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Valkyrie - Interview

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Aka Titel:Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Land (Jahr): USA (2008)
Genre:Thriller
Filmlänge:123min
Regie:Bryan Singer
Kinostart:22.01.2009
 28.01.2009 (Romandie)
Drehbuch:Christopher McQuarrie

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Tom Cruise: «Ich glaube der politische Aspekt ist zeitlos.»

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Nach Regisseur Bryan Singer hätte Deutschland nicht das Recht zu existieren, wären es nicht Deutsche Attentäter gewesen.

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Valkyrie ist ein sehr interessanter Film. Auf die eine Art ist es ein Thriller, auf die andere wird eine politische Geschichte erzählt. Wie habt ihr die richtige Mischung gefunden?
Tom Cruise: Ich glaube der politische Aspekt ist zeitlos. Wir als Filmemacher und Schauspieler möchten in erster Linie einfach nur das Publikum unterhalten. Genau so ist es auch bei diesem Film. Wenn man die eigentliche politische Geschichte mit deren Verlauf nachliest, dann macht sie eine Kurve. Und das Thema Politik ist zeitlos. Der Weg gegen die Tyrannei. Das ist klassisch. Es ist ein kleiner Mann, der versucht sich gegen den Riesen aufzulehnen. Ich glaube in jeder sozialen Schicht und jeder Kultur findet man dieses Thema wieder. Man kann sich jederzeit damit identifizieren. Bei diesen Filmen, unter der Regie von Bryan, ist man auf der Seite des kleinen Mannes. Es ist von der subjektiven Seite aus gefilmt. Es geht darum das Publikum so mit einzubeziehen, dass es es richtig fühlt. Das sie spüren, was diese Menschen gefühlt haben müssen. Der Film zeigt eine visuelle Antwort auf die Frage, wie wohl ein solcher Weg gewesen sein muss.

Bryan Ihre Methode ist es, die Menschen genau darzustellen. Sie zeigen sie, wie sie mit ihren Familien zusammenleben und welche Art Mensch sie sind. War es wichtig die einzelnen Menschen im Gegensatz zu dem Ensemble zu zeigen?
Bryan Singer: Ja es war sehr wichtig auch die Frau und die Kinder von Stauffenberg zu zeigen, damit man die Beziehung, die er zu ihnen hat sieht. Das ist einzigartig. Stauffenberg konnte ja nicht offen mit seinen Kindern darüber reden, was genau er über die Geschehnisse denkt. Die Kinder könnten ja zu den Nachbarskindern gehen und es erzählen und schliesslich würden alle eingesperrt. Es musste alles sehr ruhig und vorsichtig gehalten werden. Denn jeden Tag wurden mehr Mörder dazu gezogen und grosse Teile Deutschlands zerstört. Am Ende kämpfen die Männer um die Existenz von Deutschland. Um das Recht, nach dem Krieg zu existieren. Hätte man nicht aufzeigen können, dass es Deutsche waren, die Hitler versucht haben zu töten, so würde Deutschland wahrscheinlich gar nicht mehr das Recht haben zu existieren.

Tom Cruise: Es gibt ein Missverständnis, wenn es um diese Männer geht. Sie wussten sie verlieren den Krieg, wenn sie weiter für ihre Sachen kämpfen. Jetzt erst realisiert man, dass diese Auflehnung eigentlich schon viel früher begonnen hatte. Bereits 1938 protestierte Ludwig Beck gegen Hitler und seine Ideologie. Es gibt Dokumente aus diesem Jahr, aus denen hervorgeht, dass Stauffenberg gesagt habe, er würde diesen Bastard erschiessen. Und damit hat er Hitler gemeint. Ein Freund von Stauffenberg war ebenfalls in Kriegsverbrechen verwickelt. Es hat alles sehr früh begonnen. Er war ein unterer Offizier, der plötzlich zum meist gelobten Mann wurde. Er hörte, wie die anderen sagten, dass alles zu schaffen wäre. Und er realisierte, dass er der Mann sein müsse, der es in die Hand nimmt.

Bryan Singer: Er wurde anschliessend aufgrund seiner Verletzung wieder nach Deutschland stationiert. In die Nähe von Hitler.

Tom Cruise: Wenn man die Geschichte liest, fasziniert es einen, denn in gewissen Momenten denkt man, dass muss doch ein Drehbuch sein. Aber es ist keines. Als er zu Hitler geht und ihn dazu bringt, den Valkyrie-Auftrag zu unterzeichnen, welcher schliesslich den Widerstand unterstützte und dazu beitrug, dass sie die Nazi-Regierung übernehmen konnten.

Bryan Singer: Das Treffen der Beiden hat genau am Tag nach dem D-Day stattgefunden. Wirklich alles bis am Schluss des Filmes entspricht der Wahrheit.

[Tom Cruise & Bryan Singer wurde interviewt von Portmann Media]

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