| Land (Jahr): | Australien, USA (2008) |
| Genre: | Drama |
| Filmlänge: | 165min |
| Regie: | Baz Luhrmann |
| Kinostart: | 25.12.2008 |
| 24.12.2008 (Romandie) | |
| 16.01.2009 (Tessin) |
Nicole Kidman: «Ich glaube wir alle möchten ein bisschen so sein wie Scarlett O'Hara.»
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Die Australierin war fasziniert von Baz Luhrmanns Setting.
Es ist schön Sie hier zu sehen Nicole. Ich habe den Film «Australia» gestern gesehen und es hat mich daran erinnert, dass ich als Kind immer schon davon geträumt habe, wie Scarlett O'Hara zu sein. Es muss dasselbe für Sie gewesen sein.
Ja absolut, ich glaube wir alle möchten ein bisschen so sein wie Scarlett. Es geht bei diesem Film auch um eine Art Anerkennung an die grossen Filme wie «The African Queen», «Gone With The Wind» oder «Giant». Es ist eine Anspielung auf alle diese Filme.
Sie spielen Lady Sarah Ashley. Sie ist eine sehr interessante Frau und es muss eine Herausforderung für Sie gewesen sein, sie zu verkörpern.
Ja die Art wie ich von Komödie zu Drama wechseln musste, war eine Herausforderung. Ich musste eine gute Balance finden.
Inwiefern hatten die Kulissen einen Einfluss auf die Geschichte?
Für Baz sind die Gesichter und Landschaften ebenfalls Hauptfiguren in der Geschichte. Genau wie die Special-Effects. Das fand ich grossartig.
Interessieren Sie sich dafür? Schauen Sie sich jeweils abends die Szenen an, die Sie tagsüber gedreht haben?
Nein, ich habe mir die Szenen nie angeschaut. Es ist schon schwer genug für mich den Film anzuschauen (lacht). Das ist nicht der Grund, warum ich Filme drehe. Es geht bei mir darum, eine Geschichte zu erzählen. Aber ich bin nicht daran interessiert mir die Geschichte selber anzuschauen. Mir ist es lieber, wenn andere den Film sehen.
Hugh hat mir erzählt, dass Sie sich sehr gut mit seiner Frau verstanden haben. Wie war es, als Sie angefangen haben zu drehen? War es einfacher für Sie, so die richtige Chemie zwischen Ihnen beiden zu finden?
Ich fand es einfacher. Er interessiert sich auch sehr für die Kunst und seine Frau ist auch Schauspielerin. Das gegenseitige Verständnis existierte also bereits. Ich glaube, wenn man sich wirklich in seine Figur hineinversetzen und die Wahrheit wiedergeben möchte, muss man sich wirklich engagieren. Wir haben auch darüber geredet, dass wir das unbedingt so machen müssen.
Geben die Kunst und Filme das Leben genau so wieder, wie es ist? Sie waren in Filmen ja auch schon auf der Suche nach sich selbst und sind sogar schon Mutter geworden - wie jetzt kürzlich im richtigen Leben.
Ja es war etwas verwirrend. Es ist meistens so, dass alles zusammenkommt. Mein ganzes Leben wurde durcheinander gebracht. Wie auch im Film «The Hours», als ich Virginia Woolf spielte. Dasselbe auch bei diesem Film. Plötzlich wurde ich schwanger und wurde Mutter. Die damit verbundenen Emotionen waren sehr präsent und greifbar. Es war wirklich sehr seltsam, wie das alles passierte. Aber das Leben ist einfach seltsam (lacht).
Werden Sie Ihre Tochter Sunday-Rose vor den Nachteilen, die das berühmt sein mit sich bringt, warnen? Wie werden Sie das managen?
Ich werde sie nicht warnen, es geht mehr darum sie zu beschützen. Sie ist jetzt schon berühmt, ich meine, Sie kennen auch bereits ihren Namen. Das ist nicht normal. Ich möchte sie einfach beschützen. Ich versuche jedoch sie nicht zu sehr zu beschützen. Ich erlaube ihr schon etwas, werde dabei aber versuchen, sie nicht so ausgestellt und ungeschützt zu lassen.
[Nicole Kidman wurde interviewt von Portmann Media]
Hugh Jackman: «Baz ist vom Ästhetischen her unglaublich.»
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Hugh Jackman weiss, dass man nie mehr so gut aussehen und dargestellt wird, wie in einem Baz Luhrmann-Film.
Es ist schön Sie hier in New York zu sehen. «Australia» ist ein farbenfroher Film und ein grosses Projekt. Inwiefern hat Baz Luhrmann mit seiner Art den Film beeinflusst?
Es ist sehr angenehm als Schauspieler mit Baz zusammenzuarbeiten. Ich habe in seiner Gegenwart noch nie irgendwelchen Stress erlebt. Man weiss, dass man nie mehr so gut aussehen und dargestellt wird, wie in einem Baz Luhrmann-Film. Er ist vom Ästhetischen her unglaublich. Klar, er hat die Skripts geschrieben und kennt jeden einzelnen Aspekt des Filmes. Aber auch vom technischen her, wie der Film dargestellt wurde, ist es einfach grandios. Man merkt, dass er sich auch als Schauspieler fühlt.
Sie spielen «Drover», welcher eine grosse Hintergrundgeschichte hat. Es bleibt Baz jedoch fast zu wenig Zeit, um dies richtig zu zeigen. Wie ist das für Sie?
Es hat lange gedauert, bis wir die Hintergrundgeschichte entwickelt hatten. Wer Drover genau ist und wie viel wir zeigen können. Ein Teil von seiner Geschichte zeigt, dass er es sich selber ausgesucht hat, dass man ihn Drover nennt. Er will Drover genannt werden. Er möchte ein Aussenseiter sein. Baz hat in diesem Film auch mit vielen Bildern von anderen Filmen gespielt. Am Anfang des Filmes sieht man Drover und er ist unglaublich raubeinig. Er sieht aus, als käme er aus der sozialen Unterschicht, total verwegen. Bevor man sich der Geschichte überhaupt annimmt, fängt man an zu verstehen wer Drover eigentlich ist. Was Baz am Anfang des Filmes versucht zu vermitteln, ist breite Komik. Man löst sich etwas und ist anschliessend bereit sich der Geschichte anzunehmen.
Reden wir über die Chemie zwischen Ihnen und Nicole Kidman. Sie kennen sich ja schon länger und pflegen eine Freundschaft. Wurde es dadurch schwieriger die beiden Figuren zu spielen?
Es ist so, dass Nicole eine Freundin meiner Frau ist. Sie haben sich schon gekannt, bevor ich meine Frau kennen gelernt habe. Ich habe Nicole anschliessend auf Partys gesehen und sie auch kennen gelernt, aber sie war eigentlich immer mehr die Freundin meiner Frau. Als wir begannen zusammen zu arbeiten, war es perfekt, denn wir hatten eine familiäre Beziehung zueinander. Ich hatte schon immer eine Zuneigung zu ihr und habe sie gemocht. Wobei sie immer auch ein Geheimnis um sich macht. Ich glaube dasselbe denkt sie auch über mich. Und das machte unsere Zusammenarbeit perfekt. Das Schlechteste, was passieren könnte, wäre wenn man sich hassen würde. Das zweit Schlechteste wäre, wenn man eine zu familiäre Beziehung zu einander hätte. Man verliert so schnell die Aufmerksamkeit und der Film ist schliesslich langweilig anzuschauen. Nachdem ich einen Film gesehen habe, kann ich immer abschätzen wie gut sich die Darsteller verstanden haben. Man merkt wenn sie sich näher kennen und zusammen auf Partys gehen. Der Film hat schliesslich einfach eine andere Qualität. Es ist nicht immer besser, wenn man sich gut kennt. Bei einer Komödie ist es bestimmt besser, aber bei einem Film wie «Australia» nicht. Bevor wir angefangen haben zu drehen, haben Nicole und ich darüber geredet, wie wir das Ganze anfangen sollen. Wie wir es managen sollen. Das war wichtig.
[Hugh Jackman wurde interviewt von Portmann Media]
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