Vantage Point - Interview
| Aka Titel: | 8 Blickwinkel |
| Land (Jahr): | USA (2008) |
| Genre: | Drama, Thriller |
| Filmlänge: | 90min |
| Regie: | Pete Travis |
| Kinostart: | 28.02.2008 |
| 24.04.2008 (Romandie) | |
| 22.02.2008 (Tessin) |
Matthew Fox: «Tja, wissen Sie, Filme machen ist manchmal ein langweiliger Prozess.»
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Der Schauspieler war vom Film-Skript und seiner einzigartigen Struktur überzeugt.
Matthew, es freut mich, Sie hier in London zu sehen. Wir sprechen über «Vantage Point». Es ist ein äusserst spannender Film. Hatten Sie diesen Nervenkitzel auch während den Dreharbeiten?
Tja, wissen Sie, Filme machen ist manchmal ein langweiliger Prozess. Wenn man aber die Zeitspanne von 20 Minuten aus acht verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wird es fast noch mühsamer, denn man dreht die einzelnen Szenen immer und immer wieder. Wir waren aber schon bereit für dieses Projekt und wussten, was uns erwartet. Pete Travis hat es geschafft, uns die Figuren sehr nahe zu bringen. Deshalb mussten die einzelnen Figuren mit einem sehr tiefen Hintergrund vorgestellt werden, auch wenn sie dann an der Front nur kurz zu sehen sind. Das war kompliziert, aber ein tolles Erlebnis und ich bin sehr zufrieden damit, wie der Film herausgekommen ist.
Sind Sie also genauso enthusiastisch wie damals, als Sie das Skript gelesen haben?
Ja genau. Dieses Skript war sehr gut geschrieben und von seiner Struktur her wirklich einzigartig. Es war schwer zu lesen, denn all diese verschiedenen Perspektiven auf Papier zu separieren war sehr kompliziert und ich musste es viele Male lesen. Aber ich wusste gleich, dass eine gute Struktur und ein grossartiger Spannungsbogen vorhanden sind. Es lag dann an Pete Travis, diese einzelnen Perspektiven zu isolieren und jede auf ihre Art einzigartig zu machen. Er musste auch sicherstellen, dass wir auf der Leinwand dem Publikum nicht zu weit voraus sind, aber das Publikum auch uns nicht voraus sein darf. Er musste diese feine Balance finden. Weil wir das gleiche Ereignis durch all diese acht Blickwinkel immer wieder erzählten, wussten wir, dass das Filmmaterial schnell unbrauchbar werden würde, wenn wir nicht bei jeder Perspektive so spielen würden wie bei einer komplett neuen Szene.
Wie arbeitet ein Ensemble mit so klingenden Namen auf dem Set zusammen?
Nun, es war ein tolles Erlebnis für mich. Es sind alles Leute, deren Arbeit ich respektiere und die ich auch in vielen Filmen gesehen habe. Mit solchen Leuten in einem Film zu sein, war sehr aufregend für mich. Wir hatten auch eine gute Zeit zusammen und hingen viel gemeinsam herum. Wir gingen einen trinken, spielten Pool und redeten zusammen. Es war wirklich toll mit diesen Menschen.
[Matthew Fox wurde interviewt von Portmann Media]
Forest Whitaker: «Ich renne ja die ganze Zeit mit einer Kamera durch die Gegend.»
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Die Dreharbeiten in Mexico-City boten für den Darsteller viel Nervenkitzel.
Forest, es ist immer schön, Sie zu sehen. Wir sind hier, um über «Vantage Point» zu sprechen. Es ist ein äusserst spannender Film. Hatten Sie diesen Nervenkitzel auch während den Dreharbeiten?
Ja, das hatten wir. Wir reisten nach Mexico-City und es war eine riesige Aufregung mit all diesen Menschen und Autos und den Strassen voller Leben. Das war für uns auch sehr aufregend.
Im Film kommen sehr viele Figuren vor. Eine davon ist die Technologie. Dies im Sinne davon, weil gezeigt wird, was Technologie alles verändert hat. Zum Beispiel den Voyeurismus durch die Kamera und wie sich ein Mordanschlag verändern kann. Haben Sie das während den Dreharbeiten auch gemerkt? Der Film dreht sich ja nicht um die Technologie selber.
Ich renne ja die ganze Zeit mit einer Kamera durch die Gegend. Das ist ein wenig eine Hommage daran, dass heutzutage fast jeder eine Kamera hat. Ganz normale Menschen dokumentieren das Weltgeschehen. Auf dem Internet kann man sich ja mittlerweile Nachrichten ansehen, die von ganz gewöhnlichen Menschen stammen.
Die grundlegende Botschaft des Films ist, dass man zwar etwas filmen, die Geschichte aber trotzdem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann...
Das war auch das interessante an der Videoproduzentin. Sie hat das Material aufbereitet und gar nicht gesehen, was passiert ist. Ich spreche jetzt von Sigourney Weavers Figur.
Es ist ein Film, den man mehrmals sehen muss, um ihn zu verstehen. Man sieht die erste Sequenz und merkt im Nachhinein erst, wie viel man eigentlich verpasst hat. Es ist erstaunlich, wie sich so etwas entwickelt.
Ja, auf jeden Fall. Man glaubt, dass man aus seinem Blickwinkel die Wahrheit erkennt, aber wenn man dann die anderen Ansichten dazu nimmt, bemerkt man, dass man eigentlich gar nichts gesehen hat, aber als Teil eines ganzen trotzdem etwas dazu beitragen kann. Das ist auch eine sehr interessante Botschaft.
Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel verschiedener Figuren erzählt. Ich fand es aber toll, dass jede Figur trotzdem noch Zeit hatte, um sich persönlich zu entwickeln. Es gab genug Zeit, um zu zeigen, wer diese Personen sind und warum sie sich gerade jetzt hier befinden. Das war bestimmt interessant, eine kleine Figur, eine kleine Rolle, aber unglaublich viel Leben darin.
Ja, das sind wie kleine Kurzfilme aus unserem richtigen Leben. Ich glaube, Pete Travis hat sie alle zusammengefügt, weil man in einem kurzen Moment sehr viel über meine Figur herausfindet. Zum Beispiel, dass meine Frau und ich ein Problem haben und ich sehe ein Mädchen und man sieht sofort, wie gerne ich Kinder habe. Diese Informationen bekommt man alle sehr schnell.
[Forest Whitaker wurde interviewt von Portmann Media]
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