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Interview

Rob Schneider: «Adam kam immer nach zwei Stunden rein und lachte mich aus, weil ich nochmal zwei Stunden vor mir hatte.»

Fast keiner weiss, dass er im Film mitspielt weil er so gut getarnt ist, doch das schmeichelt ihm nur.

Rob, als Adam Sandler Ihnen dieses Projekt unterbreitet hat, waren Sie bestimmt sofort davon angetan ...
Ja, ich wusste schon lange davon, durfte allerdings nichts verraten. Ich dachte allerdings erst, dass Armee und Haareschneiden nicht zusammenpassen. Aber es ist total lustig. Normalerweise gibt Adam Sandler immer mir und einigen anderen Kollegen die lustigen Figuren und er selber ist der anständige, starke Typ. Aber diesmal spielt er selbst den absolut dämlichen und albernen Vollidioten. Das ist wirklich lustig.

Wenn man den Film sieht, glaubt man sofort, dass Ihr alle beim Drehen grossen Spass hattet.
Ja, das hatten wir schon. Aber Adam musste trainieren, mich haben sie mit Make Up vollgeschmiert und einen Nahöstlichen Akzent musste ich mir auch aneignen. Es war schon eine Herausforderung. Wenn ich jemanden mit einer anderen Nationalität spiele, will ich auch wirklich so sprechen und so meinen Respekt zeigen. Ich habe dafür extra mit palästinensischen Schauspielern gearbeitet. Es war schwieriger als bei anderen Rollen, alles exakt so zu treffen, wie ich es wollte.

Wie war es, mit Adam zu arbeiten? Er nimmt es ja sehr genau ...
Es funktionierte. Ich kenne Dr. Salome, einen palästinensischen Doktor. Er ist ein Freund meines Vaters und ich liess ihn alle meine Dialoge auf Band sprechen, damit ich mir diesen Akzent immer und immer wieder anhören konnte. Ich habe drei Monate damit verbracht. So etwas ist immer schwierig. Für «50 First Dates» habe ich mir einen hawaiianischen Akzent antrainiert und Adam meinte nur, ich klinge wie ein Mexikaner (lacht).

Das Kostüm und das Make Up hat Ihnen aber bestimmt geholfen, in Ihre Figur einzutauchen.
Es hat jeden Tag vier Stunden gedauert! Adam kam immer nach zwei Stunden rein und lachte mich aus, weil ich nochmal zwei Stunden vor mir hatte. Aber es half schon. Es ist schön, einen Charakter zu spielen, den man nachher wieder komplett ablegen kann. Ich fühle mich geschmeichelt, wenn mich Leute ansprechen und behaupten, dass ich im letzten Sandler-Film nicht dabei gewesen sei. Ich sage Ihnen dann, welche Figur ich gespielt habe und sie schauen mich ungläubig an und sagen «Das warst du?». Das schmeichelt mir immer. Wenn man mich nicht wiedererkennt, dann habe ich meinen Job richtig gemacht.

Im Film wird der Krieg zwischen Israel und Palästina auf die Schippe genommen. Das ist eine ernste Sache. Haben Sie sich keine Gedanken darüber gemacht?
Das war schon ein Thema. Aber ich bin froh, dass daraus kein Fantasieland wie beispielsweise «Palastakistan» geworden ist. Wir sagten uns einfach, dass die Situation im Mittleren Osten nicht noch schlimmer werden kann. Auf jeden Fall nicht, solange unser Land mit seinem illegalen Krieg da noch mitmacht. Für die Leute in Israel und Palästina ist es eine schlimme Situation und wir wollen ihnen nicht schaden mit unserer Komödie. Aber unser Projekt ist nicht politisch. Es sind lustige Figuren. Wie zum Beispiel der palästinensische Taxifahrer, der sich aufregt, weil er zwei Jobs machen muss. Auch die Israelis sind witzig. Ich bin stolz auf die Szene mit dem Telefon, wo die Auskunft die Terroristen anlügt. Das sind sehr witzige Szenen und ich hoffe, dass die Israelis und die Palästinenser das auch so sehen können.

Die Fragen stellte Portman Media

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