Bienvenue chez les Ch'tis - Interview
Kad Merad: «Der grosse Erfolg des Films basiert wohl tatsächlich auf seiner Normalität.»
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Der Hauptdarsteller in "Bienvenue chez les Ch'tis freut sich über den riesigen Erfolg des Filmes.
Kad Merad, in welches Genre ist der Film einzuordnen?
Ich habe von Anfang an gespürt, dass es sich um einen Autorenfilm handelt. Ein Film, geschrieben von einem echten Ch'ti - einem Typen aus dem hohen Norden! Das habe ich sofort gemerkt. Schon am Telefon bekräftigte ich, wie lustig ich den Stoff finde. Keine konstruierte Komödie, sondern ein Film eines Ch'tis, der die Region und die Leute wie seine eigene Westentasche kennt. An diesem Film ist nichts gekünstelt. Der Erfolg des Streifens freut mich darum sehr, da es kein programmierter Blockbuster ist, der hier für Furore sorgt!
Wie können Sie es sich erklären, dass dieser Film in Frankreich bald erfolgreicher ist als «Titanic»?
Im Grunde handelt es sich um einen ganz normalen Film mit einem aussergewöhlichen Schicksal. Der grosse Erfolg des Films basiert wohl tatsächlich auf seiner Normalität. Ein Film von normalen Leuten für normale Leute! Schon bei der Promotion wurde bloss verkündet, dass es sich um einen sympathisch bescheidenen Film handelt. Es wird also wohl noch viel Zeit vergehen, bis die Leute herausgefunden haben, warum er so erfolgreich ist!
[Kad Merad wurde interviewt von Portmann Media]
Dany Boon: «Mich hätten schon ein paar Milliönchen beeindruckt!»
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Für den Regisseur ist sein Film eine Liebeserklärung an den Norden Frankreichs.
Dany Boon, schön Sie hier in Cannes zu sehen. Bedeutet es Ihnen viel, dass Ihr Film in Frankreich momentan alle Rekorde bricht?
Nein, um die Einspielergebnisse kümmere ich mich kaum... Mich interessiert nur der Vergleich mit dem Kassenschlager «Titanic». In Frankreich sollte ein französischer und kein amerikanischer Film ganz zuoberst auf dem Treppchen stehen!
Haben Sie einen solchen Grosserfolg erwartet?
Nein, damit konnte natürlich nicht gerechnet werden. Mein erster Film «La maison du bonheur» hat bloss etwas mehr als eine Million Euro eingespielt. Wir haben uns gesagt, dass es toll wäre, wenn der Film ungefähr zwei Millionen einspielen würde... Doch dann wurden es 10, 11, 12, 13, 14, 15 Millionen. Dabei hätten mich schon ein paar Milliönchen beeindruckt!
Erzählen Sie etwas über die Komik des Filmes.
Es ist schwierig, ein grosses Publikum, also Menschen aller Gesellschaftsschichten, mit einer einfachen Geschichte zum lachen zu bringen. Ich wollte die Leute mit einer simplen, aber gleichzeitig tiefgründigen Story bewegen. Darin lag die grosse Schwierigkeit. Es sollte ein Film voller Menschlichkeit werden, der die Zuschauer durch seine Warmherzigkeit berührt. Daneben trug der Charakter des Nordens viel zum Erfolg bei. Im Norden sind die Leute so herzlich... wie meine Mutter beispielsweise! Ich musste nichts dazu erfinden, sondern nur die richtigen Schauspieler finden, um meine Geschichte einem grossen Publikum erzählen zu können. Im Grunde ist der Film also nichts anderes, als eine Liebeserklärung an diese Region... und an meine Mutter!
[Dany Boon wurde interviewt von Portmann Media]
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