The Number 23 - Interview
| Aka Titel: | Nummer 23 |
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Drama, Mystery, Thriller |
| Filmlänge: | 95min |
| Regie: | Joel Schumacher |
| Kinostart: | 22.03.2007 |
| 18.04.2007 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Fernley Phillips |
Jim Carrey:«...sogar den Namen meiner Firma habe ich in 'JC 23' geändert.
Der Komiker glaubt nicht nur im Film an die Nummer 23, auch sein privates Leben ist darauf ausgerichtet.
Jim, es freut mich, Sie zu sehen. Haben Sie gezählt, wie oft Sie in der ganzen «The Number 23»-Ära «23» gesagt haben?
Bestimmt 23'000 Mal. Also auf jeden Fall ein Mehrfaches von 23.
Für Sie war es aber besonders, weil Sie bereits eine Affinität zur Zahl 23 haben.
Ja, das begleitet mein Leben schon seit Jahren. Ein Freund von mir in Kanada hat sich schon immer mit der 23 beschäftigt und ich dachte, er sei verrückt. Dann hat sich das Ganze aber auch in mein Leben eingeschlichen und ich begann, diese Zahl überall zu sehen. Das hat mein Leben wirklich sehr beeinflusst. Ich habe es all meinen Freunden erzählt und sogar den Namen meiner Firma habe ich in «JC 23» geändert. Das habe ich getan, weil mich jemand auf einen Bibelvers aufmerksam gemacht hat. Genauer gesagt, den Psalm 23, der vom Tal der Schatten des Todes und ohne Furcht. Ich dachte mir dann, das sei eine gute Lebensart. Deshalb habe ich meine Firma «JC 23» getauft. Ich habe das dann einem Freund über das Internet erzählt. In diesem Moment kam ein anderer Freund mit einer Zeitung herein. Ich schrieb gerade vom Tal der Schatten des Todes und er kam mit der Zeitung herein. Es war der 23. und in der Zeitung stand «Das Tal des Todes blüht». Im Death Valley blühten damals Blumen, die schon seit hundert Jahren nicht mehr geblüht hatten. Mein Freund sagte, «lass uns auf eine Motorradtour gehen». Wir gingen dann selbstverständlich und am Tag, an dem wir von unserer Tour zurückkamen, starb der Papst. Um 02:37 Uhr Eastern Standard Time. Das sind 23, die Zahl des Death Valley, und die 7, die Nummer, welche die Bibel vervollständigt.
Darüber könnte man wahrscheinlich noch lange weiterdiskutieren. Ihre Rolle im Film ist ganz besonders. Sie spielen zwei Personen in einer... Das war bestimmt eine schwierige Performance.
Ja, die Figur im Buch war sein inneres Ich und rückt immer mehr in den Vordergrund. Es war sehr faszinierend, das zu spielen. Es war auch eine grosse Chance für mich, weil ich den Familienmann - den normalen Joe, der ganz gewöhnlich lebt und seine Familie und seinen Job liebt - und diesen dunklen, brütenden Typen spielen konnte. Ich hatte noch nie zuvor die Gelegenheit, in eine solche Rolle zu schlüpfen. Meine Freundin war sehr glücklich darüber und sagte immer wieder «wenn die nur wüssten...». Du solltest immer so sein, komm' so nach Hause (lacht)!
Es ist wirklich eine sehr düstere Rolle. Sie haben aber zuvor Komödien gemacht und werden sich auch nachher wieder diesem Genre widmen. Wie konnten Sie diesen Part von den «leichteren» Sets abgrenzen?
Nun, ich starte in meinem Leben von einem Zentrum aus, wo keines dieser Dinge darin ist. Von diesem Punkt aus kann ich einen bestimmten, aber auch einen komplett anderen Weg einschlagen. Aber das Zentrum ist immer das Selbe. Das ist das Bewusstsein des Ganzen. Ich glaube nicht, dass ich mein eigenes Bild male, sondern dass es gemalt wird. So bin ich. Ich bin nichts von dem, was ich tue. Ich habe dieses wundervolle Zentrum, von wo aus ich in verschiedene Richtungen gehen kann. Von einem Maler aus gesehen: Ich kann mit verschiedenen Farben arbeiten. An einem Tag benutzt man beispielsweise blau und merkt, dass man eine Wut in sich spürt. Da geht man einfach hin und malt es. Ich schaue einfach immer ganz genau, was von mir erwartet wird. Ich vertraue dabei auf die Idee, dass wenn ich genau das mache, was von mir erwartet wird, ich alle auf meiner Seite habe. Im besten Fall sind das sehr viele Leute. Ich bin einfach glücklich, wenn ich das so machen kann.
[Jim Carrey wurde interviewt von Portmann Media]
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