Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

4.41 m&m's | 413 User

Alle Kommentare (10) m&m's Movie Charts

9 User haben ihre Watchlist nicht freigegeben.

Watchlist-Charts

The Dark Knight - Interview

Auf Watchlist setzen

9

User

Land (Jahr): USA (2008)
Genre:Action, Crime, Drama, Thriller
Filmlänge:152min
Regie:Christopher Nolan
Kinostart:21.08.2008
 13.08.2008 (Romandie)
 29.08.2008 (Tessin)

mehr +

Cast:
Christian Bale
Heath Ledger
Aaron Eckhart
Michael Caine
Maggie Gyllenhaal
Gary Oldman
Morgan Freeman

mehr +

Jetzt DVD bestellen

Maggie Gyllenhaal: «Das ist es, was Schauspieler tun. Sie treffen einander und versuchen sofort, sich einander anzunähern»

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Die Schwester des Brokeback Mountain Hauptdarstellers erzählt wie sie sich auf den Film vorbereitet hat.

vergrössern

Maggie, ich freue mich, Sie hier in London zu sehen, um über «The Dark Knight» zu sprechen. Ich habe den Film aus verschiedenen Gründen genossen, aber der wichtigste davon ist die Aufbereitung der Figuren. Es hat bestimmt Spass gemacht, zu sehen, dass diese Figuren alle ein komplett eigenes Leben haben.
Ich denke, dass amerikanische Studios mehr und mehr Platz haben für solche grossen Filme. So sind Schauspieler, die vorher vor allem in kleinen Filmen mit mehr Tiefgang gespielt haben, plötzlich auch bei den grossen mit dabei. Ich glaube, das hat vor allem damit zu tun, dass auch in den grossen Filmen vermehrt Wert auf eine solide Charakterentwicklung gelegt wird. Regisseuren wie Christopher Nolan ist das auch sehr wichtig. Er hat darauf geachtet, dass wir alles authentisch gespielt haben, obwohl es ja eigentlich ein Fantasy-Movie ist.

Der Film ist auch gemacht für ein tolles Darstellerensemble, weil die Performances miteinander harmonieren müssen. Ist das eine gute Herangehensweise?
Nun, das wurde nur deshalb möglich, weil die Darsteller alle so stark sind. Ich musste beispielsweise im ganzen Film nur einen einzigen Satz zu Gary Oldman sagen. Nebenbei: Ich bin ein riesiger Fan von ihm. Jetzt haben wir aber schon so etwas wie eine Beziehung zueinander aufgebaut. Das ist es, was Schauspieler tun. Sie treffen einander und versuchen sofort, sich einander anzunähern, damit es nachher funktioniert. Wenn sich alle Darsteller - so wie in diesem Film - sehr für das Projekt interessieren und dafür einsetzen, dann kann man eine Beziehung zueinander aufbauen. Das spürt man danach auch im Film.

Absolut. Wie viel mussten Sie denn über die Hintergrundgeschichte der jeweiligen Figuren der Batman-Welt wissen? Klar kennen alle den Joker, aber es steckt sicher noch viel mehr hinter dieser Figur. Haben Sie sich als Schauspielerin dafür interessiert?
Ich habe mich so weit dafür interessiert, wie es für meine eigene Figur wichtig war. Mehr Recherchen habe ich nicht angestellt, weil das nicht nötig war. Für Rachel ist es einfach nicht wichtig, wie der Joker zu dem geworden ist, was er jetzt ist. Eigentlich ist es besser, es gar nicht zu wissen, denn meine Figur weiss ja auch praktisch nichts über ihn.

Aber Sie haben bestimmt mitbekommen, wie Bruce Wayne zu Batman geworden ist?
Ja, natürlich.

Das war bestimmt wichtig für Sie, damit Sie verstehen konnten, wie Christian Bale seinen Batman darstellen wollte.
Ja, das war es. Aber vieles erfährt man auch, wenn man einfach nur beobachtet und einfach voll präsent ist in der eigenen Szene. Weil der vorherige Film davon handelte, wie er zu Batman geworden ist, war das ganze aber ziemlich leicht (lacht).

Haben Sie es genossen, an einem so grossen Set mit all den Special-Effects und Gadgets zu arbeiten?
In den Szenen, in denen ich zu sehen bin, gibt es nicht so viele Special-Effects. Es gibt ein paar wenige, und die haben wir fast am Ende der siebenmonatigen Dreharbeiten gemacht. Das meiste meiner Arbeit war wie bei jedem anderen Film auch. Einfach kleine Szenen mit tollen Schauspielern. Aber es gab einen Tag, an dem ich in diesen riesigen Zeppelin-Hangar gekommen bin. Dort drin haben Sie die ganze Stadt Gotham für den vorherigen Batman-Film aufgebaut. Ich dachte nur «Oh mein Gott, das ist gewaltig!». Es war riesig, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen.

[Maggie Gyllenhaal wurde interviewt von Portmann Media]

Aaron Eckhart: «Sonst spielen immer alle lieber die bösen Burschen.»

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Spielt aus Leidenschaft den durch und durch guten Anwalt Harvey Dent.

vergrössern

Aaron, es ist immer eine Freude, Sie zu sehen. Wir sind hier, um über den grossartigen Film «The Dark Knight» zu sprechen. Am erstaunlichsten fand ich, wie Christopher Nolan die einzelnen Figuren aufbereitet hat. Es muss toll gewesen sein, diesen Harvey Dent zu spielen.
Oh ja. So viele tolle Figuren auf einem Haufen zu haben, war grandios. Als ich das Skript gelesen habe, konnte ich erst gar nicht glauben, dass alle in diesem Film eine grossartige Rolle bekommen haben. Das geht über Gordon, Batman, Harvey und natürlich den Joker ... In diesem Film werden viele verschiedene Gebiete erforscht.

Haben Sie recherchiert, worum es sich bei Harvey Dent eigentlich handelt? Es gibt ja tonnenweise Comics, Animationsfilme und TV-Serien. Gibt es da einen guten Weg, um herauszufinden, wer er wirklich ist?
Ja, Chris Nolan hat mir alle Comics geschickt und die habe ich gelesen. Wenn man eines der Bilder darin lange genug ansieht und sich entspannt, kann man viel davon lernen. Nicht nur, was die Figuren sagen, sondern auch über ihr Verhalten und ihre Beziehungen zu den anderen Charakteren. Es ist ein bisschen wie eine Wissenschaft. Man nimmt dann die Gefühle und Emotionen noch mit dazu und verleiht der Figur eine ganz eigene Persönlichkeit. Wenn wir zum Beispiel Heath Ledger anschauen; seine Performance war unglaublich.

Ganz genau. Das führt mich gleich zu meiner nächsten Frage über die anderen Batman-Figuren. Wie zum Beispiel der Joker, der eine Kultfigur ist. Wie viel wissen Sie über Poison Ivy und all die anderen Figuren? Das ist ja schon fast ein Vermächtnis.
Ja. Was ich zum Beispiel nicht wusste, war alles über die Falcone-Verbrecherfamilie. Harvey Dent mochte ich sofort, als ich mit meinen Recherchen begann. Denn er liebt Gotham City und auch das Gesetz und ist bereit, dafür seine eigene Sicherheit zu opfern. Das habe ich sehr genossen. Sonst spielen immer alle lieber die bösen Burschen. In diesem Fall war ich aber lieber einer von den Guten, denn Harvey arbeitet im Gerichtssaal öffentlich gegen das Verbrechen. Batman hingegen bleibt im Schatten und arbeitet in der Nacht. Das ist der Unterschied zwischen den beiden. Chris hat uns aber auch fantastische Dialoge beschert.

Die heutige Technologie erlaubt dem Film, so auszusehen, wie er jetzt daher kommt. Bei den Comics war das einfach, da waren die Bilder gezeichnet. Haben Sie sich Gedanken über den Look des Films gemacht?
Ich habe nur versucht, meine Sache so gut wie möglich zu machen. Ich habe mir nicht den Kopf über den Job von anderen Leuten zerbrochen. Die Künstler, die an diesem Film gearbeitet haben, sind fantastisch. Als ich reinkam, hatten sie ein Modell von meinem Kopf als Harvey Two-Face gemacht. Das war eine der schönsten Skulpturen, die ich je gesehen habe. Also mache ich mir keine Gedanken darüber, was die anderen Leute machen, ich mache mir nur Sorgen über meine eigene Arbeit. Aber das Two-Face-Gesicht hat mich wirklich verblüfft. Das Ding ist einfach fantastisch.

[Aaron Eckhart wurde interviewt von Portmann Media]

Christopher Nolan: «Die Schauspieler hatten eine genaue Idee von ihren Figuren.»

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Der Regisseur ist zufrieden mit dem Film und freut sich über den Erfolg.

vergrössern

Christopher, schön Sie zu sehen. Die Box-Office-Zahlen sind bekannt und alle sind glücklich. Es muss sich toll anfühlen, dass der Film die Leute so anspricht.
Nun, wenn man einen Film dieser Grösse dreht, macht man ihn für ein breites Publikum. Man hat also immer den Druck, dass möglichst viele Leute sich den Film ansehen werden. Aber die Grösse des Erfolges freut uns natürlich schon.

Was in diesem Film sehr gut funktioniert ist die Charaktertiefe, die Sie jeder Figur verleihen. Offensichtlich ist es nicht so einfach, jeder Figur ein komplett eigenes Leben zu geben. Wie viel wissen Sie persönlich eigentlich über die Hintergründe jeder Figur? Zum Beispiel beim Joker: Wie ist er zu dem geworden, was er ist?
Es gibt bei jeder Figur bestimmte Dinge, die wir festlegen. Zum Beispiel, wer sie sind und was sie motiviert. Dann gibt es noch viele andere Dinge, die wir zum Teil nicht so genau wussten. Ich vertraute in dieser Beziehung auf unsere grossartigen Schauspieler. Mit Leuten wie Christian Bale, Heath Ledger, Michael Caine, Gary Oldman, Maggie Gyllenhaal und Aaron Eckhart zu arbeiten ist toll. Sie sind alle unglaublich talentiert und sie finden selbst heraus, was mit ihrer Figur abseits der Leinwand passiert. Sie kamen zum Set mit einer genauen Idee von ihrer Figur und davon, was sie zum Frühstück gegessen und sonst getan hat bis zum Zeitpunkt, wo sie ins Bild kommt.

Ist es beruhigend für Sie, wenn Sie wissen, dass die heutige Technologie Ihrem Film Flügel verleihen kann? Vorausgesetzt, man kann das so nennen (lacht).
Ja, sehr. Ich bin fasziniert von der Technologie des Filmemachens. Ich versuche immer dieses spezielle Feeling zu erreichen, das man bei den Filmen spüren konnte, die man als Kind gesehen hat. Dafür muss man als Filmemacher alle zur Verfügung stehenden Technologien nutzen so weit das möglich ist. Wir haben das bei diesem Film versucht, indem wir gewisse Teile im IMAX-Format gedreht haben, um so die Zuschauer mitten in die Action mitnehmen zu können.

Sie sind selbst ein Batman-Fan. Falls Sie einen weiteren Batman-Film drehen würden: Welche berühmten Figuren aus den Batmangeschichten würden Sie gerne wieder auf der Leinwand sehen? Catwoman, Mr. Freeze, oder eine andere dieser berühmten Figuren?
Da habe ich absolut keine Ahnung. Wir haben alles, was wir sehen wollten in den aktuellen Film gepackt. Ich habe diesen Film erst gerade fertig gestellt und habe mir noch keine Gedanken über künftige Projekte gemacht.

Aber welche dieser Figuren mögen Sie persönlich?
(zögert) Das möchte ich nicht sagen, denn das würde wahrscheinlich missinterpretiert (grinst).

Also befassen wir uns mit den Figuren, die wir bereits haben. Was denken Sie macht den Joker zu einer solchen Symbolfigur in der Filmbranche?
Ich denke, das Körperliche dieser Figur macht sehr viel aus. Die Clownvisage, einfach die ganze Idee dieses psychotischen Clowns. Das macht ihn zu einer Symbolfigur. Ich glaube, das hat Heath (Ledger) bei seiner Darstellung sehr geholfen. Wir mussten eine Figur kreieren, die zwar menschlich, aber trotzdem sehr furchteinflössend ist. Wir haben herausgefunden, dass die visuelle Komponente sehr wichtig ist, weil auch Batman darauf setzt. Wir haben trotzdem probiert manchmal etwas wegzulassen. Wir überlegten uns, ob der Joker wirklich die ganze Zeit dieses Clown-Make-Up, einen violetten Anzug und die grünen Haare tragen muss. Dann haben wir aber festgestellt, dass wenn man nur etwas von diesen Dingen wegnimmt, es nicht mehr der Joker ist. Die Figur strahlt auch nicht mehr dieselbe Macht aus. Der Joker identifiziert sich wirklich sehr stark über die optischen Eigenschaften.

[Christopher Nolan wurde interviewt von Portmann Media]

Christian Bale: «Ich denke man merkt, wenn etwas roh und realistisch ist, im Gegensatz zu CGI.»

Bitte installieren Sie das Flash-Plugin

Der Batman-Darsteller gewöhnte sich daran auf hohen Gebäuden herumzulaufen.

vergrössern

Wieso hat Batman so grosse Probleme mit dem Charakter des Jokers, der die Welt untergehen sehen will?
Weil Joker jemand ist, der in Zerstörung und Chaos lebte und es nichts gibt, das Batman gegen ihn tun könnte. Das führt ihn dazu, dass er denkt er mache etwas falsch, er verliere. Der Joker ist ein sehr intelligenter Mann. Er ist jemand, der Gotham und der Bevölkerung generell den Spiegel vorhalten will um deren Heuchlerei zu entblössen und ihnen versucht zu zeigen, dass jeder einen Preis hat, für den er seine Prinzipien verkauft.

Was treibt Batman weiter an? Ist es immer noch die gebliebene Wut und der Schmerz von den Kindheitserlebnissen?
Ja, er hat eine phänomenale Fähigkeit an diesen Dingen festzuhalten. Er drängt sich auch dazu, dies zu tun. Er hat den Wunsch, die Ungerechtigkeit am Tod seiner Eltern wiedergutzumachen. Er hat einen von seinen Eltern vererbten Altruismus, aber auch etwas, dass ihn sehr von seinen Eltern unterscheidet. Beispielsweise seinen grossen Hass, sein Wunsch nach Rache und seine Neigung und Fähigkeit zur Gewalt, mit welcher er versucht das Gute in der Stadt zu verbreiten. Aber er ist immer im Krieg mit sich selbst, eine Dualität ist vorhanden. Er erkennt, dass seine eigenen Wünsche und seine negativen Emotionen sehr negative Auswirkungen auf ihn haben können, die ihn dann eher zu einem Kriminellen als zu einem Helden machen. Ich denke das ist es, was Batman so interessant macht.

Die Beziehung von Bruce zu Rachel nimmt eine interessante Wendung. Gerade wenn wir denken, sie könnten miteinander auskommen, kommt Harvey Dent daher. Wie ist die Beziehung Batmans zu diesem jungen, netten und charismatischen Staatsanwalt?
Da herrscht ganz klar Rivalität bezüglich Rachel. Aber aufgrund Harveys Persönlichkeit und seiner Glaubwürdigkeit als gewählte Amtsperson der Stadt, ist er eigentlich Bruce's Hoffnung, dass er Batman stoppen könnte. Wenn man unkorrupte Politiker in der Regierung von Gotham hat, dann ist Batman nicht mehr notwendig.

Erzählen sie uns von der Reise nach Osten. Denn Batman verlässt Gotham City, um einen Kriminellen aus dem Osten vor Gericht zu bringen. Diese Szenen waren sehr aufregend für das Publikum. Wie gingen sie damit um?
Es gab ein paar solcher Szenen im Film. Wir waren auf einem Turm, der etwa 110 Etagen umfasste und ebenfalls auf dem F.C. Building in Hongkong. Zu dieser Zeit war ich dran gewöhnt. Es ist überraschend wie schnell du dich daran gewöhnst, auf den Rändern von Gebäuden mit 100 Etagen und mehr herumzulaufen. Da Chris (Nolan, Regisseur) möglichst wenig CGI-Effekte verwenden wollte, machten wir so viele Stunts wie möglich. Es braucht Erfahrung, um sich auf diesen Dächern zu bewegen, doch es funktioniert. Und es macht einen gewaltigen Unterschied. Ich denke man merkt, wenn etwas roh und realistisch ist im Gegensatz zu CGI.

[Christian Bale wurde interviewt von Portmann Media]

weitersagen