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Coco avant Chanel - Interview

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Aka Titel:Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft
Land (Jahr): Frankreich (2009)
Genre:Drama
Filmlänge:105min
Regie:Anne Fontaine
Kinostart:28.05.2009
 22.04.2009 (Romandie)
 29.05.2009 (Tessin)

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Audrey Tautou: «Wir haben das gleiche Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit»

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Die Französin über ihre Begeisterung für Coco Chanel und allfällige Gemeinsamkeiten.

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Es ist schön dich hier in Paris zu sehen Audrey. Es ist sehr interessant in das Leben von Coco Chanel einzutauchen und zu sehen was sie alles bewirkte.
Ja was ich an der Geschichte so mag, war die Art wie unsere Regisseurin Anne Fontaine die Persönlichkeit von Coco ans Licht brachte. Dieser Film zeigt die menschliche Seite von ihr. Sie war eine fantastische Frau, sehr modern und einzigartig.

Der Film zeigt, dass die Beobachtungen die sie im Alltag machte, viel ihre Arbeit beeinflusste. Das muss für dich auch wichtig gewesen sein, um sie richtig darzustellen.
Ja sie hatte eine spezielle Art die Leute oder die Sachen um sie herum wahrzunehmen. Diese Beobachtungen haben sie inspiriert und sie waren sehr wichtig für ihre Arbeit. Ich glaube um in einer solchen Welt erfolgreich zu sein, muss man sehr aufmerksam und genau sein.

Anne Fontaine hat von dir geschwärmt, wie ähnlich du Coco Chanel seist. Sie hätte manchmal das Gefühl gehabt die lebendige Coco vor sich zu haben. Siehst du ebenfalls Parallelen?
Ich kann nicht sagen, dass ich genau wie sie bin. Sie hat etwas so Grosses erschaffen und ist eine so fantastische Person. Von daher gesehen, fühle ich mich überhaupt nicht wie sie. Aber vielleicht haben wir das gleiche Bedürfnis nach Freiheit und Unabhängigkeit.

[Audrey Tautou wurde interviewt von Portmann Media]

Allessandro Nivola: «Ich wusste nur, dass meine Frau ihr Parfüm benutzt»

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Der Amerikaner über seine Rolle im Biopic und was er alles nicht kann.

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Es ist schön dich hier in Paris zu sehen. Dieser Ort ist perfekt um die Fashion-Ikone Coco Chanel zu feiern. Wieviel hast du über sie gewusst, bevor du dich mit dem Projekt beschäftigt hast?
Ich wusste praktisch gar Nichts über Coco Chanel, ausser dass sie ein Parfüm kreiert hat, dass meine Frau benutzt. Es war mir schon bewusst, dass sie eine grosse Figur in der feministischen Bewegung war. Sie war eine der ersten modernen Frauen ihrer Zeit. Aber über die Details ihres Lebens wusste ich praktisch gar nichts. Und ich war überrascht wie dramatisch es war, als ich das Skript zum ersten Mal las.

Auch wenn ihr Leben sehr dramatisch ablief, wurde der Film doch sehr poetisch gehalten. Musstest du dich darauf erst einstellen?
Ich war ehrlich gesagt überrascht, als ich den Film zum ersten Mal sah, wie man sich dem angenommen hatte. Man sieht nichts melodramatisches darin. Die Art und der Stil ist sehr unauffällig und gehalten. Es gibt jedoch auch ein paar Schlüsselszenen, die einen dann sehr bewegen und mitreissen. Diese wurden extra nicht für jede Szene verschwendet. Der Film wurde auf eine sehr kontrolliere Art gemacht, die ganzen Einstellungen und auch die Performance war sehr kontrolliert.

Konnte man sich gut über die Personen informieren, die in Cocos Leben eine Rolle gespielt haben? Wie habt ihr euch vorbereitet?
Ich habe mich nach diesem Buch orientiert. Ich denke das beste Nachforschungsmaterial ist immer das, welches man lesen kann. Das Buch wurde von einem guten Freund von Chapel und Coco geschrieben. Es hiess Louis & Irene und war eine fiktive Geschichte über eine Liebesaffäre. Aber ich war mir sicher, dass es auf der Romanze von Chapel und Coco basierte. Ich las dieses Buch und bekam einen Eindruck der Dinge von damals und wie er wohl gewesen sein mag. Aber am meisten brachten mich die Fotos weiter. Ich sah den riesen Schnurrbart den ich tragen sollte. Ich hatte dazu ja auch noch diese dunklen schwarzen Haare. Als ich damit die Strassen entlang lief, fragten sich alle ob ich wohl Freddy Mercury sei. Es war viel Arbeit um mich auf diese Rolle vorzubereiten. Mein Französisch war überhaupt nicht auf dem neusten Stand, als ich mit diesem Job anfing. Ich hatte es nur kurz in der Schule und für ein paar Wochen während den Ferien mit meiner Familie als ich 14 Jahre alt war. Aber mehr nicht. Zwei Monate bevor das Projekt startete, kam ein Lehrer zu mir nach Brooklyn nach Hause und ich musste täglich zwei Stunden Grammatik und Vokabeln büffeln. Und Chapel konnte irgendwie alles. Er spielte Pool, Piano oder tanzte. Es gab nichts dass er nicht konnte. Und das waren alles Dinge die ich nicht konnte und lernen musste. Es ist ähnlich wie früher, als man lernte Mädchen anzusprechen oder die Schule zu beenden hat.

[Allessandro Nivola wurde interviewt von Portmann Media]

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