Shine a Light - Interview
| Aka Titel: | Shine A Light |
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Documentary, Music |
| Filmlänge: | 122min |
| Regie: | Martin Scorsese |
| Kinostart: | 17.04.2008 |
| 16.04.2008 (Romandie) | |
| Kamera: | Robert Richardson |
Keith Richards: «Scorsese könnte sogar aus einer Geschichte über Ratten einen guten Film machen.»
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Die Arbeit bei den Drehaufnahmen zum Konzertfilm haben dem Musiker viel Spass gemacht.
Keith, woher nehmen Sie die Energie für Ihre beeindruckende Performance? Wie machen Sie das?
Das ist eine andere Frage (lacht). Darauf gibt es keine Antwort. Das hat nichts mit Drogen oder so zu tun. Es geht einfach darum, zusammenzuarbeiten. Ich glaube, das hat einfach mit Teamwork zu tun.
Gibt es bald ein neues Album?
Vielleicht. Ich sage immer «Warum nicht?».
Wie war es, sich selbst auf der Kinoleinwand zu sehen? Das muss toll gewesen sein.
Nun, ich habe mich schon früher gesehen (lacht).
Aber Sie sahen toll aus.
Ich habe es einfach genossen. Vor allem, wenn man mit Martin (Scorsese, Regisseur) arbeitet, hat man richtiges Kino. Es könnte sogar eine Geschichte über Ratten sein und er würde einen guten Film daraus machen. Vermutlich hat er das auch gemacht (grinst).
[Keith Richards wurde interviewt von Portmann Media]
Mick Jagger: «Es gab extrem viel Arbeit, bevor wir wussten, was wir eigentlich machen wollten.»
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Die Stones wollten Martin Scorsese als Regisseur für den Konzertfilm.
Mick, erzählen Sie uns etwas über die Entstehung des Projekts.
Eigentlich begann es bei einer Unterhaltung mit Neil Young, der mir sagte, wir müssten unbedingt einen Konzertfilm machen. Ich sagte ihm dann, dass wir schon so jede erdenkliche DVD gemacht haben und ich auch sonst genug zu tun habe. Ich wollte so etwas eigentlich nicht mehr machen. Dann haben wir aber trotzdem angefangen, darüber zu sprechen und ich hatte viele verschiedene Ideen. Ich habe diese mit meiner Produktionspartnerin Victoria Pearman besprochen und wir einigten uns auf Martin Scorsese als Regisseur. Wir hatten schon früher zusammengearbeitet. Mit ihm gibt es immer nur sehr kurze Einstellungen und er wechselt extrem schnell von einem Projekt zum nächsten. Wir wussten, dass wir es so machen mussten und kontaktierten Marty (Scorsese), um ihn zu fragen, was er von der Sache hält und wie er den Film machen würde. So hat der Prozess begonnen. Es geht alles nur um den Prozess und Marty liebt das. Ich mag das nicht so, aber da muss man einfach durch. Es gab extrem viel Arbeit, bevor wir wussten, was wir eigentlich machen wollten.
War es eine grosse Herausforderung, diesen Film zu machen?
Ich denke schon, denn es ging nur um genau diese Nacht in diesem Theater. Das ist ganz etwas anderes, als das, was wir sonst auf unserer Tour gemacht haben. Dort spielten wir nur in Stadien und nie in einem Theater. Ich sagte Martin Scorsese, dass das sehr hart für uns werden würde, denn wir mussten nur schon von der Grösse her extrem herunterkommen von rund 50'000 Besuchern auf etwa 2'000. Das ist dann eine ganz andere Sache... Und dann machten wir auch noch gleich einen Film daraus. Es ist schon speziell mit all diesen Kameras, man ist total auf sie fixiert und nicht so sehr aufs Publikum wie sonst. Es war schwierig, die richtige Balance zwischen Publikum und Kamera zu finden.
Wie war es, während dem Konzert ständig gefilmt zu werden?
Eigentlich sagt jeder, dass es keinen Unterschied macht, ob man bei einem Konzert gefilmt wird oder nicht, denn man ist einfach da für das Publikum. Aber in dieser Nacht war das anders, denn wir haben das alles aufgebaut nur für den Film. Es war keine Konzertnacht, die von tausenden von Fans erwartet worden ist. Es wurde alles nur für den Film gemacht. Was wir aber nicht gemacht haben: Wir habe nicht dazwischen aufgehört und dann wieder angefangen. Wir zogen es einfach durch.
Was ist «Shine a Light» eigentlich für ein Film?
Es sollte nie ein Dokumentarfilm werden. Man hat immer Probleme, solche Sachen zu benennen (lacht). Wenn man sagt, es sei ein Dokumentarfilm, dann erwartet man unsere ganze Geschichte. Deshalb sage ich immer, dass es ein Konzertfilm ist. Für mich ist es ein Konzerfilm mit dokumentarischen Elementen. Das klingt vielleicht ein bisschen komisch (lacht). Aber es ist ein Konzertfilm, genau das ist es.
[Mick Jagger wurde interviewt von Portmann Media]
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