The Duchess - Interview
| Aka Titel: | Die Herzogin |
| Land (Jahr): | Grossbritannien (2008) |
| Genre: | Drama |
| Filmlänge: | 110min |
| Regie: | Saul Dibb |
| Kinostart: | 02.04.2009 |
| 12.11.2008 (Romandie) | |
| 16.01.2009 (Tessin) |
Keira Knightley: «Wir hatten einfach ein tolles Drehbuch».
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Die englische Schönheit hat beim Dreh von «The Duchess» etwas über Geschichte gelernt.
Keira, die Geschichte von «The Duchess» spielt im 18. Jahrhundert. War es interessant für dich die Zeit mit der jetzigen zu vergleichen?
Ja definitiv. Ich dachte die kulturellen Berühmtheiten seien ein modernes Phänomen. Aber nachdem ich einen Einblick in diese Zeitperiode bekam, wurde mir bewusst, dass es nicht so ist. Ich spiele diese Frau, die eine unglaubliche Mode-Ikone, aber auch politisch sehr einflussreich ist. Es gab britische Zeitungen, die sie unterstützten. Sie haben sie zur Ikone und zur faszinierendsten Frau die es je gab aufgebaut. Dann gab es aber auch noch die Gegenseite. Eine andere Zeitung hat sich sehr über sie aufgeregt und unglaubliche Skandale verbreitet. Dessen musste sie sich ebenfalls gegenüber stellen. Ich finde es eigentlich faszinierend, dass sie sich so lange in dieser Situation halten konnte.
Wie es so üblich ist bei berühmten Personen, liest man öfters etwas über sie, als etwas das sie selbst geschrieben haben. War es einfacher den Charakter deiner Figur zu verstehen, nachdem du ihre selbst geschriebenen Briefe gelesen hattest?
Ja klar, ich glaube es ist immer einfacher jemanden zu verstehen, wenn man etwas von dieser Person selber und nicht die Meinung eines Anderen liest. Das würde nämlich mehr über die andere Person aussagen. Es war wunderbar in ihre eigenen Briefe zu schauen und. Die Biographie die auf dem Buch von Amanda Foreman basiert ist brillant. Es war fantastisch die Möglichkeit zu haben mit dieser Biographie zu arbeiten, und mit Amanda zu sprechen. Sie zeigte mir die Räume und die Gegenstände die Georgiana wirklich besass. Es war sehr beeindruckend ihre Briefe zu lesen.
Es ist auch sehr beeindruckend was Georgiana alles erreicht hatte in jungen Jahren.. War es einfacher für Dich sie zu verstehen, da ihr ungefähr dasselbe Alter habt und auch du für Dein Alter schon sehr viel erreicht hast?
Ich achte bei der Auswahl der Filme nie darauf, dass die Figur im selben Alter ist. Doch ich glaube schon, dass es die richtige Zeit war sie darzustellen. Die Geschichte beginnt als sie 17 Jahre alt ist und geht bis zu ihrem 25. Lebensjahr. Ich bin jetzt 23 Jahre alt. Das war sicher positiv. Aber ich glaube, die meisten Leute können nachvollziehen, was sie durchmachte. Man braucht sich das nur vorzustellen. Wir hatten zudem auch ein tolles Drehbuch und die Biographie. Ich glaube es ist einfach sie zu verstehen und das ist auch das schöne an Georgiana. Sie lebte vor 300 Jahren in dieser verschwenderischen Umgebung. Und auch wenn wir nun im 21. Jahrhundert sind, können wir, nachdem wir ihr Buch gelesen haben, vollkommen verstehen was sie durchmachte.
Faszinierte dich diese Zeitepoche, weil dazumal so viel passierte?
Oh ich glaube das kann man über jede Zeitepoche sagen. Ja es war sicherlich eine sehr interessante Zeit. Die Machtübergabe von George dem Dritten zu George dem Vierten. In der Politik war sehr viel los zu dieser Zeit. Es wurden viele neue Ideen geboren. Eine riesige Revolution startete in Frankreich und steckte schlussendlich auch die englischen Aristokraten an. Sie hatten furchtbare Angst, dass sie übers Wasser zu ihnen kommen würden. Also vom politischen her, war es sicher eine sehr interessante Zeit. Man findet immer etwas Interessantes in jeder Zeitepoche. Speziell über diese Zeit wusste ich nicht viel vorher. Es war schön die Möglichkeit zu haben, etwas darüber zu lernen.
[Keira Knightley wurde interviewt von Portmann Media]
Dominic Cooper: «Mein Telefon klingelt nicht einfach so».
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Der Schauspieler über die Arbeit mit Keira Knightley und seine Angst vor Entscheidungen.
In «The Duchess» geht es um eine Frau die besser als alle anderen versteht, was es heisst, zu dieser Zeit zu leben. Hat Keira Knightley von Anfang an verstanden wie sie Georgiana darstellen muss?
Ja absolut. Wir haben uns sehr mit dem Buch auseinandergesetzt und Georgiana faszinierte uns immer mehr. Man realisiert schnell, dass sie ihrer Zeit voraus war. Was auch noch wundervoll an ihr ist, dass sie alles unverzüglich annimmt. Auch ihre Heirat die sie eigentlich gar nicht wollte. Es ist wie ein Märchen das wahr wurde, aber leider entsetzlich endete. Sie hatte diese wundervolle Stärke einfach weiterzumachen und auch in Situationen die sich nur noch verschlechterten, das Gute zu suchen. Sie wird auch in die Politik involviert. Keira hat von Anfang an verstanden wer Georgiana wirklich war und welches schwierige und tragische Leben sie geführt haben muss. Doch letztendlich endete sie ja in einer glücklichen Ehe.
Ja hoffentlich. Das werden wir wohl nie wirklich wissen.
Ja wahrscheinlich. Aber die Geschichte im Buch besagt, dass ihre zweite Heirat sehr erfolgreich war. Sie hatte elf Söhne und zwei Töchter zur Welt gebracht. Offensichtlich hatte sie Jemanden gefunden, den sie sehr attraktiv fand und mit dem sie aktiv den Rest ihres Lebens verbringen konnte.
Wir haben uns vor ein paar Jahren zum Film «The History Boys» getroffen. Für Dich war der Film wie eine Plattform und anschliessend kam Deine Karriere so richtig ins Rollen. Klingelt das Telefon ununterbrochen, nachdem man bei einem so erfolgreichen Projekt dabei war?
Nein das Telefon fängt nicht einfach an zu klingeln. Das wäre schön. Ich muss immer noch grosse Entscheidungen treffen. Ich muss mich entscheiden, was ich wirklich möchte. «The History Boys» war eine wundervolle Plattform. Es hat den Leuten gezeigt wie ich arbeite. Wir haben Jahre bevor wir den Film drehten schon hart dafür gearbeitet. Es ist ein schönes Geschenk wenn man die Geschichte anschliessend verfilmen kann. Doch jeder Job macht auf seine eigene Weise Spass. Klar es kommt immer darauf an wie erfolgreich der Film ist. Aber ich war noch nie in der Position, in der mein Telefon einfach klingelt. Auch für «The Duchess» habe ich sehr früh vorgesprochen. Ich weiss nicht wo es mich als nächstes hin verschlägt. Ich werde weiterhin diesen Prozess geniessen. Es geht immer darum Entscheidungen zu treffen. Und ich fürchte mich vor Entscheidungen. Also wird sich wahrscheinlich nicht schnell etwas ändern.
In «The Duchess» geht es hauptsächlich darum wie man mit der Berühmtheit umgeht. Denkst Du Georgiana hat sich wohl gefühlt? Und wie hat sich Deine Figur Charles Grey gefühlt?
Wenn man sieht wie sich Georgiana an ihre Berühmtheit klammerte, dann scheint es schon so, dass sie sich wohlgefühlt hatte. Es gab ihr für diese Zeit Kraft. Aber wie für jeden von uns gibt es Tage, an denen man einfach für sich sein möchte. Dem ganzen Trubel entfliehen. Ich glaube das ist auch das Gefährliche am Berühmt sein. Die Leute beanspruchen dich. Man muss ständig alles geben und ich kann mir vorstellen, dass das sehr anstrengend und schwierig ist. Aber the Duchess tat es gerne. Sie hatte viele Fans und trug auch die entsprechenden Kostüme. Es machte schon den Anschein, dass sie es genoss. Grey ist mehr für sich selber. Er ist ein arroganter aber charmanter Politiker. Er liebte die Aufmerksamkeit. Er liebte die Anerkennung im Parlament. Vielleicht auch weil er wusste, dass er selber viel dazu beigetragen hatte. Er musste erst mit seiner Vergangenheit klar kommen und kämpfte darum der zu sein den er sein wollte.
[Dominic Cooper wurde interviewt von Portmann Media]
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