| Land (Jahr): | Deutschland, USA (2008) |
| Genre: | Action, Drama, Thriller |
| Filmlänge: | 110min |
| Regie: | Timur Bekmambetov |
| Kinostart: | 04.09.2008 |
| 16.07.2008 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Michael Brandt |
James McAvoy: «Sie hat mir oft in den Arsch getreten.»
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Der eher untypische Schauspieler für diesen Film, erzählt von der Arbeit mit Freeman und Jolie.
James, was ist das Besondere an diesem Film?
Was den Film besonders macht ist zuallererst Timur Bekmambetov (Regisseur). Er beleuchtet alles aus einem sehr düsteren und ironischen Blickwinkel. Er unterscheidet sich da stark von den meisten anderen Filmemachern. Manchmal war ich richtiggehend geschockt von dem, was er von mir verlangt hat. Aber ich denke, er hat das immer gut gemeint und das hat auch alles dazu beigetragen, das Niveau des Films anzuheben. Der zweite Grund ist der, das jemand wie ich für diese Rolle gecastet wurde. Das meine ich jetzt nicht in dem Sinn, was ich als Schauspieler alles einbringen konnte. Es liegt einfach daran, dass ich ein völlig untypischer Schauspieler bin für eine solche Rolle.
Erzählen Sie uns etwas über die Geschichte und Ihre Rolle von Wesley.
«Wanted» dreht sich um einen jungen Typen, der planlos durchs Leben geht und ziemlich deprimiert ist. Er hat noch nie erlebt, dass ihm irgend jemand Respekt entgegengebracht hat, aber er akzeptiert die Welt in der er lebt einfach so wie sie ist. Dabei ist er ein niemand, ein nichts. Aber er akzeptiert das. Das trägt natürlich nicht gerade dazu bei, dass er sich besser fühlt. Hinzu kommt, dass er praktisch ohne Familie aufgewachsen ist. Sein Vater machte sich früh aus dem Staub und seine Mutter starb, als er noch sehr jung war. Eines Tages kommt eine Frau, die von Angelina Jolie gespielt wird, zu ihm und erzählt ihm, dass er noch einen Vater habe und sie ihn sogar kennt. Er sei allerdings gerade eben getötet worden. Sie sagt dann noch «Der Mörder deines Vaters steht direkt hinter dir». Genau dort beginnt der Film.
Können Sie uns noch etwas über Morgan Freeman erzählen?
Die Bruderschaft wird geleitet von einem Schauspieler namens Morgan Freeman. Meine Damen und Herren, Morgan Freeman! Ich bin sicher, dass jetzt gleich ein paar Bilder von ihm gezeigt werden. Er ist wirklich gut und Sie haben vielleicht schon von ihm gehört (grinst). Er ist unglaublich... Er spielt die Figur Sloan, der im Film mein Anführer, Mentor und Trainer ist.
Was ist mit Angelina Jolie?
Die zweite im Bunde ist Angelina Jolie, meine Damen und Herren! Weitere Bilder (lacht). Sie spielt die Frau, die mich Tag für Tag auf jede erdenkliche Art verprügelt. Sie bestraft mich für jeden noch so kleinen Fehler. Sie ist mein Drill Sergeant, mein Nemesis... Aber meine Freundin.
Wie fühlt es sich eigentlich an, von Angelina Jolie verdroschen zu werden?
Sie hat mir oft in den Arsch getreten. Sie trat und trat und trat gleich noch einmal. Wenn sie einmal fünf Minuten frei hatte, trat sie gleich noch einmal zu. Dann nannte sie mich einen Wurm, schlug mich und trat dann wieder zu. Wenn also irgend jemand mit der Fantasie herumläuft, von Angelina Jolie verprügelt zu werden, dann soll er sich diesen Film anschauen und alle seine Wünsche werden befriedigt.
[James McAvoy wurde interviewt von Portman Media]
Angelina Jolie: «Endlich darf ich wieder eine sexy Draufgänger-Lady spielen»
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Die frischgebackene Mutter hat die Action-Filme und Stunts sichtlich vermisst.
Angelina, wer ist Ihre Figur Fox genau? Was macht sie aus?
Meine Figur glaubt sehr stark an ihren persönlichen Kodex. Wenn also jemand auf Ihrer Liste steht, muss er ausgeschaltet werden.
Was hat Sie dazu bewogen, wieder einen Actionfilm zu machen?
Endlich darf ich wieder eine sexy Draufgänger-Lady spielen. Ich habe in letzter Zeit viele seriöse Filme gedreht, und werde das auch weiter tun. Aber manchmal überkommt mich das Bedürfnis nach einem Action-Film. Ich vermisse es, Dinge in die Luft zu jagen.
Im Film kommt es zu einigen Konfrontationen mit James McAvoy. Was halten Sie von ihm?
James ist so liebenswert und er macht einen guten Job. Viele werden sich mit seiner Figur identifizieren können, denn zu Beginn ist er der 08.15-Typ, der gar nicht recht weiss wie ihm geschieht. Und plötzlich sind da all die Leute um ihn herum, die ziemlich hart mit ihm umgehen.
Im Film gibt es sehr viele Stunts. Wie ging das genau vor?
Die Stuntleute haben dafür gesorgt, dass alles funktioniert. Sie haben mich mit einem Gurt festgeschnallt und haben mich durch die Strassen von Chicago gezerrt und gesagt «Tu dies, das und jenes». Ich habe dann einfach versucht, mich festzuhalten und gleichzeitig noch zu schiessen. Wenn es der Regisseur von mir verlangt hat, habe ich das halt gemacht. Aber es hat Spass gemacht (lächelt).
Gab es da einen besonders gefährlichen Stunt?
Es gibt diese Szene, wo ich mich aus dem Autofenster lehne und ein Bus kommt direkt auf mich zu. Ich machte mir dabei immer Sorgen, dass ich mich mit der Hand in einem Rad verfangen könnte. Es klingt komisch, aber wenn ein Auto schnell fährt und du dich mit der Hand im Rad verfängst, ist das nicht so toll. Aber es hat enorm Spass gemacht. Ich habe solche Dinge vermisst. Ich liebe es, als Mutter zu Hause zu sein, aber manchmal muss schon etwas Action sein.
Was macht «Wanted» so besonders?
Ich denke, er der Film hat eine tolle Geschichte und die Actionsequenzen sind wirklich etwas Neues. So etwas gab es noch nie zuvor. Es ist also nicht bloss ein Actionfilm, bei dem man sagt «Er war ok, aber so etwas habe ich schon gesehen». Es ist ein sehr origineller Streifen, der auch die nötige Portion Humor mitbringt.
Erzählen Sie noch etwas über Morgan Freeman.
Morgan ist einfach unglaublich. Ich meine, er fliegt Flugzeuge, spricht viele verschiedene Sprachen, er kocht, er singt ... Er ist Morgan Freeman, er kann alles. Und er hat die aussergewöhnlichste Stimme der Welt. Er kann sagen, was er will, man glaubt es ihm einfach. Es war einfach nur schön, mit ihm zu arbeiten und ihm zuzusehen. Übrigens: Er ist sehr hart in diesem Film und das wird bestimmt viele Leute überraschen. Das ist eine ganz andere Seite von Morgan Freeman.
[Angelina Jolie wurde interviewt von Portmann Media]
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