| Land (Jahr): | USA (2008) |
| Genre: | Drama |
| Filmlänge: | 123min |
| Regie: | Robert Luketic |
| Kinostart: | 05.06.2008 |
| 04.06.2008 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Peter Steinfeld |
Kevin Spacey: «Ich weiss nicht warum die Leute denken, ich könnte ein Mentor sein. »
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Für «21» war Kevin Spacey auch als Produzent verantwortlich.
Kevin, es freut mich sehr Sie zu sehen. Ich habe den Film sehr genossen, denn er ist wie ein gutes Musikstück. Ein mitreissender Rhythmus und das richtige Tempo für diese Geschichte. Geniessen Sie das als Schauspieler?
Nun, wenn man dreht, geht es immer sehr lange und man hat keine Ahnung, wie das Tempo des Films schlussendlich sein wird. Wir haben aber sehr viel Zeit mit der kreativen Seite des Projekts verbracht und darüber nachgedacht, wie wir die Geschichte möglichst interessant erzählen können. Das Buch habe ich bereits vor fünf Jahren gefunden und habe es dann an MGM verkauft. MGM hat uns aber nicht gesagt, dass sie selbst auch verkauft werden. Deshalb haben wir vier Jahre verloren. Damals dachten wir noch, wir seien der Zeit voraus, und dann kamen plötzlich all die anderen Filme über Vegas, TV-Sendungen, Serien, Pokerturniere, Reality-Shows... Wir überlegten uns daher, wie wir Las Vegas attraktiv aber dennoch anders in Szene setzen könnten. Wir entschieden uns, den Kontrast zwischen dem Leben in Boston und jenem in Las Vegas hervorzuheben. Das gab dem Film viel Tempo und Energie und macht vor allem eins deutlich: Vegas ist extrem sexy.
Sie haben es sehr gut verstanden, den Figuren jeweils eine eigene Persönlichkeit für Boston beziehungsweise Las Vegas zu geben. War es kritisch für Sie, mit all diesen Schauspielern zusammenzuarbeiten und für sie so etwas wie ein Mentor zu sein auf dem Set?
Nein. Ich weiss nicht, warum die Leute denken, ich könnte ein Mentor sein. Es sind meine Freunde und wir hatten eine tolle Zeit zusammen. Ich möchte sowieso niemanden bevormunden, der mich nicht ausdrücklich um meinen Rat gefragt hat. Wir haben aber schon über unsere bisherigen Erfahrungen gesprochen. Aber das ist eigentlich etwas, das ich in Workshops mit jungen Schauspielern, Regisseuren und Drehbuchautoren mache. Dort ist es das Ziel, den Leuten Tipps zu geben und sie weiterzubilden. Wenn ich aber in meinem eigenen Leben professionell arbeite, möchte ich diese Vaterrolle nicht annehmen (grinst).
[Kevin Spacey wurde interviewt von Portmann Media]
Jim Sturgess: «Es war toll, in zwei so unterschiedlichen Welten zu drehen. »
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Den Kick, in einem Casino in Vegas zu zocken, hat Sturgess genossen.
Jim, es freut mich sehr, Sie hier in Las Vegas zu sehen. Sie haben interessante Monate hinter sich, in denen Sie einige Filme gedreht haben. Das muss sehr speziell sein für Sie.
Ja, das ist es. Es ist erstaunlich, wenn man sieht, wie kurz nacheinander diese Filme ins Kino kommen. Aber es ist toll, denn man hat sehr viel Arbeit investiert und hat die ganze Aufregung beim Drehen mitgemacht. Es ist dann komplett etwas anders, wenn der Film dann herauskommt und man die Reaktionen des Publikums hört.
Bei diesem Film war ich fasziniert von den Figuren. Sie haben zwei völlig verschiedene Leben in zwei unterschiedlichen Städten. Hilft Ihnen das dabei, wenn Sie in die Stimmung für Ihre Figur kommen müssen, wenn Sie im Film eine so starke Wandlung durchmacht?
Selbstverständlich ist es schön, wenn eine Figur eine derartige Entwicklung durchmacht. Zu Beginn ist er noch eine ganz andere Person, verglichen mit jener am Schluss. So etwas zu spielen macht natürlich Spass. Nur schon die zwei gegensätzlichen Welten: Auf der einen Seite Las Vegas, wo Ben so sein kann, wie er möchte; auf der anderen Boston, wo er das brave Muttersöhnchen ist. Da ist er noch nicht der selbstbewusste coole Typ, der er später in Las Vegas wird.
Vor allem, wenn der Film in einem Casino spielt, ist die Körpersprache sehr wichtig. Wie haben Sie Ihre Figur physisch dargestellt?
Ich kam mir vor wie ein Produkt meiner Umgebung. Allein der pure Kick, den man verspürt, wenn man in einem Casino sitzt, beeinflusst einen. Auch sonst verbringt man viel Zeit in Vegas und zockt und bekommt sein ganz eigenes Gefühl für die Kartentische. Wenn man in einem Millionenteuren Anzug durch Las Vegas stolziert, fühlt man sich schon sehr sicher. Wenn man dann zurück in Boston ist und einen Pullover trägt, ist das schon etwas anderes. Es war toll, in zwei so komplett unterschiedlichen Welten zu drehen. Das hat mir bei der Entwicklung meiner Figur sehr geholfen.
[Jim Sturgess wurde interviewt von Portmann Media]
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