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27 Dresses - Interview

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Katherine Heigl: «Viele andere - unter anderem auch ich - sind eher neurotische und hirngesteuerte Schauspieler.»

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Im Interview spricht Heigl über die Zusammenarbeit mit ihren beiden männlichen Filmpartnern.

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Katherine, erzählen Sie uns etwas über Ihre Figur Jane.
Jane ist eine Frau, mit der sich jeder irgendwie identifizieren kann. Das ist so, weil sie sich um alle anderen kümmert und das Leben anderer Menschen vor ihr eigenes stellt. Sie hat dabei einen etwas nervösen Humor und findet in jeder Situation etwas komisches. Ich denke, es ist gut, dass sie ihre Freundin Casey hat, die sie bei ihrer eigenen, ziemlich unruhigen Hochzeit mit Kevin sehr gut unterstützt. Und das, obwohl Jane eine Frau ist, die immer «ja» sagt. Sie ist aber trotzdem intelligent, lustig und interessant.

Wieso ist Jane so oft eine Brautjungfer, aber will zuerst gar nicht selbst heiraten?
Für mich ist der rote Faden an dem ganzen Projekt, dass Jane nicht ungern eine Brautjungfer ist. Sie liebt es sogar. Aber sie übertreibt es einfach. Sie ersetzt einfach die Erfahrungen, die sie selbst machen müsste, mit denen von anderen Leuten und füllt ihr Leben mit deren Wünschen und Bedürfnissen. Sie macht alles, was diese Leute durchmachen, am Rande ebenfalls mit. Sie verkommt so zu einer Nebenfigur in ihrem eigenen Leben.

Wie war es, mit Edward Burns zu arbeiten? Er spielt im Film ja Ihren Chef, den Sie anhimmeln.
Er ist erstaunlich. Er hat eine sehr bodenständige, eine sogenannte «Long Island»-Persönlichkeit. Er ist einer der lockersten Menschen, die man unter Schauspielern findet. Viele andere - unter anderem auch ich - sind eher neurotische und hirngesteuerte Schauspieler. Er ist überhaupt nicht so. Er ist einfach Ed.

Wie war die Arbeit mit James Marsden, den Sie im Film schlussendlich heiraten?
Jimmy hat einen Humor, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann. Er ist sehr schlagfertig, klug und einfach unglaublich lustig. Es ist toll, mit ihm zu arbeiten, weil man einfach alle fünf Sekunden etwas zu lachen hat. Wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen und er ist perfekt geeignet für seine Rolle, denn ich sehe Kevin genau so, wie Jimmy ist. Er ist einfach sehr freundlich und hat immer die perfekte Antwort parat. Das ist es auch, was die Figur Kevin ausmacht. Er ist auch immer voll dabei.

[Katherine Heigl wurde interviewt von Portmann Media]

James Marsden: «Ich bin immer der Typ, der zwar sehr nett ist, aber schlussendlich das Mädchen nicht bekommt.»

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In romantischen Komödien versucht der Schauspieler die Männerperspektive darzustellen.

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James, warum wollten Sie unbedingt die Rolle von Kevin übernehmen?
Ich habe es in den letzten fünf oder sechs Jahren meiner Karriere geschafft, meinen Weg in diese Dreiecks-Liebesfilme zu finden (lacht). Es endete immer damit, dass ich der Typ bin, der zwar sehr nett ist, aber schlussendlich das Mädchen nicht bekommt. Er wird zwar irgendwie geliebt, aber die Mädchen wollen ihn lieber mit einer anderen sehen. Ich wollte deshalb unbedingt einmal in einem Film mitmachen, wo ich der Hauptdarsteller bin und am Ende das Mädchen bekomme. So wie in diesem Film.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Figur Kevin.
Kevin arbeitet für das «New York Journal». Er schreibt diese poetischen kleinen Berichte über Menschen, die heiraten. Die Frauen mögen es sehr, wie er schreibt, denn er verfasst seine Texte immer ein wenig wie einen Liebesroman. Aber er selbst hasst es und glaubt einfach nicht an das Heiraten. Er ist ein richtiger Griesgram. Aber er tut das, weil er in die «richtige» News-Abteilung der Zeitung wechseln will. Er versucht deshalb, seinen Boss mit einer richtigen Story zu überzeugen.

Wie läuft es denn ab, als er Jane das erste Mal sieht?
Er trifft dieses Mädchen bei einer Hochzeit und dann noch bei einer zweiten am selben Tag. Sie sprechen dann über das Heiraten und er sagt, dass die Chancen sowieso nur fifty-fifty stehen, dass die Beziehung hält. Sie ist aber völlig besessen vom Heiraten und davon, die Brautjungfer zu sein. Es ist so eine «Harry meets Sally»-Dynamik zwischen Kevin und Jane. Während er diesen Artikel über sie schreibt, bemerkt er ihre verschiedenen Charakterzüge, die er sehr attraktiv findet. Er glaubt, dass sie etwas ganz besonderes ist. Deshalb beginnt er über seinen Artikel nachzudenken.

Wie haben Sie es angestellt, dass dieser Film auch etwas für Männer ist?
Ich versuche mein bestes, allen klarzumachen, dass dieser Film auch etwas für Männer ist. Man kann sich in diese ganze Weiblichkeit hineinbegeben. Also die Kleider, die Hochzeiten und all diese Dinge. Ich weiss nicht, ich glaube nicht, dass es Männer- und Frauenfilme gibt. Ich glaube, Filme sind entweder gut oder erfolglos. Ich mag es nicht zu sagen «guter Film - schlechter Film». Ich glaube, man kann romantische Komödien machen, die auch Männern gefallen. Ich versuche dabei einfach immer, die Männerperspektive darzustellen.

[James Marsden wurde interviewt von Portmann Media]

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