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Doubt - Filmkritik

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Zweifeln ist menschlich

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War er's, oder war er's nicht? Philipp Seymor Hoffman versucht sich gegen die Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs an einem Schüler zu wehren. Und gegen Meryl Streep.

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USA, 1964: Während der Schock über John F. Kennedys Ermordung der ganzen Nation noch in den Knochen sitzt, erreicht die von zahlreichen politischen Umbrüchen begleitete Bürgerrechtsbewegung ihren Höhepunkt. Dem damit einhergehenden gesellschaftlichen Wandel versucht auch die Kirche mit grundlegenden Reformen gerecht zu werden. Die Atmosphäre an der Schule und Kirchgemeinde St. Nicholas im New Yorker Stadtteil Bronx ist jedoch nach wie vor geprägt vom gestrengen Geist einer traditionellen katholischen Ausbildungsstätte des letzten Jahrhunderts. Das drakonische Regime der Direktorin Schwester Aloysius Beauvier (Meryl Streep) verschreckt Schüler und Mitschwestern gleichermassen und kontrastiert unangenehm mit der Güte und Offenheit des neuen und unkonventionellen Paters Flynn (Philip Seymour Hoffman).

Als die Schule ihren ersten und bislang einzigen schwarzen Schüler aufnimmt und dieser auffällig hingebungsvoll von Pater Flynn betreut wird, tut sich bei der alten Direktorin und der jungen Schwester und Lehrerin James (Amy Adams) ein dunkler Verdacht auf. Schwester Aloysius, die zwar einige kompromittierende Indizien sowie ihrer moralischen Gewissheit, aber keinerlei Beweise hat, startet kurzerhand einen persönlichen Kreuzzug, um die Wahrheit aus Pater Flynn zu pressen.

Mit seinem gleichnamigen Theaterstück feierte der Dramatiker John Shanley bereits am Broadway beträchtlichen Erfolg. Die Filmadaption des mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Dramas übernahm Shanley denn auch gleich selbst - ein Glücksfall. Denn die dichte Inszenierung profitiert nicht nur vom sorgfältig komponierten Szenenbild und der virtuosen Kameraführung Roger Deakins' («The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford») sondern auch von den wunderbar präzisen und pointierten Dialogen, die von Shanleys Können als Autor zeugen.

Das Motiv des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche wählte Shanley nach eigenen Angaben vor allem deshalb, weil er eine dramaturgische Ausgangslage schaffen wollte, die das Publikum eine möglichst radikale Haltung zum Angeklagten einnehmen lässt. Die Skandale der Kirche bleiben in diesem Drama deshalb nur zweitrangig, denn der eigentliche Kern des Films ist eine zeitlose Parabel über den Konflikt zweier vollkommen unvereinbarer Positionen - und den Momenten des Zweifels. Schwester Aloysius und Pater Flynn, deren Weltbild nicht unterschiedlicher sein könnte, liefern sich in der Position der Anklägerin und des moralisch und intellektuell ebenbürtigen Angeklagten ein fesselndes Duell. Beide scharfsinnig und von komplexem Charakter, lässt Shanley sie bis zum Schluss zwischen Sympathie- und Antipathieträger oszillieren, während er sein Publikum auf eine unruhige und von Zweifeln geplagte Wahrheitsfindung ansetzt. [Cindy Hertach]

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m&m's Patrick: TV-Tip. Grandios gespielt...
m&m's Milena: Dieser Film überzeugt durch hervorragende schauspi...
m&m's Marcel: nicht schlecht. Schluss-Moral total ueberfluesig....
m&m's Judith: Die Feinheiten der Schauspieler, ihr Mut zur unvor...
m&m's Roland: Tja J. Oliver, möglicherweise haben Sie da aufgrun...