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Alle Kommentare (10) m&m's Movie Charts

Adrien Brody: «Es war oft schwer, ein ernstes Gesicht zu machen»

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In einem eigentlich tragischen Film, fiel es dem Schauspieler oft schwer ernst zu bleiben.

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Adrien, es freut mich, sie hier am Filmfestival in Venedig zu sehen. Ich habe «The Darjeeling Limited» sehr genossen. Insbesondere wegen dem metaphorischen Kontext. Diese drei Jungs reisen mit viel Gepäck, ich nenne es mal emotionales Gepäck. Erzählen Sie uns etwas mehr über ihre Reise.
Es ist, wie Sie gesagt haben. Wir drei haben alle unser Gepäck zu tragen. Im metaphorischen und im physischen Sinne. Ich denke, diese Reise ist eine Suche nach Erleuchtung, die vor allem junge Leute inspirieren könnte, Antworten zu finden. Diese drei sind sich zwar etwas fremder als normale Brüder, aber zusammen, stellen sie doch etwas dar. Allein sind sie unfertige menschliche Wesen, wie alle anderen auch. Jeder von ihnen hat aber einen bestimmten Aspekt an sich, der den anderen helfen kann, erfüllter zu werden. Es ist aber eine solche Ehrlichkeit und Pfiffigkeit darin ... Ich habe den Film erst gestern zum ersten Mal gesehen und gemerkt, dass meine Figur im Film ganz anders wirkt als so, wie ich sie gespielt habe. Ich habe versucht, ihn etwas abgegrenzt von seinen Emotionen darzustellen. Einfach seine Unfähigkeit, das leben zu bewältigen. Aber im Film bin ich emotional mehr präsent, als ich gedacht habe. Das ist sehr interessant.

Es ist auch immer sehr interessant, drei Charaktere von aussen zu betrachten. Sie sind zwar Brüder, aber extrem verschieden. Sie sind auch drei Schauspieler mit unterschiedlichem komödiantischem Timing. Hat das geholfen, wenn Sie sich selbst in die Rolle eingebracht haben?
Ja, das hat schon geholfen. Aber nur solange alle ein gutes komödiantisches Timing haben, dann funktioniert es. Es war grossartig, mit diesen Typen zu arbeiten, das Zusammenspiel hat enorm Spass gemacht. Man tut etwas, sie erwidern etwas und geben einem immer etwas, worauf man reagieren muss. Es war oft schwer, ein ernstes Gesicht zu machen (lacht). Wirklich sehr schwer! Aber es ist ein Geschenk, wenn man Arbeiten geht, und es so ist wie bei diesem Film.

Können Sie denn mit Owen Wilson oder Jason Schwartzman zwanzig Minuten zusammen sein, ohne einen Witz zu machen?
Wahrscheinlich nicht. (lacht)

Hatte das keinen Einfluss auf Ihre Konzentration?
Nein, denn ich bin sehr konzentriert. Aber ich denke, es gibt einem eine gewisse Freiheit. Man kann auch zu konzentriert oder fast schon obsessiv im Bezug auf seine Arbeit sein. Man muss schon seriös sein, aber man kann das ganze auch geniessen. Gewisse Rollen verbieten das, diese zum Glück nicht.

[Adrien Brody wurde interviewt von Portmann Media]

Jason Schwarzman: «Es kam auch vor, dass Affen auf dem Zug herumgesprungen sind.»

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Die turbulenten und abwechslungsreichen Dreharbeiten in Indien haben es ihm besonders angetan.

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Jason, es freut mich sehr, Sie hier am Filmfestival in Venedig zu treffen. Wir sind hier, um über «The Darjeeling Limited» zu sprechen. Der Film handelt von drei Männern, die auf eine Reise gehen, um sich selber zu finden. Das in einem Zug zu machen, ist bestimmt ein guter Weg, nicht wahr?
Ja, das ist es. Es ist ein harter, aber lustiger Weg, eine Komödie zu drehen. Ich meine, wir hatten einen echten Zug, der extra für uns gebaut wurde. Wir sind damit quer durch ganz Indien gefahren, nicht nur auf einem Abstellgleis immer wieder vor und zurück. Wirklich mit diesem Zug unterwegs zu sein, war grossartig. Denn er konnte plötzlich irgendwo anhalten, weil eine Kuh auf den Geleisen stand. Es kam auch vor, dass Affen auf dem Zug herumgesprungen sind. Durch all diese Variablen, kam sehr viel unerwartetes auf uns zu. Wir konnten zum Beispiel mitten in einem tollen Take stecken, bei dem alles rund lief und plötzlich hielt der Zug an. Es war schwierig, so zu drehen, aber es hat auch Spass gemacht.

Das war mit diesem speziellen Skript bestimmt nicht so schwer. Aber Sie drei sind auch Schauspieler mit einem tollen komödiantischen Timing. Haben Sie versucht, sich da einzubringen?
Nun, mit den Worten nicht. Die waren fix. Aber wir haben uns angestrengt, aus dem was wir hatten, das Beste zu machen. Physisch konnten wir das aber sehr wohl. Denn im Zug bewegt sich alles die ganze Zeit und ausserhalb des Zuges sind wir in Indien, wo einfach alles miteinander passiert. Autos fahren vorbei, Vögel fliegen umher, Menschen rempeln einen an. Mit Mimik und Gestik reagiert man als Schauspieler immer und man muss ständig wachsam sein. Ich glaube deshalb nicht, dass zwei Takes, die hintereinander gedreht wurden, genau gleich aussehen, weil um uns herum einfach zu viele Dinge passiert sind. Das war sehr chaotisch, aber nett.

Die drei Brüder sind so verschieden, wie Sie als Schauspieler sind. Habe ich da den richtigen Eindruck?
Ja, wir alle sind sehr verschiedene Typen. Aber uns alle bringen ähnliche Dinge zum lachen. Ich finde es gut, wenn man gewisse Dinge gemeinsam hat und andere nicht, denn es kommt einfach mehr auf den Tisch! Dies sowohl als Schauspieler als auch als Menschen. Wenn wir zwischen den Takes zusammengesessen und uns unterhalten haben zum Beispiel. Wir haben einander Geschichten erzählt und uns über unser Leben unterhalten. Das ist bei uns dreien komplett verschieden. Das macht Spass, denn so kann man viel mehr über andere Menschen lernen.

[Jason Schwartzman wurde interviewt von Portmann Media]

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