Kung Fu Panda - Filmkritik
| Land (Jahr): | USA (2008) |
| Genre: | Action, Animation, Comedy |
| Filmlänge: | 95min |
| Regie: | Mark Osborne |
| John Stevenson | |
| Kinostart: | 03.07.2008 |
| 09.07.2008 (Romandie) |
Tierische Kampfkunst
Vor sieben Jahren erhielt DreamWorks Animation für «Shrek» den ersten Oscar in der neu geschaffenen Kategorie für Animationsfilme. Seither ist das Studio im Gegensatz zu den Pixar Animation Studios (Auszeichnungen für «Ratatouille», «The Incredibles», «Finding Nemo») immer leer ausgegangen. Dieses Jahr schickt DreamWorks nun die Abenteuerkomödie «Kung Fu Panda» ins Rennen.
Der leicht übergewichtige Panda Po (Stimme von Jack Black) hat einen Traum: Er möchte ein Kung-Fu-Meister werden und sich den legendären Furious Five anschliessen. Die trainieren unter Meister Shifu (Dustin Hoffman) im Jade-Palast. Doch Po ist der Sohn eines Nudelkochs und soll eines Tages das Restaurant übernehmen. Als aber befürchtet wird, dass der schreckliche, seit 20 Jahren eingekerkerte Tai Lung (Ian McShane) ausbrechen und sich an der Bevölkerung rächen könnte, erhält Po seine Chance.
Meister Oogway (Randall Duk Kim) muss vor der versammelten Dorfgemeinschaft den Drachenkämpfer bestimmen, der das Tal vor dem Bösewicht beschützen soll. Die Wahl fällt ausgerechnet auf den überraschten Po. Zufall? Daran glaubt der weise Oogway nicht, obschon der aufgebrachte Shifu berechtigte Zweifel an den Fähigkeiten des Auserwählten hat. Wie soll er bloss den verfressenen Panda zu einem fähigen Kämpfer ausbilden.
Viel mehr muss über die Handlung nicht verraten werden. Das würde bloss die Freude am Einfallsreichtum der Filmemacher schmälern. In der Originalfassung sind neben Jack Black und Dustin Hoffman auch noch Angelina Jolie, Jackie Chan, Seth Rogen, Lucy Liu und David Cross als Mitglieder der Furious Five zu hören. Da aber das Hauptgewicht der Handlung auf der Beziehung zwischen Po und Shifu liegt, kommen vor allem Black und Hoffman zum Einsatz.
Im Gegensatz zu früheren DreamWorks-Produktionen verweist «Kung Fu Panda» nicht ironisch auf andere Animationsfilme. Stattdessen wird ganz auf liebenswerte Figuren, herzhaften Humor und rasante Actioneinlagen fokussiert. Durch diese gelungene Mischung wird der Film zu einem animierten Slapstick-Wunderwerk. Der pummelige Panda bietet dazu den dankbaren Kontrast zu den agilen Kung-Fu-Experten.
«Kung Fu Panda» bewegt sich auch gestalterisch ein wenig von den bisherigen DreamWorks-Werken weg. Angepasst an den mythischen Hintergrund dominieren geheimnisvoll nebelverhangene Landschaften und verspielt geschmückte Gebäude und Innenhöfe. Begnügten sich die Filmemacher der «Shrek»-Trilogie und «Bee Movie» noch vorwiegend mit zweidimensional wirkenden Kulissen, gehen die Regisseure von «Kung Fu Panda» zudem deutlich stärker in die Tiefe und sorgen mit einigen eindrücklichen Schauplätzen für die notwendige Stimmung. [Thomas Hunziker]
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