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Nights in Rodanthe - Interview

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Aka Titel:Das Lächeln der Sterne
Land (Jahr): Australien, USA (2008)
Genre:Drama, Romance
Filmlänge:97min
Regie:George C. Wolfe
Kinostart:16.10.2008
 19.12.2008 (Tessin)
Drehbuch:Ann Peacock

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Richard Gere: «Ich glaube wir haben alle eine zweite Chance in unserem Leben.»

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Der Hollywood-Beau findet Inverviews eigentlich nicht sehr aufregend.

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Hallo Richard, es ist schön Sie hier im sonnigen Rom zu treffen. Jeder geniesst es, Sie wieder zusammen mit Diane Lane auf der Leinwand zu sehen. Ist es einfach die pure Chemie zwischen Ihnen, die man spürt oder hat das Drehbuch auch etwas damit zu tun?
Wenn man keine Story hat, an welche die Schauspieler glauben können, dann funktioniert das nicht. Es kann keine pure Chemie aufkommen. Das ist jetzt die erste Interview-Serie die ich ohne sie mache. Es macht Spass mit ihr zu arbeiten, denn nach all den hunderten von Interviews lerne ich sie immer besser kennen. Wir mögen uns eigentlich sehr und respektieren uns. Ich glaube, das sieht man auch von aussen. Es ist sehr natürlich zwischen uns.

Der Film ist aufgebaut wie ein Theater. Man stellt fest, dass es festgesetzte Zeiten und Orte gibt. Zugleich wurden auch noch andere Aspekte betont, wie zum Beispiel das Horror-Genre und auch der romantische Teil wurde nicht weggelassen. Wann haben Sie die verschiedenen Aspekte gespürt?
Sie haben vollkommen recht, denn der Regisseur dieses Films kommt vom Theater von New York. Er ist kein Kind sondern ein gestandener Mann und sein Film-Debüt ist «Nights in Rodanthe». Er ist ein sehr bekannter Theater-Regisseur. Das berühmteste Stück ist «Angels in America» und das war sehr harte Arbeit, die er da geleistet hat. Ich glaube das Haus war schon ein Theater-Element. Wir hatten verschiedene Sets im Haus und beim drehen mussten wir für die nächste Szene an ein anderes Set wechseln. Wir wollten aber auch, dass man die Theater-Richtung ein bisschen spürt. Wir hatten ebenfalls eine Märchenbuch-Richtung. Dass wir an einen Ort unserer Vorstellung gehen können. Auf dem Filmposter sieht man ein richtiges Haus. Aber eigentlich existiert dieses Haus nicht so wie es im Film gezeigt wird. Wir machten es zu einem Haus aus unseren Träumen. Und auch die Tatsache wie ich in dieses Haus komme, zeigt die Märchenbuch-Richtung. Ich bin geschieden, habe mein Haus verkauft und fahre nun mit meinem Auto ins Niemandsland. Man hat mich gefilmt wie ich durch Sanddünen fahre und der Sand um mich herum wirbelt. Die magische Aufnahme der Kamera, als sie durch das Autofenster hinaus auf das Haus und schliesslich durch die Vordertüre hinein filmte. Das gibt einem das Gefühl, dass noch Vieles geschehen kann. Vielleicht wirkt das auf die Zuschauer etwas beängstigend oder auch beflügelnd. Wir sind uns da nicht sicher.

Im Film geht es um die zweite Chance im Leben, sowie auch um unerwartete Wendungen. Haben sie das auch schon einmal erlebt, dass sich Ihr Leben unerwartet geändert hat?
Ich glaube wir alle haben eine undefinierte Anzahl von Möglichkeiten und zweiten Chancen in unserem Leben. Es liegt an uns, ob wir diese nutzen oder nicht. Die Leben sind sozusagen ungelebt falls man dies nicht wahrnimmt. Sobald wir Möglichkeiten haben etwas zu ändern und dies nicht tun, dann ist dies ein trauriges Leben. Ich glaube, dass spricht für den Kernpunkt des Filmes. Wir alle können etwas ändern. Wenn wir nicht zufrieden sind mit der Situation, in welcher wir uns momentan in unserem Leben befinden, dann gab es in der Vergangenheit Entschlüsse, welche uns an diesen Punkt gebracht haben. Wenn wir unsere Entschlüsse und unsere Taten ändern, ändern wir auch unsere Erfahrungen und unser Leben.

Wenn Sie an Ihre früheren Projekte zurück denken, wie zum Beispiel «Chicago», «Cotton Club» oder «Pretty Woman». Sind sie mit der Wahl der verschiedenen Arten von Filmen zufrieden?
Eigentlich bin ich einfach froh, dass ich arbeiten kann. Es war ein sehr komisches Jahr für mich. Es waren vier neue Filme welche ich im letzten Jahr gedreht habe. Das habe ich noch nie gemacht. Und ich habe auch gesagt, dass ich es nicht mehr machen werde, denn es ist anstrengend und ich habe ja auch noch eine Familie, für die ich da sein möchte. Aber ich war überrascht, dass diese vier verschiedenen Skripte mich alle angesprochen haben. Es waren Territorien, welche ich noch nie betreten hatte. Niemand weiss was die Zukunft alles mit sich bringt.

Wir haben vorhin übers Reisen geredet und Sie haben mir erzählt, dass Ihre Frau, wenn sie mit Ihnen reist, öfters an den Jet-lags leidet. Wie sieht das bei Ihnen aus?
Als ich heute Morgen aufgewacht bin, fühlte ich mich wie in einem anderen Universum. Das Universum des Jet-lags. Die Leute, welche auch aufgrund des Jet-lags so durcheinander sind, leben in demselben Universum. Und die anderen in einem anderen.

Geniessen sie es um die Welt zu reisen und verschiedene Journalisten zu treffen?
Es ist nicht so, dass ich am Morgen aufwache und denke: «Ich freue mich, heute ein Interview zu geben.» Also, Nein. Ich freue mich sehr, neue Menschen zu treffen aber die Interviews finde ich ehrlich gesagt nicht sehr aufregend.

[Richard Gere wurde interviewt von Portmann Media]

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