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Rachel Getting Married - Filmkritik

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Hoch verdiente Oscar-Nominierung

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Eine Oscar-Nominierung für Anne Hathaway? Es ist noch nicht lange her, das schien dieses Szenario eher abwegig. Die Amerikanerin war die Prinzessin für verträumte High School-Filme, das ganz und gar nicht teuflische Prada-Girl, die ideale Nachfolgerin von Julia Roberts auf dem Thron des American Sweethearts. Sauber, nett und harmlos - das war das Bild, das es bisher von ihr auf der Leinwand zu sehen gab, und wenig daran schien darstellerisch besonders preisverdächtig. Doch dann kam «Rachel Getting Married», der große Schritt weg vom angestammten Image - und besagte, hoch verdiente Oscar-Nominierung.

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Sauber und nett sind tatsächlich nicht die ersten Worte, die einem in Bezug auf die von Anne Hathaway gespielte Kym einfallen. Die junge Frau ist eine ziemlich anstrengende, egozentrische Nervensäge, die nur für ein paar Tage den Drogenentzug verlassen darf, denn die große Schwester Rachel (Rosemarie DeWitt) heiratet ihren Freund Sidney (Tunde Adebimpe, von der Band TV On The Radio) und zuhause beim Papa (Bill Irwin) wird mit zahlreichen Gästen gefeiert. Doch Kyms Ankunft droht das harmonische Fest platzen zu lassen: Rachel legt wenig Wert auf die Anwesenheit ihrer komplizierten Schwester, es dauert nicht lange, bis ebenso dunkle wie unverarbeitete Kapitel der Familiengeschichte aufs Tablett kommen und die Ankunft der entfremdeten Mutter (Debra Winger) sorgt für zusätzliche Spannungen.

Familienfeiern gehen im Kino meist einen von zwei Wegen: den der turbulenten Chaos-Komödie oder den des ernüchternden Dramas. «Rachel Getting Married» hingegen sucht die Mitte zwischen beiden Varianten - und findet sie mit Bravour. Die Konflikte, die hier zu Tage treten, haben echtes Gewicht und Tiefe, doch trotzdem durchziehen greifbare Momente von heiterer Leichtigkeit und echtem Glück den Film. Mit feinsinnigem Gespür arbeitet Jenny Lumet (die Tochter von Regie-Legende Sidney Lumet) all die Brüche und abrupten Stimmungsschwankungen heraus, die auch in der Realität an der Tagesordnung sind, wenn so viele unterschiedliche Menschen zu einem solchen Anlass zusammentreffen. Man mag ihr Setting, dieses gehobene Mittelklasse-Milieu mit der indisch angehauchten Hochzeit und dem Multikulti-Gutmenschen-Personal, als allzu ausgesucht pittoresk empfinden, doch die Glaubwürdigkeit der Geschichte und Figuren leidet darunter keinen Moment.

Einen wesentlichen Teil zum Gelingen trägt das exzellente Ensemble bei, in dem die tatsächlich erstaunlich überzeugende Hathaway weniger der herausragende Star als viel mehr effektiver Bestandteil eines organischen Ganzen ist. Achtziger Jahre-Star Winger in ihrem kurzen Comeback-Auftritt, Irwin als gutherzige, aber schwache Vaterfigur oder die bemerkenswert präsente DeWitt sind alle ähnlich preisverdächtig, genau wie die Darsteller der zahlreichen Kleinstrollen.

Doch mindestens so hochzuschätzen ist die Leistung von Regisseur Jonathan Demme, der nach seinem Oscar-gekrönten Doppelpack aus «Silence of the Lambs» und «Philadelphia» in den vergangenen 15 Jahren einige schwache Spielfilme («Beloved», «The Manchurian Candidate») und starke Dokumentationen («The Agronomist», «Neil Young: Heart of Gold») gedreht hat. Hier gelingt ihm, aufgenommen mit beinahe improvisiert wirkender Handkamera, ein neuer Karrierehöhepunkt, voll emotionaler Authentizität und menschlicher Kraft. [Patrick Heidmann]

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m&m's Tuvok: Na Ja jetzt nicht sonderlich aber es ist eher ein ...
m&m's Tuvok: Das Leben ist so was von beschissen. Die eine is...