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Eagle Eye - Interview

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Aka Titel:Eagle Eye - Außer Kontrolle
Land (Jahr): USA (2008)
Genre:Drama, Thriller
Filmlänge:112min
Regie:D.J. Caruso
Kinostart:02.10.2008
 01.10.2008 (Romandie)
 10.10.2008 (Tessin)

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D.J. Caruso: «Hätte nicht ich den Film gemacht, ich hätte definitiv auf einen Kubrick Film getippt.»

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Der Regisseur will mit seinem Film auf die Gefahren der modernen Technik aufmerksam machen.

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D.J. Caruso, es freut mich, Sie hier in Zürich zu sehen. Eagle Eye ist ein politischer Thriller, wobei man sich nie wirklich sicher ist, um was es sich genau handelt. Was jedoch klar ist, ist dass es um Technik geht. Und es scheint, als wären Sie in dieser Hinsicht etwas pessimistisch.
Ja, das ist schon so. Die Technik, die wir in unserem Leben haben und lieben, unsere Telefone, unsere Black Berrys, die Kreditkarten und unsere Computer. Es ist ein politischer Film, aber letztlich geht es um die Technik die wir lieben, welche gegen uns eingesetzt werden kann. Vor allem in den USA sind die Leute gewohnt an die angebotene Technik. Jedoch sollte man immer vorsichtig sein, denn durch die gesamte Technik weiss jeder wer man ist.

Vielleicht ist dies ja bereits die Message des Filmes. Oder gibt es da noch eine andere?
Ich glaube, wenn man den Film sieht, erkennt man automatisch die tiefere Message. Es erkennt zwar nicht jeder die Message des Filmemachers. Wir versuchen den menschlichen Geist über die Technik zu stellen. Denn der digitale Fingerabdruck zeigt nicht, wer man wirklich ist.

Ist in dem Film auch eine politische Stellungnahme zu entnehmen?
Das ist jetzt lustig, denn viele Leute in den Staaten haben mich immer wieder gefragt, was ich mit dem Film eigentlich sagen will. Nicht jeder sieht das zwar so streng, aber ja, grundsätzlich denke ich, dass Menschen in Führungspositionen Rechenschaft ablegen müssten. Unser Antagonist ist eine Extremfigur, was nicht unbedingt positiv ist, aber sie hat nun mal entschieden, dass jene Entscheidungen, welche die Regierung gefällt hat noch weiteren Schaden anrichten werden und deshalb will sie die Regierung los werden.

Also geht es auch um Veränderungen?
Ja genau, es geht auch um Veränderungen. Die Wahlen sind im November und daher kommt der Film gerade rechtzeitig. Es ist wirklich eine kleine politische Stellungnahme dabei.

Das ist also kein Zufall.
Nein, das ist kein Zufall.

Shia LaBeouf spielt im Film Jerry. Er sagte kürzlich in einem Interview, dass die gesamte Idee und das Konzept des Filmes eigentlich auf einer Idee von Steven Spielberg basiert. Können Sie dazu etwas sagen?
Ja das stimmt. Steven Spielberg hatte die Idee vor ungefähr 10 oder 12 Jahren. Jedoch zu diesem Zeitpunkt hat sich die Technik noch nicht so ganz in unser Leben integriert. Vor vier Jahren dachte er, es wäre an der Zeit den Film zu realisieren. Er beauftragte Autoren damit, ein Drehbuch zu schreiben und nach «Disturbia» legte er mir das Skript vor. Die Idee aber stammt ursprünglich aus Steven Spielbergs Kopf. Dies war für mich als Filmemacher sehr aufregend, schliesslich ist er einer der grössten Filmemacher aller Zeiten.

Wie kommt er auf solche Ideen?
Er ist ein Genie und liebt die Technik. Stanley Kubrick hat sich ebenfalls gerne mit Technik befasst sowie eben auch Steven Spielberg. Das sieht man insbesondere in «A.I.», welcher fast schon ein Kubrick-Film war. Ich glaube es geht um die Faszination der Liebe gegenüber unseren Maschinen. Spielberg meinte zu mir bereits ziemlich früh: So wie man nach «Der weisse Hai» Angst hatte ins Wasser zu gehen, so soll «Eagle Eye» Angst davor erzeugen unser iphone oder Blackberry zu benutzen.

Ist nicht nur «A.I.» sondern auch «Eagle Eye» von der Art her ein Kubrick Film?
Nicht von der Drehart her. Stanley Kubrick war viel geduldiger und hat die Dinge auf sich zukommen lassen. Jedoch hat der Film schon etwas von Kubrick, ein bisschen Hitchcock und auch von Spielberg ist etwas dabei. Doch grösstenteils ist es vor allem meine persönliche Interpretation dieser Regisseure. Nach dem Lesen der Filmbeschreibung und nachdem ich mir den fertigen Film angesehen habe dachte ich: 'hätte nicht ich den Film gemacht, ich hätte definitiv auf einen Kubrick Film getippt.' Man spürt schon, dass die Story von Spielberg oder Kubrick kommt.

Du arbeitest sehr nahe mit Spielberg zusammen, das ist kein Geheimnis. Sowie auch Shia LaBeouf. Wie läuft das so in eurem Dreier-Team?
Ich denke es ist ein tolles Team. Steven ist der Chef und Shia und ich schätzen uns sehr glücklich. Als ich letztes Jahr den Film «Disturbia» gedreht habe, war es das erste Mal, dass Steven Shia als einen Erwachsenen betrachtete und er freute sich auf die Dreharbeiten mit ihm. Anschliessend haben sie ihn zu «Transformers» geholt. Michael Bay versuchte gerade einen Cast zusammenzukriegen und Steven sagte zu ihm: 'Ich habe den richtigen für dich.' Und so hat die Steven-Shia-Zeit begonnen und ich bin sehr froh ein Teil davon zu sein. Wir haben alle eine sehr ähnliche Art zu arbeiten und es macht grossen Spass. Wir werden sicherlich so weitermachen.

[D.J. Caruso wurde interviewt von Portmann Media]

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