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Happy-Go-Lucky - Filmkritik

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Land (Jahr): Grossbritannien (2008)
Genre:Comedy, Drama
Filmlänge:118min
Regie:Mike Leigh
Kinostart:21.08.2008
 27.08.2008 (Romandie)
Drehbuch:Mike Leigh

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Lachen gegen den Schmerz

50

Der britische Regisseur Mike Leigh ist in erster Linie für seine genau beobachteten Dramen bekannt. Seine Werke stattet er aber meist auch mit einer gehörigen Portion Humor aus. Ein wahres Feuerwerk an Lebensfreude ist nun die Komödie «Happy-Go-Lucky».

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Die lebenslustige Primarschullehrerin Poppy (Sally Hawkins), kurz für Pauline, lässt sich durch nichts unterkriegen und kann sogar über Schmerzen nur lachen. Als ihr das Fahrrad gestohlen wird, bedauert sie vor allem, dass sie sich nicht davon verabschieden konnte. Aber Poppy ist nicht nur leicht abgedreht, sie ist auch extrem anteilnehmend und eine wunderbare Freundin.

Zusammen mit der Berufskollegin Zoe (Alexis Zegerman) wohnt Poppy in einer Wohnung, feiert an den Wochenenden und philosophiert über das Leben. Weil das Fahrrad entwendet worden ist, nimmt Poppy Fahrstunden. Ihr Lehrer ist der griesgrämige Scott (Eddie Marsan), der sich nicht nur als paranoid, sondern auch als rassistisch herausstellt. Doch Poppy versucht sogar ein Lächeln in seinen Alltag zu bringen.

Eine wirkliche Handlung ist in «Happy-Go-Lucky» eigentlich gar nicht vorhanden. Regisseur und Drehbuchautor Mike Leigh, der für «Secrets & Lies», «Topsy-Turvy» und «Vera Drake» für Oscars nominiert gewesen ist, stellt in einer langen Einführung seine Hauptfigur vor, der er dann zuerst einen Antagonisten entgegen und erst fast zum Ende auch noch ein Liebhaber zur Seite stellt. Dazwischen entwickelt sich das Leben von Poppy, und auch eine heissblütige Flamenco-Lehrerin sorgt für kurzweilige Abwechslung. Leigh schaltet zwar erst mit der ersten Fahrstunde auch einen Gang höher, hält aber danach das Tempo angenehm hoch. Einzig eine märchenhafte Begegnung mit einem Obdachlosen will sich nicht so recht in den Film einfügen.

Eine Wucht ist aber sowieso vor allem die überwältigende Hauptdarstellerin Sally Hawkins, die dieser sehr unbeschwerten, aber doch immer leicht sozialkritischen Komödie zur Höchstnote verhilft. Sie wirbelt durch London und vermag auch jenseits der für gewöhnlich vorherrschenden Lebensfreude die Emotionen fein zu nuancieren. In erster Linie verzaubert ihre Figur aber natürlich durch ihre optimistische Lebenseinstellung und diesem unwiderstehlichen Lächeln. «Happy-Go-Lucky» ist eine herzhaft ehrliche Komödie über die sympathischste Leinwandfigur seit langem. Hawkins wurde für ihre Darbietung an der 58. Berlinale zurecht mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet. [Thomas Hunziker]

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m&m's Martin: Im grossen und ganzen kein schlechter Film. Aber i...
m&m's neneli: Den Film habe ich vor einiger Zeit gesehen und nic...
m&m's Sonja: Die Stimme von Poppy hält keiner länger als fünf M...
m&m's Adrian: und meine Begleitung diskutierten in der Mitte des...
m&m's Colette: Poppy ist eine, die auf die Dauer vermutlich jedem...