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Filmkritik

Schöne neue Welt

Mit einem Millionenbudget bringt James Cameron seinen Bubentraum um eine edle ausserirdische Stammesgesellschaft auf die Leinwand. Erstmals seit «Titanic» führt er wieder Regie bei einem Kinofilm und zeigt erneut, dass er den Hollywood-Blockbuster perfekt beherrscht - mit all dessen Stärken und Schwächen.

James Camerons Langzeitprojekt erzählt die Geschichte eines Soldaten, der in einem künstlichen Körper, einem sogenannten Avatar, das Vertrauen einer ausserirdischen Stammesgesellschaft erschleichen soll. Denn der Planet dieser Ausserirdischen ist reich an Bodenschätzen und der geldgierige Chef einer gigantischen Firma will die Einheimischen mit allen Mitteln vertreiben. Der Söldner lernt die naturverbundene Lebensweise der Ausserirdischen kennen. Als er sich in eine Alien-Frau verliebt, gerät er endgültig in Konflikt mit seinem Auftrag.

Camerons Film kombiniert computeranimierte Bilder mit Realfilm, wobei die Animation derart Überhand gewinnt, dass das Ganze fast als Animationsfilm durchgehen könnte. «Avatar» ist ein beeindruckendes Spektakel, das bis ins letzte Detail perfekt gestaltet ist - in Sachen 3D-Effekte und Computeranimation sucht der Film seinesgleichen. Die grossgewachsenen, blauen Ausserirdischen, die auf dem Filmplakat noch äusserst seltsam anmuten, gewinnen mit ihren katzenartigen Bewegungen viel Eleganz, und auch die realen Schauspieler fügen sich nahtlos in die üppige Flora und Fauna des computeranimierten Dschungelplaneten ein.

Cameron ist sich der Fähigkeiten seines Special-Effect-Teams durchaus bewusst und trägt deshalb immer wieder mal etwas zu dick auf. Jede Einstellung schreit nach Anerkennung, jede Blume und jede Mücke soll zum Leistungsausweis werden. Der ganze Dschungel glänzt und blinkt in bonbonbunten Farben, und wenn in der Nacht selbst die Bäume und das Wasser zu leuchten anfangen, wünscht man sich, Cameron hätte mit einer etwas kleineren Kelle im Farbtopf gerührt. Die meisten Landschaften sind äusserst gelungen, doch ab und zu schlägt die Farbenpracht überdeutlich in Kitsch um.

Dasselbe geschieht auch mit der Story: Sie revitalisiert das Klischee des edlen Wilden, der sich gegen den zivilisierten, weissen Mann behaupten muss. Doch bei allem Ethnokitsch um die ausserirdische Gesellschaft mit ihren Indianer-Weisheiten und afrikanischen Stammesriten kann der Film seine Herkunft dann doch nicht leugnen - so bleibt es der weisse Mann, dem die Eingeborenen sich unterwefen und der sie zum Sieg führt. Aber auch wenn der Film einige Male in Banalitäten abdriftet und trotz seiner Überlänge: «Avatar» ist äusserst unterhaltsam. Und die 3D-Technik setzt neue Massstäbe.

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Mein Kommentar
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392 Kommentare
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juuhuiii

Aufwendiger Film - sehr gute Story - Umsetzung 3D und die Schauspielerleistung hat mich nicht überzeugt.
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italian-girl

Ein FIlm, bei dem es wirklich Sinn macht, 3D zu schauen! Super Story, Super Grafik!
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jamey80

Der Film ist sehr gut gemacht aber. In 3D echt sehenswert!
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stephelbine

Die Bilder vielleicht nicht schlecht, aber auch nicht gerade kreativ. Wie Pocahontas nur in eine andere Welt versetzt. Hat mich sehr enttäuscht.
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Leander

Super Farben und der 3D im Kino war genial!!
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büebel

Wunderschön gemachter Film, bei dem sich 3D echt lohnt!
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Ursula

Absolut sehenswert, die Botschaft die von dem Film ausgeht ist super. Sowohl für den Mann als auch die Frau einfach sehenswert. Allein die phantastischen Bilder in 3D lassen staunen und bringen Visuel...
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Stefan

Ich persönlich finde den Film eine Wucht - die Story mit Tiefgang (Zerstörung Natur; Profitgier, Macht) und der Soundtrack - Hühnerhautstimmung.
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Starla

Absolu genial. Ich mag die Farben und in diesem neu, nie dagewesene Ideen einer "neuen" Welt kommen Träume an, es regt das Träumen an... schön das auch mal die Kultur einer solchen Welt zum Thema wird...
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Jossea

Absolut genialer Film. Einer der einzigen der letzten Jahre, der mich wirklich gepackt und berührt hat. Grossartiges Kino.
392 Kommentare

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