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Chéri - Interview

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4

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Land (Jahr): Deutschland, Grossbritannien (2009)
Genre:Romance
Filmlänge:90min
Regie:Stephen Frears
Kinostart:18.06.2009
 08.04.2009 (Romandie)
Drehbuch:Colette

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Michelle Pfeiffer: «Ich trage nie wieder ein Korsett.»

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Der Hollywoodstar über unbequeme Kostüme und was diese mit dem Kindergriegen zu tun haben.

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Wie war es mit Stephen Frears zu arbeiten?
Er ist sehr lustig und smart. Es ist immer wieder eine Freude mit so einem Regisseur zu arbeiten.

Was haben Léa, die Figur die sie spielen, und Madame Peloux für eine Beziehung zueinander?
Es ist eine gewisse Seelenverwandtschaft, ein spezielles Verständnis für einander. Wenn man ähnliche Situationen erlebt hat, entwickelt man ein unausgesprochenes Verständnis für einander und es entwickelt sich eine innerliche Verbundenheit. So unabhängig diese Frauen auch sind, es ist immer eine gewisse Isolation da. Denn schlussendlich ist es ja Prostitution. Doch ich glaube man tendiert dazu anderen Menschen schneller zu vertrauen, die eine ähnliche Vergangenheit haben.

Wie ist die Beziehung zwischen Léa und Chéri?
Sie verwöhnt ihn, aber sie bringt ihm auch viel bei. Sie bringt ihm Sachen auf eine Art bei, wie es für eine Mutter unmöglich ist. Dies ist klar, ich denke da an das sexuelle Element im Film. Es war als würde er in eine Schule geschickt werden um seinen Charme zu perfektionieren.

Was mag Léa an Chéri?
Sie kann das Geheimnisvolle und das Dunkle das ihn umgibt nicht durchbrechen. Sie hat es nie geschafft. Einen Teil von ihm hat er ihr nie gezeigt. Und ich glaube das war das erste Mal das ihr so etwas passierte.

Wie waren die Kostüme?
Sie waren ein Albtraum. Ich meine sie waren unglaublich schön aber das Korsett war sehr schmerzhaft. Es ist wie nach einer Geburt, man sagt sich: nie wieder! Aber dann vergisst man es wieder. Nein das Korsett war wirklich sehr schmerzhaft.

Wie war es in Paris zu drehen?
Es war Frühling und unglaublich schön. Und die französische Sprache gefällt mir sehr. Es war eine sehr schöne Zeit.

[Michelle Pfeiffer wurde interviewt von Portmann Media]

Kathy Bates: «Die Kurtisanen hatten eine grossen Einfluss»

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Kathy Bates erklärt die historischen Hintergründe von «Chéri».

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Beschreiben sie uns die Welt, in der «Chéri» spielt etwas näher.
Es ist eine Welt, von der nicht mehr viele Leute etwas wissen. Die Geschichte spielt kurz nach der Jahrhundertwende. Zu dieser Zeit gab es die sogenannten Kurtisanen. Ihre Geliebten gehörten zu den Berühmtesten und Reichsten. Es waren Könige, Prinzen und Herzöge, von überall aus Europa. Die Kurtisanen wurden mit der Zeit zu einer starken Gruppe von Frauen. Sie wurden sehr wohlhabend und hatten einen grossen Einfluss. Im Film werden auch ein paar genannt, die man sehr gut kannte. Michelle Pfeiffer spielt die Kurtisane, zu der sich Chéri hingezogen fühlt. Der Film spielt am Ende ihrer glorreichen Tage. Sie sind durch ihren Beruf gealtert. Meine Figur Madame Peloux ist überhaupt nicht mehr im Geschäft. Und das ist auch der Grund warum ihr Geld so wichtig ist. Es gibt keinen Weg mehr ihr Leben so zu gestalten, als spiele Geld keine Rolle. Das ist der Grund warum sie Léa unterstützt und ihr hilft, so gut es geht.

Wie ist die Beziehung zwischen Léa und Madame Peloux?
Es ist eine seltsame Freundschaft. Sie sind auf eine gewisse Weise Rivalinnen. Madame Peloux ist auf Léas Schönheit eifersüchtig. Es ist eine unausgesprochene Rivalität.

Und wie war die Beziehung zwischen Ihrer Figur Madame Peloux und Chéri?
Madame Peloux war nicht wirklich eine gute Mutter. Und ich glaube das war bei allen Kurtisanen so, dass sie es nicht wirklich mochten, wenn ein Kind dabei war. Denn das Kind markierte in den Augen anderer sehr genau ihr Alter. Sie war zwei Jahre mit diesem Prinz oder Herzog zusammen und hat das Kind sehr oft in der Obhut von älteren Freunden oder Krankenschwestern gelassen. Er hatte eine sehr einsame Kindheit und ich glaube das hat seinen Charakter geprägt. Er hat keine wirklichen Wurzeln in seinem Leben.

[Kathy Bates wurde interviewt von Portmann Media]

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