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In Bruges - Interview

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Aka Titel:Brügge sehen ... und sterben?
Land (Jahr): Belgien, Grossbritannien (2008)
Genre:Comedy, Crime, Drama
Filmlänge:105min
Regie:Martin McDonagh
Kinostart:17.07.2008
 13.08.2008 (Romandie)
Drehbuch:Martin McDonagh

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Colin Farrell: «Ja, ich habe wirklich viel gelacht.»

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Die Schauspieler über die ausgearbeitete Figurenzeichnung von Martin McDonagh

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Colin und Brendan, ich freue mich sehr, Sie zu sehen. «In Bruges» ist ein sehr witziger Film, der zwar brutal, aber auch sehr liebenswert ist. Das hat bestimmt riesigen Spass gemacht.
Gleeson: Absolut, ja. Wissen Sie, Martin McDonagh ist ein toller Autor und er übertreibt es gerne ein bisschen. Er tut nie das, was man erwartet. Als ich das Skript gelesen hatte, gab es deshalb auch keine Fragen mehr. Ich war sofort dabei.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie sich beim Lesen schiefgelacht haben, weil es so witzige Dinge drin hat.
Farrell: Ja, ich habe wirklich viel gelacht. Erst habe ich gedacht, dass es eine reine Komödie ist, aber dann habe ich realisiert, dass der Film auf einem ganz anderen Level funktioniert. Dafür, dass er so brutal ist und extreme Gewalt zeigt, ist er erstaunlich sanft.

Was auch gut ist, dass alle Charaktere eine tiefe Bindung zueinander aufbauen. Sogar bei der Figur des Harry ist das so. Das ist sehr unerwartet, wenn man sich einen solchen Film ansieht. Aber man denkt dann sofort, dass die Darstellung der Figuren sehr gelungen ist.
Farrell und Gleeson beginnen gleichzeitig zu sprechen.Farrell: Das ist schon so. Sogar der Typ, den man nur in zwei kleinen Szenen sieht ist sehr gut ausgearbeitet. Auch die Figur von Jordan Prentice, der den kleinwüchsigen Jimmy spielt oder die Hotelangestellten machen eine sehr schöne Veränderung im Verlauf des Filmes durch.

Ganz genau. Sie wollten vorhin auch etwas sagen?
Gleeson: Nein, nein. Es ist genau das, was er gesagt hat. Sogar die Amerikaner, mit denen wir uns am Anfang einen kleinen Spass erlauben. Aber es gibt dann auch ganz andere Sachen wie die Schiesserei zwischen Ken und Harry auf dem Glockenturm. Es sind alle Figuren interessant.

Wunderten Sie sich nicht, warum die Geschichte gerade in Brügge spielt? Glauben Sie, dass Martin McDonagh diese Stadt einfach liebt?
Farrell: Nun, Martin war drei Tage dort. Am ersten Tag besuchte er Museen, schlenderte den Kanälen entlang und schaute sich die wunderschöne gotische Architektur an. Ich glaube, dass er von diesem Ort ein wenig verzaubert war. Aber schon am Ende des ersten Tages war er extrem gelangweilt und fragte sich, wie er einen weiteren Tag in Brügge überstehen soll. Aus diesen beiden Ansichten entstanden dann unsere Figuren Ray und Ken. Gleeson: Wir beide haben auch komplett verschieden auf Brügge reagiert. Ich war froh, einmal von der Hektik Londons wegzukommen aber Colin wollte nicht so viel Zeit nur mit sich selbst verbringen. Das mussten wir auch in Martins Kopf bekommen. (lacht).

[Colin Farrell und Brendan Gleeson wurde interviewt von Portmann Media]

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