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Che: Part Two - Filmkritik

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Aka Titel:Che - Guerrilla
Land (Jahr): Frankreich, Spanien (2008)
Genre:Drama
Filmlänge:131min
Regie:Steven Soderbergh
Kinostart:23.04.2009
 28.01.2009 (Romandie)
Drehbuch:Peter Buchman

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Zur falschen Zeit am falschen Ort

40

Im zweiten Teil ihres monumentalen Films über Ernesto «Che» Guevara zeigen Steven Soderbergh und Benicio Del Toro das Ende des Guerilleros - und sind dabei zugänglicher geworden.

Bildgalerie

Die irritierende Methode, relevante Ereignisse in der Geschichte vor Schlüsselereignisse im Leben des Helden zu setzen, wird fortgeführt: Der Film macht einen gewaltigen Hüpfer, überspringt Guevaras Jahre im politischen Dienst Kubas ebenso wie seine Einsätze im Kongo. Zu Beginn von «Guerilla» hat Che alle offiziellen Ämter abgelegt und reist - nach einem Kürzeststopp bei Frau und Kindern - verkleidet nach Bolivien. Hier will er wiederholen, was er in Kuba zum Erfolg geführt hat: Der Sturz des Militärregimes mit Hilfe eines versprengten Haufen Guerilleros und der unterdrückten Bevölkerung.

Der Ausgang ist bekannt: Guevara wurde - unter Mithilfe der CIA - am 7. Oktober 1967 festgenommen und zwei Tage später erschossen. Der Einsatz in Bolivien mit seinem katastrophalen Ausgang wird damit in «Guerilla» zum dunklen Spiegelbild des Triumphs in Kuba, wie er in «The Argentine» geschildert wurde. Ein intelligenter Kunstgriff, der alle biographischen Auslassungen rechtfertigt und jeden weiteren Kommentar erübrigt.

Da das Fundament für diese Pointe bereits im ersten Teil gelegt wurde, kann es sich der zweite auch erlauben, zugänglicher und insgesamt gerundeter zu erscheinen: Wir haben kein Vor- und Zurückspringen mehr zwischen verschiedenen Zeitebenen, keine penibles, aber erdrückendes Daten-Droppen: «Guerilla» konzentriert sich ganz auf Ches Tun und Handeln im bolivianischen Dschungel, und er braucht die Ereignisse nicht einmal zuzuspitzen, um - trotz feststehendem Ende - zum veritablen Thriller zu werden:

Guevara (grossartig: Benicio Del Toro) muss zusehen, wie ihm und der Revolution nach und nach die Felle davonschwimmen - der Feind ist besser organisiert, die Truppenmoral schlechter, das Kontaktnetz loser. Als schliesslich die Bauern, in deren Namen die Guerilla kämpft, die Unterstützung verweigern, wird das Fundament von Guevaras Theorie selbst erschüttert: die Überzeugung nämlich, dass die Revolution mit Hilfe der Guerilla überall möglich ist, wo ein Volk unterdrückt wird.

Auch wenn die emotionale Distanz zur Hauptfigur und die Faktentreue weitestgehend beibehalten wird: «Guerilla» ist allein Kraft seiner deprimierenden, aber hochdramatischen Ereignisse ein packender Film, der für sich allein bestehen könnte. Als gelungener Abschluss des Grossprojekts «Che» aber ist er Beweis dafür, dass Soderbergh und Del Toro sich nicht nur gewaltig viel vor-, sondern dabei erstaunlicherweise auch kaum übernommen haben. [Christof Zurschmitten]

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m&m's Kerstin: Ich finde den zweiten Teil genauso gut wie den ers...
m&m's Patrick: In sachen Action läuft in Part Two sicher mehr als...