Login anzeigen

Das meinen die User

m&m's

3.78 m&m's | 50 User

Alle Kommentare (11) m&m's Movie Charts

Definitely, Maybe - Filmkritik

Auf Watchlist setzen
 

Rate mal, wer Mama ist

30

Das Genre der romantischen Komödie bringt es mit sich, dass der Zuschauer schon ziemlich früh weiß, welche beiden Liebenden sich am Ende in den Armen halten werden. Entscheidend sind für die Handlung viel mehr der Weg dahin und all die Stolpersteine, bis es so weit ist. Adam Brooks' «Definitely Maybe» ist daher eine Ausnahme: hier sind es gleich drei Frauen, die echte Chancen haben, am Ende mit dem Helden vor dem Altar zu stehen.

Bildgalerie

Nicht nur das Publikum rätselt, wer es denn nun wird, sondern auch die zehnjährige Maya (Abigail Breslin). In der Schule wurden zum ersten Mal Sex und Beziehungen thematisiert und so löchert sie abends ihren Papa Will (Ryan Reynolds): «Wie war das damals mit dir, den Frauen und vor allem Mama?» Eigentlich ist der junge Vater alles andere als in der Stimmung für romantische Erzählungen, schließlich steckt er gerade mittendrin in der Scheidung von Mayas Mutter. Doch das Töchterchen lässt nicht locker, und so erzählt er ihr von den drei großen Lieben seines Lebens - und weil er die echten Namen seiner Ex-Freundinnen weglässt, muss nicht nur Maya erraten, wer denn nun eigentlich ihre Mama ist.

Diese Ausgangsidee und die auf Rückblenden basierende Erzählstruktur, sind originell und abwechslungsreich, was in diesem Genre eine echte Leistung ist. Mitunter ist die Geschichte dabei auch noch derart rührend und von Brooks (der als Autor von «Wimbledon» oder dem zweiten «Bridget Jones»-Teil Erfahrung mit romantischen Komödien hat) so stimmig inszeniert, dass einem im Kinosessel doch glatt die Augen feucht werden. Unerwartete Nostalgie kommt sogar auch noch ins Spiel, denn die 90er Jahre scheinen bereits so weit zurückzuliegen, dass einem bei Nirvana-Songs, Bill Clinton und Ziegelstein-großen Handys warm ums Herz wird.

Die kleine Abigail Breslin aus «Little Miss Sunshine» ist noch immer ein Wonneproppen, und auch die erwachsenen Darstellerinnen überzeugen: Elizabeth Banks ist als Emily Wills College-Freundin, die er schweren Herzens zu Gunsten seiner politischen Ambitionen und Clintons Wahlkampfzentrale in New York zurücklässt; Isla Fisher als April, taucht immer wieder in seinem Leben auf und nimmt doch meist die Rolle der besten Freundin ein; Rachel Weisz schließlich, spielt die intellektuelle Journalistin Summer, die zunächst so gar nicht Wills Geschmack entspricht.

Gleichzeitig hat «Definitely, Maybe» allerdings auch ein echtes Problem, denn ausgerechnet Hauptdarsteller Ryan Reynolds erweist sich als völlige Fehlbesetzung. Nicht nur ist sein Gesicht viel zu bübchenhaft, um wirklich einen Handlungsentwicklung von mindestens 15 Jahren wiederzuspiegeln. Vor allem mangelt es dem Kanadier derart an Ausstrahlung und darstellerischen Mitteln, dass man sich keinen Moment vorstellen kann, was diese tollen Frauen jemals an ihm interessiert hat. Für eine romantische Komödie ist das ein schwer auszugleichendes Defizit. [Patrick Heidmann]

weitersagen

m&m's Anou: gute Liebes-Komödie, wenn man Frauen ins Kino einl...
m&m's Tuvok: Dass in der Jetzt Zeit 2008 WILL ein Agent einer W...
m&m's Tuvok: Nun ich denke nach dem 105 Minuten Film werden woh...
m&m's Mel: Es ist eine schöne Geschichte, aber sie haut einen...
m&m's Michael: Ich fand den Film gut. Auch die Story, ist wirklic...