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Coraline - Interview

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Land (Jahr): USA (2009)
Genre:Adventure, Animation, Fantasy
Filmlänge:100min
Regie:Henry Selick
Kinostart:27.08.2009
 10.06.2009 (Romandie)
 03.07.2009 (Tessin)

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Dakota Fanning: «Genau das ist die Herausforderung einer Voice-Over-Rolle»

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Dakota Fanning über ihre Voice-Over-Rolle als Coraline und die Message des Films.

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Es ist schön, dich hier in Los Angeles zu sehen. «Coraline» ist ein einzigartiges Projekt. Wie war es für dich, diesen Prozess mitzuerleben?
Es war sehr interessant. Ich habe sehr lange an diesem Film mitgearbeitet. Immer wenn ich wieder damit begonnen habe, war ein weiterer Teil komplett fertig gemacht. Es machte grossen Spass, diesen Prozess zu beobachten. Aber leider haben wir vom Film selbst zwischendurch nicht viel gesehen. Erst ganz am Schluss. Das war schon schwer für mich.



Es muss eine Herausforderung für dich gewesen sein, diese spezielle Figur nur durch deine Stimme darzustellen. Wie hast du dich darauf vorbereitet?
Es war wirklich sehr schwer, all dies mit meiner Stimme darzustellen. Der Film beinhaltet viele verschiedene Emotionen und es passiert auch immer etwas. Das alles nur mit der Stimme darzustellen, war wirklich schwer. Aber genau das ist die Herausforderung, wenn man eine Voice-Over-Rolle hat.



Wie würdest du Coraline beschreiben?
Sie kann sich sehr schlecht selbst unterhalten. Sie braucht Aufmerksamkeit, einen Freund oder einfach jemanden, der mit ihr zusammen ist. Und das kann manchmal zu einem Problem werden.



Der Film beinhaltet verschiedene Messages. Welche davon fandest du am interessantesten?
Der Film hat wirklich viele Messages. Wahrscheinlich ist die Hauptmessage die interessanteste davon. Es wird gezeigt, dass wir immer etwas wollen, was wir nicht haben, oder etwas, was andere haben. So sind wir nun mal. Coraline sieht etwas, das besser ist als das, was sie bis jetzt hatte. Oder sie denkt zumindest, es wäre besser. Wenn sie sich dann etwas mehr damit beschäftigt, merkt sie, dass alles sehr einschüchternd und böse ist. Sie realisiert, dass es sogar einschüchternder ist als ihre bisherige Welt.



Neben deiner Stimme hört man auch die von Teri Hatcher und vielen anderen. Aber bei den Aufnahmen seid ihr immer alleine und trefft die anderen gar nicht. Wie funktioniert das?
Die Einzige, die ich je getroffen habe, ist Teri. Und wir haben uns nicht einmal bei den Aufnahmen getroffen, sondern an einem Event. Es war schon sehr frustrierend. Ich hätte so gerne alle kennen gelernt und vielleicht Freundschaften geschlossen. Bei diesem Film habe ich wirklich niemanden getroffen. Aber ich hoffe, das wird sich noch ändern. Ich bin mir eigentlich sicher.

[Dakota Fanning wurde interviewt von Portmann Media]

Teri Hatcher: «Es war schwer für mich, so zu spielen, denn ich bin überhaupt nicht so in meinem richtigen Leben.»

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Teri Hatcher erzählt, wie es war, drei verschiedene Muttertypen zu spielen und was der Film bewirken kann

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Es ist schön, dich hier zu sehen. Es muss Spass gemacht haben, bei diesem Film dabei zu sein. Ich habe vorhin noch eine Aufnahme von dir gesehen, bei welcher du dich bestens amüsiert hast bei den Dreharbeiten.
Es war eine tolle Zeit. Es war fantastisch mit unserem Regisseur Henry zusammen zu arbeiten. Es war sehr aufregend.



Du spielst öfters die Rolle der Mutter. In «Desperate Housewives» spielst du Susan und hier hast du sogar drei verschiedene Mutter-Rollen. Wie ist das für dich?
Die drei Mutter-Rollen, die ich spiele, sind grundverschieden. Und in keiner Rolle sehe ich Teri oder Susan wieder und da bin ich froh. Es sind alles verschiedene Muttertypen und sie haben überhaupt nichts mit mir oder mit den Projekten, an denen ich arbeite, zu tun. Die erste und eigentlich auch richtige Mutter ist sehr frustriert und erschöpft. Auf eine gewisse Art liebt sie ihre Tochter sehr, doch sie merkt leider nicht, wie einengend sie ist. Es war sehr schwer für mich, so zu spielen, denn ich bin überhaupt nicht so in meinem richtigen Leben. Ich bin eher das Gegenteil. Die zweite Mutter hat das perfekte Gefühl für Coraline und es war eine Herausforderung für mich, das zu spielen, ohne aufgesetzt zu wirken. In der dritten und einschüchterndsten Rolle konnte ich alles geben. Ein paar meiner Freunde haben den Film gesehen und ihre Kinder sagten, sie wollen nicht mehr bei mir übernachten. (lacht)



Der Film ist viel mehr als nur ein Animationsfilm. Es geht darum, dass sich die Leute nach dem Film Gedanken machen, wie ihr Leben in ihrer Fantasie wohl aussehen würde.
Es ist ein fantastischer Film, der visuell sehr magisch in 3D präsentiert wird. Es ist eine wunderbare Unterhaltung. Aber doch geht es sehr real zu und her. Kinder können sich schnell in eine Vorstellung vertiefen, von welcher sie denken, dass sie besser ist und sie glücklicher macht. Man kann sich darin verlieren und fragt sich dann plötzlich, wie man wieder herauskommt. Man möchte wieder zurück, aber es geht nicht. Das ist sehr real. Ich wünsche mir, dass die Eltern und die Kinder, wenn sie aus dem Kino kommen, erfreut sind und denken: Was für ein Film! Doch es sollte auch ihre Gedanken anregen und vielleicht fragen sie schon am nächsten Tag ihre Kinder, ob sie sich auch schon mal so gefühlt haben und weglaufen wollten. Ob sie genügend Aufmerksamkeit bekommen und ob es etwas gibt, worüber sie reden möchten. Vielleicht können Eltern und Kinder nach diesem Film besser miteinander kommunizieren.

[Teri Hatcher wurde interviewt von Portmann Media]

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