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Milk - Filmkritik

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Land (Jahr): USA (2008)
Genre:Drama
Filmlänge:128min
Regie:Gus Van Sant
Kinostart:19.02.2009
 04.03.2009 (Romandie)
Drehbuch:Dustin Lance Black

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Sean Penn ist Harvey Milk

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San Francisco, 1978: Harvey Milk, der erste schwule Stadtrat, wird von einem homophoben Ratskollegen erschossen. Milk - eine Drama-Queen vor dem Herrn - ahnte die eigene Ermordung voraus. Und hoffte: Wenn er schon sterben müsse, soll sein Tod zum Fanal werden, die Emanzipation der Schwulen voranzutreiben. Regisseur Gus Van Sant gibt sich mit «Milk» alle Mühe, diesem Wunsch gerecht zu werden.

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Wer aber von Sean Penn nicht reden will, der sollte auch von «Milk» schweigen. Denn Gus Van Sants neuer Film ist das, was Kritiker einen «Schauspielerfilm» nennen, um im Nebensatz die «beängstigend intensive» Darstellung zu loben, die Sean Penn eben einen Oscar eingebracht hat. Penn spielt Milk so, dass am Ende nicht der Schauspieler in Erinnerung bleibt, sondern der Charakter. Hinter Milks dämlichem Lachen, seiner linkischen Art, dem ansteckenden Enthusiasmus löst sich der Mime Penn restlos auf. Und das ist gut so.

Die Geschichte ist eine wahre und Harvey Milk eine Ikone der US-Schwulenbewegung. 1978 zog er in den Stadtrat von San Francisco ein - als erster offen homosexueller Mann in einem hohen öffentlichen Amt in den USA. Als Politiker war Milk ein Spätberufener. Erst Ende Dreissig, die Hippie-Gegenkultur stand in voller Blüte, wurde aus dem hedonistischen Wall-Street-Karrierist ein nimmermüder Polit-Aktivist.

Doch seine Amtszeit als Stadtrat sollte kein Jahr dauern: Im November 1978 zog der homophobe Ex-Polizist Dan White die Pistole und erschoss nacheinander Bürgermeister George Moscone und Harvey Milk. Später erklärte Whites Anwalt, sein Klient habe zur Tatzeit unter Depressionen gelitten, verschlimmert noch durch übermässigen Süssigkeitenkonsum. Die Jury liess Milde walten und verurteilte White statt als Mörder nur wegen Totschlag zu sieben Jahren Gefängnis. Die Verteidigung ging als «Twinkie-Defense» in die Rechtsgeschichte ein.

Milks Leben bot schon einmal Stoff für die Leinwand: 1984 kam der Dokumentarfilm «The Times of Harvey Milk» ins Kino und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Für acht Oscars nominiert ist jetzt auch Gus Van Sants Verfilmung - und das nicht nur Sean Penns beängstigend intensiver Darstellung wegen. «Milk» ist ein bestechendes Bio- und Period-Pic, dem Erstaunliches gelingt: Statt Geschichte und Wandel als Werk eines «grossen Mannes» zu verklären, zeigt Van Sant seinen Helden als Teil einer Community, die ihm Kraft gibt und die er wiederum zu inspirieren vermag. Der Name «Milk» mag auf dem Kinoposter stehen und Penn das Aushängeschild des Filmes sein. Aber das ist kein Film über einen einzelnen, sondern ganz universell über eine Gemeinschaft von Menschen, die es satt hat, diskriminiert zu werden. [Bruno Zweifel]

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m&m's Corinne47: sean penn spielt sehr gut und auch sonst überzeugt...
m&m's Gaby: Starke Leistung von Mister Penn...!...
m&m's Ich: Hat mir sehr gut gefallen! ...
m&m's Alexander: Sean Penn ist eben Kino. Das hat er wieder mal bew...
m&m's Jani: Der Film ist sehr ergreifend und man kommt in eine...