Mamma Mia! The Movie - Interview
| Aka Titel: | Mamma Mia! - Der Film |
| Land (Jahr): | USA (2008) |
| Genre: | Comedy, Musical, Romance |
| Filmlänge: | 103min |
| Regie: | Phyllida Lloyd |
| Kinostart: | 17.07.2008 |
| 10.09.2008 (Romandie) | |
| 03.10.2008 (Tessin) |
«Und ich dachte, es tönt doch ganz okay!»
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Der ehemalige James Bond übte die ABBA-Songs unter der Dusche ein.
Pierce, es ist immer ein Vergnügen, Sie zu sehen. Wir sind hier unter der griechischen Sonne - kein schlechter Platz, um diesen Film zu präsentieren, oder?
Ja, ich verbringe eine wunderbare Zeit hier mit allen. Es scheint, dass die Leute den Film mögen. Und Montagnacht wird der Film der ganzen Welt vorgestellt. Ich hatte eine gute Zeit als wir diesen Film drehten letztes Jahr.
Als ich mir den Film angesehen habe, erinnerte ich mich an unser Interview zum Film «The Matador». Damals haben Sie begonnen, richtig Spass an Ihren Rollen zu bekommen. Und diese hier verströmt eine sehr ansteckende Energie!
Nun, ich bekam Hilfe von ABBA und Meryl Streep. Es war ein Ensemble-Film, eine sehr gute Gruppe. Es fühlte sich an, als wäre ich zurück auf der Bühne, als hätte ich noch nie ein Stück gespielt. Phyllida Lloyd, die Regisseurin, schuf diese wunderbare Atmosphäre von Arbeit und Spass in einem, im Stil von «Geh raus und habe Spass!».
Wer war Ihr bester Kritiker wenn es darum ging, ABBA-Songs lautstark vorzusingen, speziell wahrscheinlich unter der Dusche? Ihre Frau, denke ich?
Meine Frau; wäre möglich. Doch als sie mich hörte, sagte sie mir erst viele Monate später, dass sie sehr, sehr besorgt gewesen sei. Vielleicht ist sie es immer noch, ich weiss es nicht. Vielleicht sollte sie auch besorgt sein. Mein Sohn drehte sich zu meiner Frau um und sagte: «Ich bin mir sicher, dass Daddy singt, auch wenn es nicht danach tönt.» Und ich dachte, es tönt doch ganz okay!
Es braucht ja auch einigen Mut, einfach so loszusingen am Set. Sie müssen alles rundherum ignorieren. Doch das ist sicher eine gute Übung, oder nicht?
Ja, ich hatte ja auch eine gute Partnerin in Meryl Streep. Es war einfach mit all denen, die mit mir gespielt haben. Und es macht mich selbst als Schauspieler grösser, wenn die anderen so toll spielen.
Ich habe den Film sehr genossen, es ist so viel Leben darin und auch die Texte von ABBA sind sehr gut geschrieben. Man wundert sich, weshalb dieses Musical nicht schon viel früher aufgeführt wurde. Die Geschichte ist sehr witzig erzählt!
Ja, das ist es! Catherine Johnson hat gute Arbeit geleistet und hat eine witzige und doch sehr simple Geschichte entwickelt. Es kommen Themen vor wie Mütter, die ihre Töchter gehen lassen müssen, junge Liebe oder...
...Väter, die ihre Töchter finden...
Genau! Das sind Themen mit Hintergrund, die jeder kennt. Und das alles eingebettet in die Musik von ABBA... haah... Jetzt habe ich den Faden verloren.
Oh, Sie sind ja selbst ein nostalgischer Vater.
Nein, es ist etwas im Wasser da hinten, aber ich bin wieder voll da. (grinst)
Ich denke, Sie stellen sich gerade vor, ins Wasser zu springen, weil es hier so heiss ist, nicht?
Ja, das ist es. Aber bald habe ich frei. Es ist halt mein Job, hier zu sitzen. Nun, «Mamma mia» hat weltweit solch ein Anklang, weil sich jeder mit der Musik identifizieren kann, jeder kennt ABBA's Musik, jeder hat ein Lieblingsstück und Erinnerungen daran. Jeder kann tanzen und träumen zu dieser Musik.
Sie fühlen sich sichtlich wohl in dieser Rolle als Sam Carmichael. Wie fühlt sich das an, nach so langen Jahren in der Rolle des James Bond, nun auf einmal so eine ganz andersartige Rolle zu übernehmen?
Nun, das ist die eine Art es anzuschauen. Ich finde, dass ich meine Zeit als James Bond hatte. Vielleicht werde ich es für immer bleiben oder vielleicht wird man sich immer an mich als James Bond erinnern. Doch für mich geht es weiter. Das Wichtigste ist halt doch, einen Job zu haben und Geld zu verdienen. Offen gestanden, ich mag meinen Job sehr. Schauspieler zu sein ist sehr interessant. Und wenn die Leute den jeweiligen Film mögen, dann ist das wunderbar.
Ja, ich bin sicher, dass Sie das geniessen. Und ich denke, es ist ein gutes Leben.
Es ist kein schlechtes Leben, Gott sei Dank. (lacht)
[Pierce Brosnan wurde interviewt von Portmann Media]
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