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Burn After Reading - Interview

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Tild Swinton: «Das grosse Glück ist, dass man mit Menschen arbeiten kann, die man mag.»

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Tilda Swinton hält die Coen-Brüder nicht nur für gute Regisseure, sondern auch für sehr gute Schreiber.

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Es ist schön Sie hier in Venedig zu sehen. Venedig ist ja ein spezieller Ort für Sie, denn Sie haben hier letztes Jahr «Michael Clayton» präsentiert. Es war zudem ein Oscar-Jahr für Sie, vielleicht können wir damit anfangen wie unglaublich dieses Jahr war.
Das habe ich total vergessen, bis mich gestern jemand darauf aufmerksam machte. Es fühlt sich an, als wäre es schon 5 Jahre her. Es ist etwas komisch. Ich denke, wenn ich einen Oscar gewinnen kann, so kann das jeder andere auch. Es ist eine schöne Anerkennung, die beweist, dass es Wunder geben muss.

Das ist jetzt aber ein bisschen bescheiden.
Nein, das ist es eigentlich nicht. Es ist wahr.

Wir sehen Sie hier in einem Film von den Coen-Brüdern. «Burn After Reading» ist eine satirische Komödie mit einer sehr speziellen Art. War es schwer für Sie die richtige Spielart hinüber zu bringen?
Das ist eine gute Frage. Wir hatten dies die ganze Zeit im Kopf. Denn wir haben alle in verschiedenen Welten gearbeitet. Schliesslich ist alles miteinander verlinkt, aber tendenziell haben wir uns nicht oft gesehen. Ich habe nie mit Fran zusammengearbeitet, sowie auch nicht mit Brad. Ich habe hauptsächlich mit George und John gearbeitet. Leider auch nicht mit Richard Jenkins.Und wenn wir uns dann alle gesehen haben, haben wir uns geneckt wie unterspielt wir alle sind. Jeder war etwas beunruhigt und fragte sich, ob wir nicht übertreiben. Diese spezielle Art war wirklich der Knackpunkt. Aber sie waren sich sehr sicher wie sie es anpacken wollten und sie versicherten sich bei uns, dass wir es auch wirklich richtig angehen. Es ist ein bisschen so, wie ein Orchester zu dirigieren. Alle Instrumente stehen in verschiedenen Räumen. Sie müssen dann in die verschiedenen Räume rennen und auf die Leute achten, damit sie die richtige Lautstärke treffen. Das war ihr Trick.

Die Skripts sind sehr speziell geschrieben. Haben Sie diese von Anfang an verstanden?
Erstens sind die Coen Brüder nicht nur gute Regisseure, sondern auch sehr gute Schreiber. Es ist wahrscheinlich mit gemütlicher Arbeit verbunden, ein solches Stück zu leiten. Das Skript zeigt in seiner Art sehr klar das Auge des Regisseurs. Man kann sich auf das Konzept des Skripts verlassen.Sie haben auch sehr eng mit einem Storyboard-Zeichner zusammen gearbeitet. Sie wissen sehr genau, was sie wollen. Sie würden nie etwas filmen, was sie nicht möchten. Wenn sie uns jetzt filmen würden, während wir miteinander reden, würden sie zum Beispiel sagen, wir möchten nur dein Knie sehen. Sie würden mich gar nicht erst filmen. Sie wissen wirklich sehr genau was sie wollen und denken immer redaktionell. Sie sprengen auch nicht den Rahmen. Sie haben oft im Storyboard einen speziellen Gesichtsausdruck gezeichnet. Dies kam immer sehr gut an.

Sie haben letztes Jahr erlebt wie es ist mit George zu arbeiten und jetzt erleben Sie Brad und George zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass die Steigung der Menschenmassen, welche sich dafür interessieren, sehr massiv sein muss. Wie erleben Sie das von Ihrer Seite aus?
Für mich ist es sehr einfach. Ich bin eher im Hintergrund. Wie ein Baby-Elefant am Ende des Umzugs. Das ist super. Ich habe überhaupt keinen Druck.

Aber wie gehen Brad und George damit um? Wie bewältigen sie das?
So wie sie es immer machen. Sie sind beide sehr aufgeschlossene und mitwirkende Personen. Für sie ist es einfach ein neuer Tag.

Wie war es für Sie, an der Seite von George in zwei verschiedenen Situationen und in zwei verschiedenen Filmen zu spielen?
Ebenfalls mit Brad. Ich habe auch schon mit ihm gearbeitet.

Ja genau. Das ist eine sehr interessante Aufgabe. Es sind die gleichen Schauspieler in verschiedenen Rollen.
Wissen Sie, das grosse Glück im Leben ist, dass man mit Menschen zusammenarbeiten kann die man mag. Es spielt nicht wirklich eine Rolle, welche Figur sie in dem Film verkörpern. Man möchte mit Menschen zusammen Zeit verbringen, mit denen man sich gut versteht. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mit Menschen Zeit verbringen kann, die ich mag. Es fühlt sich einfach sehr familiär an. Es ist eigentlich so wie am Anfang meiner Karriere. Ich habe mit einem Filmemacher zusammen gearbeitet, mit welchem ich meine ersten sieben Filme gedreht habe. Es war immer dasselbe Team und daher eine sehr familiäre Stimmung. Das habe ich sehr genossen.

[Tilda Swinton wurde interviewt von Portmann Media]

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