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Alle Kommentare (10) m&m's Movie Charts

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Aka Titel:James Bond 007: Ein Quantum Trost
Land (Jahr): Grossbritannien, USA (2008)
Genre:Action, Adventure, Drama, Thriller
Filmlänge:106min
Regie:Marc Forster
Kinostart:06.11.2008
 05.11.2008 (Romandie)
Drehbuch:Ian Fleming

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Marc Forster: «Bond ist eigentlich eine gebrochene Figur»

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«Er ist eigentlich eine gebrochene Figur»: Marc Forster über seinen empfindlichen 007.

Marc, erstmal herzliche Gratulation zum Film. Ist wirklich eine tolle Sache. Das war bestimmt eine sehr intensive Zeit für dich. Wie fühlst du dich jetzt, wo alles vorbei ist?
Ein solcher Film ist natürlich schon sehr ermüdend. Ich habe zuvor gerade noch «Kite Runner» gemacht und bin unmittelbar nach dem Ende dieses Filmes beim Bond-Projekt eingestiegen. Das war natürlich schon sehr intensiv.

Was möchtest du dem Publikum mitgeben? Was soll ihm am stärksten haften bleiben von deinem Bond-Film?
Es ging mir hauptsächlich darum, wirklich auf den Charakter von James Bond einzugehen und ihn genau zu studieren. Am letzten Bond-Film hat mich am meisten interessiert, dass Bond am Ende des Filmes seine grosse Liebe verliert und danach einen gewissen Schmerz in sich hat. Dieser Schmerz war das Rückgrat der emotionalen Wanderung, auf der er ist. Ich wollte das, durch zum Teil sehr intensive Action-Sequenzen erzählen, weil Bond selber zum Verfolgten wird und keine Ruhe findet. Er ist eigentlich eine gebrochene Figur. Das hat mich interessiert; ein wenig tiefer in die emotionalen Gefilde von Bond einzutauchen.

Und doch ist der Film sehr actiongeladen und rasant. Hattest du da völlig freie Hand beim Schnitt oder gab es da bestimmte Vorgaben?
Nein, ich habe den Film kreiert, den ich machen wollte. Die Produzenten haben mir auch nie dreingeredet, es gab absolut keine Konflikte. Sie haben mich immer nur unterstützt. Alle meine Filme entstehen eigentlich in der Vorproduktion. Ich bin da sehr präzise. Wenn ich einmal drehe, ist das eigentlich nur der Abspann von dem, was zuvor kreiert wurde. Bei den Actionszenen gehört halt sehr viel Planung dazu. Zwei davon - die Szene mit dem Flugzeug und die Autoverfolgungsjagd am Anfang - wurden von meinem zweiten Kamerateam aufgenommen. Ich habe diese Szenen nicht mit den Schauspielern gedreht. Wir haben uns aber genau abgesprochen. Wenn ich die Sachen gesehen hatte, die gedreht worden waren, habe ich manchmal neue Anweisungen gegeben und sie mussten es noch einmal drehen, damit es dann genau dem entsprach, was mir vorschwebte. Die Action, die ich selber gedreht habe, hat zum Teil grossen Spass gemacht, aber es braucht schon sehr viel Geduld. Ich glaube deshalb eher, dass ich als nächstes wieder etwas kleines, psychologisches machen werde.

Deinen Film haben mittlerweile schon einige Leute gesehen und die Kritiken sind sehr durchzogen. Man hört auch viel, dass Leute gewisse Dinge vermissen oder dass ihnen andere Dinge negativ aufgefallen sind. Wie gehst du damit um?
Das war bei meinen früheren Filmen auch schon so, man kann es nie allen recht machen. Es wird immer gute und schlechte Kritiken geben. Das ist als Filmemacher halt so. Ich lese die Kritiken selber auch gar nie, denn wenn man gelobt wird, hat man das Gefühl, man sei genial und wenn einem jemand runtermacht, meint man, man habe kein Talent. Dabei ist beides eine absolute Illusion. Es spielt auch gar keine Rolle. Wichtig ist, dass ich meine Vision verfilmt habe und ich zufrieden bin mit dem Film, den ich gemacht habe. Aber es ist unmöglich, es mit einem Film allen recht zu machen oder das grösstmögliche Publikum zu erreichen. Ich könnte das gar nicht, denn für mich ist es schlussendlich wichtig, auf meine Vision einzugehen und diese durchzusetzen.

[Marc Forster wurde interviewt von Portmann Media]

Anatole Taubman: «Er hat ja nicht viel Text und ist so zu sagen eine Tapete.»

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«Er ist sozusagen eine Tapete»: Bond-Bösewicht Anatole Taubmann über seinen Elvis.

Es freut mich Dich zu sehen Anatole und Gratulation zum Film. Du hast ja als Schweizer doch eine sehr grosse Rolle und hast auch früher schon Vieles gemacht im deutschsprachigen Raum, meinst Du, dass Du jetzt auch in der internationalen Filmwelt angekommen bist?
Seit zehn Jahren arbeite ich schon regelmässig in Frankreich und England. Fast eigentlich schon mehr in England als im deutsprachigen Raum. Also ich meine jetzt Deutschland, ich arbeite ja auch regelmässig in der Schweiz. Ein solches Projekt für einen kontinentalen Europäer, öffnet natürlich Türen. Aber da ich natürlich schon zehn Jahre im Geschäft bin und weiss wie es national und international abläuft, verändere ich mich auf jeden Fall nicht. Das Leben um mich herum verändert sich ein bisschen. Da kann ich mir den Wolf abspielen bei «Marmorera». Der Bond-Film bringt Dir natürlich eine wahnsinnige Aufmerksamkeit. In Deutschland ist das sehr massiv. Da schaut man regelrecht durch diese Bondluke hindurch und sieht mich und man denkt sich, der hat dies und jenes gemacht. Das ist natürlich schon toll wenn das geschätzt wird. Weil ich auch vor Bond gelebt habe, und dies auch glücklich ...

Aber ist es nicht so, dass sich doch ein paar Türen für Dich öffnen ...
Ja, auf jeden Fall ist es ein Türöffner. Als Mensch verändere ich mich nicht, aber das Leben um mich herum schon.

Du spielst einen Bösewicht, welchen Du angeblich noch gerne spielst. Was muss man beachten, wenn man einen Bösewicht spielt?
Es spielt immer eine Rolle, ob der Film auf einer wahren Geschichte basiert. Dann frage ich mich, welche Recherchemittel mir zur Verfügung stehen. Oder es ist eine fiktive Figur. So wie dieser Elvis, den ich verkörpere. Er hat ja nicht viel Text und ist so zu sagen eine Tapete. Und es ist nicht einfach eine Tapete schillernd und farbenfroh zu kreieren wenn man keinen Text hat. Ich habe mir bevor ich den Film angefangen habe zu drehen, einfach eine 20-seitige Biographie zusammen geschrieben. Wie dieser Elvis lebt, wo er geboren worden ist und wer seine Eltern sind. Einfach um diese Rolle ein bisschen zu begreifen. Es war künstlerisch eher ein Spaziergang gewesen den Bösewicht Elvis zu spielen. Man muss natürlich die Kirche im Dorf lassen: Bond ist Bond. Dies bleibt zur Marke natürlich etwas auf der Strecke. Da geht man schon etwas mehr in die Tiefe. Vor allem beim James Bond. Schlussendlich hat man ein gutes Bild von ihm, wie er eigentlich funktioniert. Was für eine hin und her gerissene Seele in ihm schlummert. Wenn man einen Bösewicht spielt, hat man sicherlich auch mehr Freiheiten. Ich mag eigentlich das Wort Bösewicht nicht so sehr, lieber Antagonist oder Widersacher.

Die schweizerdeutsche Szene war im Kino der Lacher. Wer hatte diese Idee dazu?
Das ist eine gute Frage. Es war eine Zusammenarbeit und zwar hatte ich das Gefühl, dass ich während dem Olga auf mich zu kommt, mit jemandem telefonieren sollte. Marc Forster meinte: Super, telefoniere doch mit Deiner Mutter. Und Mathieu Almaric meinte: Super, telefoniere doch mit Deiner Mutter auf schweizerdeutsch. Dann habe ich mich mit Mathieu für eine Stunde zurück gezogen und wir haben einen Text für diese Szene zusammen gestellt. Im Film ist es minimal, aber eigentlich ging das Gespräch mit meiner Mutter zwei Minuten.

Du und Mathieu ihr seit ja verwandt im Film. Spielen also die Schweizer die Bösewichte?
Also meine Mutter ist halb Französin und halb Schweizerin und ihre Stiefschwester ist Mathieus Mutter. Das klingt jetzt etwas kompliziert. Aber Du hast recht, ob es wieder einmal so viel Schweizerisches dabei haben wird, kann ich nicht sagen. Vor allem würde es mich wundern wenn es wieder einmal in einem James Bond Film einen Schauspieler gäbe, der auf schweizerdeutsch mit seiner Mutter redet.

Was denkst Du wird bei den Zuschauern vom neuen Bond haften bleiben?
Was ein bisschen verloren gegangen ist, da hat auch meine Figur darunter leiden müssen, es ist viel heraus geschnitten worden. So ein bisschen die Leichtigkeit, der Charme, die Ironie, die Coolness oder der Humor, ist eher einexistent in diesem Film. Das sollte man vielleicht wieder etwas mehr berücksichtigen beim nächsten Bond. Was jedoch ganz toll ist, und das ist ein Tribut an Marc Forster, das man einen Einblick hat in James Bonds Leben. James Bond wird eigentlich zum Mensch. Mit Ecken und Kanten. Er weiss selber manchmal nicht, ob er auf der guten oder der schlechten Seite ist. Das finde ich ganz toll und das kann man auch mitnehmen. Das ist eine sensationelle Leistung und man hat sich auch weiterentwickelt nach Casino Royal.

[Anatole Taubman wurde interviewt von Portmann Media]

Olga Kurylenko: «Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal ein Bond-Girl spielen würde.»

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Für die vielen Stunts im neuen Bond trainierte Olga täglich.

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Olga, es freut mich Sie zu sehen. Wir sind hier, um über den neuen James Bond-Film zu sprechen. Haben Sie es sich je träumen lassen, einmal ein Bond-Girl zu spielen?
Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist. Es war so weit weg von mir, dass ich nicht einmal davon träumen konnte.

Wie haben Sie die Rolle denn erhalten?
Ich ging zum Vorsprechen... Zu mehreren Vorsprechen. Es gab ein generelles Casting in Paris, dann ging ich nach London, um den Regisseur zu treffen. Beim letzten lernte ich dann Daniel Craig kennen. Am Ende waren wir noch zu viert, aber mir haben Sie dann die Chance gegeben.

Erzählen Sie etwas über die Dreharbeiten. Ich hörte, dass es einen Autounfall gab und einen irren Typen in Südamerika, der die Dreharbeiten gestört hat. Wie war das für Sie?
Oh, dieser Typ... Er war wirklich verrückt. Zu schade für ihn, denn er wurde eingesperrt (lacht). Und das will man dort wirklich nicht. Ich habe es allerdings nur gehört, ich war nicht dort. Also weiss ich nicht viel darüber.

Marc Forster ist Ihr Regisseur. Wie ist es, mit ihm zu arbeiten?
Es ist ein Vergnügen, eine Segen. Denn ich habe alle seine Filme gesehen. Sie haben mich sehr berührt und ich mag alle von ihnen. Einige von ihnen gehören auch zu meinen Lieblingsfilmen, wie beispielsweise «Monster's Ball», der ist grossartig. Es ist ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, denn er dreht auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Er ist natürlich auch komplett anders als andere Regisseure. Er bevorzugt natürliches und echtes Schauspielern. Er mag es, wenn die Dinge natürlich sind. Wie im richtigen Leben halt. Ich glaube, deswegen sind seine Filme so berührend.

Sie spielen Camille. Was können Sie mir über sie erzählen?
Nichts, ich kann nicht (lacht). Camille ist eine sehr moderne Frau, denn sie ist stark und unabhängig. Sie ist sehr entschlossen bei dem, was sie tut. Sie hat ein Ziel und will es unbedingt erreichen. Sie kämpft auch sehr viel dafür.

Was ist mit Daniel Craig? Wie war es, mit ihm zu arbeiten?
Es ist grossartig, wirklich beeindruckend. Er ist ein so grosser Star, deswegen war ich natürlich sehr beeindruckt, als ich ihn traf. Aber er ist ein sehr netter Typ. Während den Dreharbeiten war er sehr angenehm und hat gut auf mich aufgepasst. Er achtete darauf, dass mir nichts passiert, was ich sehr nett fand. Er ist sehr fürsorglich.

James Bond-Filme sind immer voller Action. Mussten Sie viele Stunts machen?
Ja, ich musste sehr viele Stunts machen und habe auch viel dafür trainiert. Das hat schon Spass gemacht. Ich bin auch noch nicht fertig. Ich muss noch einen Monat trainieren und dann drehen wir die grösste Kampfszene meiner Figur. Bis zum Ende des Monats werde ich also jeden Tag trainieren.

Welche Filme machen Sie eigentlich lieber? Etwas mit viel Action oder lieber etwas dramatisches?
Nun, es ist unterschiedlich. Ich mag beide, obwohl es komplett etwas anderes ist. Dieser Film ist grossartig, weil er Action und Dramatik mischt (lacht). Vor allem dort, wo meine Figur involviert ist. Für mich ist es also perfekt und ich geniesse es sehr.

[Olga Kurylenko wurde interviewt von Portmann Media]

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