, sie wird sehr wütend, sie ist eifersüchtig, sie macht sich Sorgen um Harry... Sie ist eigentlich ein emotionales Wrack! Als Schauspielerin war das grossartig. Es war schwierig, aber ich habe viel gelernt.

In einigen Schlüsselszenen spielt die Technologie eine grosse Rolle, damit man sich besser vorstellen kann, was auf der magischen Seite passiert. Habt ihr bei den Dreharbeiten ein grosses Vorstellungsvermögen gebraucht?
Ja, ich denke, das tut man immer, wenn man mit Special Effects arbeitet. Aber da die Filme sich entwickelt haben, haben wir uns auch immer mehr an Special Effects gewöhnt und an mehr Sachen, um den Film aufregender zu machen.Man muss sehr fantasievoll sein. Und der einzige Weg, dass diese Special Effects wirklich funktionieren, ist, wenn man sie zum Leben bringt. Man muss wirklich glauben, dass sie da sind. Man muss überzeugt sein davon, was man macht.David hat öfters zu uns gesagt, wir seien diejenigen, die sie zum Leben bringen müssen. Denn sie könnten zwar die Vorlagen machen, doch wenn wir nicht dabei wären, dann funktioniere es nicht.

Es muss sehr aufregend sein, eine Figur zu spielen, deren Geschichte erst noch geschrieben wird. War der Enthusiasmus gross, jedes Mal wenn die Bücher herausgekommen sind und ihr sie lesen konntet?
Absolut. Ich glaube, die Macher der Filme und der Bücher haben so viel gegeben. Die Freude, die Aufregung und die Arbeit daran. Keiner wusste, was passieren würde. Ich denke, es war eine sehr aufregende Zeit. Beim letzten Buch gab es einen enormen Hype! Harry Potter war einfach überall! Es war einfach sehr aufregend, ein Teil davon zu sein. Es ist grossartig.

Warst du überrascht, wie sich der Charakter von Hermione entwickelt hatte?Ja, sie hat mich schon überrascht. Ich meine, das ist das Talent von JKR. Man weiss nie, wohin die Geschichte führen wird. Sie ist sehr kreativ und es ist nicht vorhersehbar. Die Geschichte hat so aufgehört wie ich es gehofft hatte. Ich war also sehr glücklich damit.

Ist es immer noch etwas magisches, wenn du am Set ankommst? Du hast dich ja jetzt so daran gewöhnt. All die schönen Requisiten, Sets und Kostüme, die einen in die richtige Stimmung bringen. Ist das immer noch die gleiche Erfahrung?
Manchmal komme ich rein und nehme es einfach als selbstverständlich hin. Wenn man jeden einzelnen Tag für etwas arbeitet, kann man das manchmal vergessen. Egal wie schön und erstaunlich es ist. Manchmal haben wir aber Besucher, z.B. Kindern die uns auf dem Set besuchen. Wenn man dann in diese Gesichter schaut, erinnert man sich daran, wie unglaublich das alles ist und man entwickelt eine ganz neue Begeisterung dafür. Stuart Craig, er ist derjenige der die gesamten Sets und so weiter designt hat, er überrascht einem immer wieder, indem er immer mit neuen unglaublichen Sachen kommt. Es ist wirklich aufregend.

Wie ist es, neue Schauspieler am Set zu haben?
Die, die alle Filme gesehen haben, und nun plötzlich ein Teil davon sind. Es muss eine tolle Erfahrung sein, es durch ihre Augen zu sehen.Ich bin immer daran interessiert, zu sehen, welche neuen Personen und Charaktere aufs Set kommen und was sie davon halten. Ob es so ist, wie sie es sich vorgestellt haben. Es ist interessant, neue Leute zu haben und ich mag das sehr.

Du arbeitest sehr eng mit Rupert und Daniel zusammen. Habt ihr in all den Jahren eine bestimmte Methode entwickelt, die euch in die richtige Stimmung bringt?
Ich glaube, bei Hermione geht es vor allem um die Haare und die Kostüme. Ich trage Haarverlängerungen im Film, denn meine Haare werden nicht so voluminös und lang. Sobald ich also die Haarverlängerungen mache und die Jeans und den Pullover von Hermine anziehe, fühle ich mich, als sei ich die Figur selber. In diesem letzen Film hatten wir in Betracht gezogen, dass Hermione ein bisschen kürzere Haare, und keine Verlängerungen hat. Ich hatte mich eigentlich darauf gefreut, denn es braucht immer seine Zeit, es anzupassen und daran herumzuprobieren. Aber irgendwie hat es sich einfach nicht richtig angefühlt. Ich brauche das irgendwie, um mich in diese Figur hineinzufinden. Bei Hermione geht eigentlich alles um die Haare!

Du hast eine grosse Fanbase für die Rolle der Hermione. Liest du die Briefe, und verfolgst du diese Dinge oder ist es manchmal einfacher, das einfach zu ignorieren?
Ich versuche, viel davon zu lesen. Aber ich distanziere mich auch davon. Denn viele Briefe von Männern sind eigentlich für Hermione und ich nehme sie eigentlich nur an ihrer Stelle an. Ich distanziere mich einfach ein bisschen davon. Es ist manchmal nicht so gut für den Kopf, zu viel davon zu lesen. Manchmal liest man etwas und ist danach sehr froh, es gelesen zu haben. Manchmal gibt es zum Beispiel Leute, denen die Bücher geholfen haben, durch schwierige Zeiten zu kommen. Oder denen die Bücher geholfen haben, lesen zu lernen, oder mit Lesen anzufangen, weil sie es vorher nicht gemocht haben. Diese Briefe sind sehr schön. Weil man weiss, das man im Leben eines anderen wirklich einen Unterschied gemacht hat. Das ist schön.

Was denkst du, hat die Bücher so erfolgreich gemacht? Und demzufolge natürlich auch die Filme.
Ich glaube, am speziellsten daran ist, dass die Bücher zusammen mit den Lesern gewachsen sind. So wie ein Kind sich entwickelt und älter wird, tun das auch die Bücher. Man wächst also nie aus dieser Serie heraus, da sie eigentlich mit einem zusammen aufwächst. Ein Teil davon zu sein, ist so aufregend für mich, weil es normalerweise bei Serien so ist, dass das erste grossartig ist, das zweite noch okay, und das dritte ist dann nur noch Müll. Aber bei Harry Potter wird es einfach immer besser und besser. Die Leistungen werden besser, die Special Effects werden besser, die Regie wird gewagter, wir alle gehen mehr Risiken ein. Ich glaube, das ist der Grund, dass es immer noch da ist und so beliebt war für eine so lange Zeit

Eine letzte Frage über die Liebe, die ja ein grosses Thema im Film war. Denkst du, dass die vielen Liebesgeschichten grosse Begeisterung ausgelöst haben?
Ja, ich glaube schon, dass es so etwas wie Begeisterung ausgelöst hat. Es bringt einfach noch ein bisschen Spannung und Spass rein. In den Büchern ging es nie besonders um die Liebe, es ging eher um den Spass. Ich glaube, das macht es wirklich aufregend.

Könntest du Daniel und Rupert in einigen Worten beschreiben?
Oh mein Gott... Dan ist voller Energie. Rupert ist eher entspannt, aber es ist wunderschön, um ihn herum zu sein. Er ist sehr sanftmütig. Er ist sehr lieb und das ist schön.

[Emma Watson wurde interviewt von Portmann Media]

Evanna Lynch: «Wirklich in der Schweiz war ich noch nie.»

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Evanna Lynch über ihre Ähnlichkeiten mit Luna und die Schönheit der Schweiz.

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Es ist schön Dich hier in Zürich zu sehen Evanna. Du bist gestern angekommen.
Ja wir sind gestern angekommen.

Hattest Du Zeit die Stadt anzuschauen und etwas einkaufen zu gehen?
Ja wir haben uns etwas umgeschaut. Wir waren auf einer Tour quer durch die Stadt. Wir haben viele Sachen gesehen, unter anderem auch eine tolle Kirche. Die gefiel mir sehr. Wir sind auch in verschiedenen Schokoladen-Läden gewesen und haben noch einen Bootsausflug gemacht. Es war sehr schön.

Bist Du das erste Mal hier in der Schweiz?
Ja es ist das erste Mal. Ich war einmal in Frankreich, also ich war schon sehr nahe aber wirklich hier in der Schweiz war ich vorher noch nie.

Du spielst die etwas verrückte Luna Lovegood. Hast Du gewisse Ähnlichkeiten mit ihr?
Ich mag es eigentlich nicht wenn man Luna verrückt nennt. Sie ist einfach sehr ehrlich zu sich selber und täuscht niemanden etwas vor. So ist sie. Sie steckt sich auch nicht am Stress der anderen Leute an. Ich denke, dass ihre Art und ihre Überlegungen von ihrem Vater kommen. Er erzählt ihr all diese Sachen. Ich mag es sehr an ihr, dass sie nicht voreingenommen ist. Sie versucht immer beide Seiten zu sehen. In dieser Hinsicht bin ich sehr ähnlich. Ich versuche auch immer sehr offen zu sein.

Was hat sich in Deinem Leben verändert, seit Du Luna spielst?
Es ist einfach etwas mehr los als vorher. Ich reise sehr viel und lerne neue Leute kennen. Ich war schon in verschiedenen Ländern, wie Italien, jetzt die Schweiz und wir werden noch nach Brüssel reisen. Klar, ich sehe einiges mehr von der Welt. Man wird fast gezwungen mit dieser Art Leben aufzuwachsen. Man versucht eine gute Balance zwischen dem privaten und dem Filmleben zu finden. Aber wenn man dann wieder nach Hause kommt, ist es wieder dasselbe wie immer. Meine Familie und meine Freunde kennen mich und sie gehen genau gleich mit mir um wie vorher. Man kann sich von beiden Leben etwas herausnehmen.

Da bei den Harry Potter Filmen immer wieder die gleichen Schauspieler dabei sind, muss es sich doch wie eine Familie anfühlen. Ist das richtig?
Das ist richtig ja. Ich bin zwar eher etwas später dazu gestossen, erst im fünften Film. Jeder kennt sich und doch sind alle auch sehr offen gegenüber neuen Mitglieder. Wenn die Dreharbeiten beendet sind, geht jeder wieder in sein eigenes Leben zurück oder geht weiter zu neuen Filmprojekten. Es passiert manchmal, dass man sich fragt, ob man das ganze nur geträumt hat. Und wenn dann der nächste Film wieder startet, geht man zurück und alles fühlt sich wieder normal an. Es ist schön zu wissen, dass man all diese Kontakte und das alles hat. Ich weiss nicht was danach passieren wird.

Mit welchen Schauspielern hast Du Dich am Besten verstanden?
Ich bin mit vielen gut ausgekommen. Im fünften Film bin ich am besten mit Bonny und Cathy ausgekommen. In diesem Film hatte es viele neue Leute dabei. Jessy war sehr nett. Ich war sehr gerne mit ihr zusammen und habe mit ihr geredet. Denn sie ist sehr selbstsicher. Ich finde es eher schwer mit neuen Leuten in Kontakt zu kommen und sie hat mir gezeigt, dass es kein Problem ist und dass ich das ganze etwas lockerer sehen kann.

[Evanna Lynch wurde interviewt von Portmann Media]

Matthew Lewis: «Ich bin auch in einer Band.»

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Matthew Lewis über das Abenteuer Harry Potter - und sein Leben daneben.

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Matthew, schön, Sie hier in Zürich zu treffen. Sie sind ja bereits gestern in der Schweiz eingetroffen...
Das ist richtig. Wir sind gestern Nachmittag angekommen.

Und was haben Sie den ganzen Tag gemacht?
Wir waren ein wenig in der Stadt und haben Schokolade gegessen. Ich war so was von vollgefressen. Eure Schokolade ist aber wirklich sehr gut. Ich habe mir welche gekauft und werde sie mit nach Hause nehmen. Ich glaube aber nicht, dass sie lange reichen wird (lacht). Nachher haben wir noch eine Bootsfahrt gemacht. Das war sehr schön und ich habe viel von Zürich und der Umgebung gesehen. Dann waren wir noch im FIFA-Hauptquartier. Ich mag Fussball sehr, deshalb war das auch eine tolle Erfahrung.

Zum Film: Sie spielen Neville Longbottom. Wie schlüpfen Sie jeweils in diese Rolle? Nach sechs Filmen muss es ja schon eine ziemliche Gewohnheitssache sein.
Es ist seltsam. Ich bin Schauspieler seit ich fünf Jahre alt bin und mit Harry Potter begann ich mit elf. Es war komisch, denn normalerweise spiele ich eine Figur nicht über einen so langen Zeitraum. Man merkt dann, dass man manchmal einfach auf Autopilot schaltet und ganz leicht in die Rolle schlüpfen kann. Ich glaube, ich kenne Neville nach neun Jahren auch schon ziemlich gut. Es ist also nicht so schwierig, mich in der Rolle jeweils wieder zurecht zu finden. Man muss aber darauf achten, dass alles trotzdem noch frisch bleibt und man nicht zu faul wird und es zu locker nimmt. Es gibt immer neue Elemente, die man in die Rolle integrieren kann.

Haben Sie auch etwas gemeinsam mit Neville?
Ich habe etwas sehr entscheidendes gemeinsam mit ihm. Ich bin auch extrem vergesslich und sehr ungeschickt. Ich bin aber in der Schule und auch bei den Frauen ein bisschen erfolgreicher als er. Oder ich hoffe auf jeden Fall, dass es so ist. Aber wie gesagt, ich bin wirklich sehr vergesslich und werde immer in dumme Sachen verwickelt.

In diesem Film kommt ihre Figur nicht so oft zum Zug. Wie war das für Sie?
Es war schon komisch, mich quasi auf den Rücksitz zu setzen. Dieser Film konzentriert sich extrem stark auf die Hauptfiguren Harry, Ron, Hermione, Dumbledore und Snape. Der ganze Dreh war für mich natürlich einiges lockerer als bei den Filmen zuvor, weil ich nicht so viel zu tun hatte. Ich habe es aber lieber, wenn ich mehr zu tun habe. Ich arbeite gerne. Wir sind jetzt schon dran, «Harry Potter and the Deathly Hallows» zu drehen. In diesem Film habe ich viel mehr Dialoge. Das geniesse ich sehr. Ich muss zwar sehr früh aufstehen und komme erst spät am Abend ins Hotel zurück. Aber ich geniesse diesen ganzen Arbeitsablauf. Es war also schon ein wenig schwierig für mich beim aktuellen Film, weil ich nicht so viel zu tun hatte. Aber als ich mir den Film anschaute, war es toll, denn ich konnte ihn als Fan sehen und nicht als Schauspieler, weil ich nicht so stark involviert war. So konnte ich die Geschichte einfach auf mich wirken lassen.

Wie ist es für Sie, ein Teil dieser unglaublich grossen Harry Potter-Franchise zu sein?
Es ist verrückt. Ich denke gerade wieder, dass ich erst elf war, als das angefangen hat. Wegen dem Erfolg der Bücher wussten wir schon, dass die Sache wohl ziemlich gross werden würde. Aber ich hätte nie gedacht, dass es diese Grössenordnung erreichen würde. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal in die Schweiz reisen würde, um einem Fernsehsender Interviews zu geben. Es ist wahnsinnig. Aber gleichzeitig hatten wir immer eine sehr gute Zeit. Es war absolut fantastisch mit all den Leuten, die ich getroffen und den Orten, die ich besucht habe. Diese Erlebnisse werde ich nie vergessen.

Wie gehen Sie denn mit der Presse und dem wachsenden Interesse an Ihrer Person um?
Es geht ganz ausgezeichnet. Die meisten Presseleute, die ich getroffen habe, waren absolut fantastisch. Sie waren immer sehr nett zu mir. Ich glaube, das liegt auch daran, weil die Filme Leuten aus allen Bevölkerungsschichten gefallen. Es sind ja nicht nur Kinderfilme. Man merkt es auch bei den Journalisten, dass sie Harry Potter mögen, denn sie sind meist sehr gut aufgelegt. Ich hatte bisher wirklich noch nie Probleme mit der Presse.

Sie sagten, dass Sie momentan schon den nächsten Potter-Film drehen. Was für Pläne haben Sie denn ausserhalb von «Harry Potter»?
Das ist eine gute Frage. Ich habe vor etwa einem Monat einige Szenen für den nächsten Potter-Film gedreht. Dan (Radcliffe / Harry Potter), Rupert (Grint / Ron Weasley) und Emma (Watson / Hermione Granger) sind jetzt noch mitten in den Dreharbeiten. Ich werde dann im Oktober wieder dazu stossen, und habe jetzt also ein wenig Freizeit. Ich sitze oft zu Hause und schaue fern... Sehr viel sogar. Ich bin auch in einer Band und spiele Gitarre. Zum Glück haben wir im Moment auch richtig gutes Wetter in England. Die Weltpremiere war eine Ausnahme, wie Sie vielleicht gesehen haben. Es hat gegossen wie aus Kübeln. Aber davor war es wirklich gut und ich habe mich oft mit Freunden zum Barbecue getroffen. Ich werde mich mehr um meine Schauspielkarriere kümmern, wenn das ganze Harry Potter-Projekt dem Ende zugeht. Ich möchte mit der Schauspielerei schon sehr gerne weitermachen. Auch nach Harry Potter. Also muss ich mich in den nächsten Monaten vielleicht einmal nach etwas Arbeit umsehen.

[Matthew Lewis wurde interviewt von Portmann Media]

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