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Rush Hour 3 - Interview

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Land (Jahr): USA (2007)
Genre:Action, Comedy, Crime, Thriller
Filmlänge:90min
Regie:Brett Ratner
Kinostart:16.08.2007
 17.10.2007 (Romandie)
Drehbuch:Ross LaManna

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Chris Tucker: «Ich habe Paris zuvor auch nicht als so coole Stadt angesehen, aber Brett hat einen tollen Job gemacht und alles ins rechte Licht gerückt.»

Chris Tucker kennt sein Publikum genau und er weiss, dass sie das von ihm sehen wollen, was er in einem Film auch sehen will.

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Wie war es für Sie, wieder an ein «Rush Hour»-Set zu kommen?
Wir hatten einfach sehr viel Spass. Wir hatten einfach den Instinkt dafür, wie wir es machen müssen, damit es richtig herauskommt. So haben wir es schon beim ersten Film gemacht, einfach mit Instinkten und Impulsen. Wir haben auch viel aus der Beziehung von Jackie und mir aus dem richtigen Leben mit reingebracht. Dazu kam dann noch die unglaubliche Energie von Brett Ratner (Regisseur) und seine enorme Geschwindigkeit. Die Chemie hat so gut gestimmt zwischen uns, dass es einfach gut kommen musste.

Diesmal verschlägt es Sie nach Paris. Was war das Besondere daran?
Wissen Sie, «Rush Hour» ist bekannt dafür, dass es um die ganze Welt geht. In den Vorgängern waren wir in Las Vegas und in Hongkong. Diesmal waren wir in Paris. Das ist toll, denn ich war zuvor noch nie dort. Ich habe Paris zuvor auch nicht als so coole Stadt angesehen, aber Brett hat einen tollen Job gemacht und alles ins rechte Licht gerückt. Generell gesagt, gibt es im aktuellen Film eine noch höhere Geschwindigkeit, mehr Comedy, mehr Gefahren, einfach mehr von allem.

Was halten Sie von Ihrem Filmpartner Jackie Chan?
Jackie Chan bringt einfach eine ganz andere Vision in jeden Film, in dem er mitspielt. Er kennt Dinge, die andere noch nie zuvor gesehen haben. Er weiss genau, wie die Action gemacht wird. Ich erinnere mich noch, wie es beim ersten «Rush Hour»-Film war. Ich war schwer beeindruckt von dem, was er gemacht hat. Er ist einfach genial. Niemand kann so etwas so gut wie er.

Was unterscheidet den aktuellen Film von seinen Vorgängern?
Ich finde, er unterscheidet sich sehr von den ersten beiden Filmen. Er scheint wie ein gigantischer Film - was er ja auch ist - der die Vorgänger in jeder Hinsicht übertrifft.

Denken Sie, dass das Publikum den Film mögen wird?
Ich kenne mein Publikum genau. Ich weiss was die Leute von mir sehen wollen. Es ist dasselbe, was auch ich in einem Film sehen will. Ich gebe ihnen das und sie bekommen gute Unterhaltung. Sie werden auch diesmal nicht enttäuscht sein.

Wird es einen vierten «Rush Hour»-Film geben?
Wissen Sie, wir hatten enorm viel Spass bei diesem Film. Ich schaue nur darauf, was die Fans sagen. Wenn sie sagen, dass sie diesen mögen und einen weiteren Film wollen, dann denken wir gerne darüber nach. Ich würde mich sehr freuen, noch einen «Rush Hour»-Film zu machen. Aber da haben die Fans das letzte Wort. Wenn sie noch einen wollen, versuchen wir das zu realisieren.

[Chris Tucker wurde interviewt von Portmann Media]

Jackie Chan: «es ist ein Film mit schönen Kleidern, schönen Orten, schönen Frauen, schönen Autos... Einfach klare, schöne Action.»

Jackie Chan will kein Superheld sein. Aber «Rush Hour 4» will er auf jeden Fall noch miterleben.

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Jackie, wer hat «Rush Hour 3» möglich gemacht? Und wie viel Einfluss hatten Sie darauf?
«Wir», das ist die ganze Welt. Alle, die auf «Rush Hour 3» gewartet haben. Das Publikum hat es möglich gemacht, dass dieser Film gedreht wurde, das waren nicht wir. Die Leute haben sich im Fernsehen die beiden ersten Teile angesehen. Immer und immer wieder. Ich glaube, diesen Film kann sich die ganze Familie oder einfach alle, die gerne zusammen ins Kino gehen, ansehen. Ich persönlich kann da nicht viel dazu sagen, ich habe nur das gemacht, was Brett Ratner (der Regisseur) mir gesagt hat.

Wie sind Sie darauf gekommen, den dritten Film in Paris zu machen?
«Rush Hour 3» wollten wir zuerst in Hawaii drehen. Für mich, den «Asian-Boy» war das gut, aber Chris (Tucker) hat abgelehnt. Er meinte, wir sollen den Film ausserhalb von Amerika drehen. Ich fragte ihn dann, wo er hin will. Er sagte, er wolle nach Bangkok. Aber dann kam ich wieder als «Asian-Boy» und habe meinerseits abgelehnt. Also haben wir Brett Ratner gefragt und er meinte, wir sollen nach Paris gehen. Das hat dann uns beiden gepasst (lacht). Wissen Sie, es ist ein Film mit schönen Kleidern, schönen Orten, schönen Frauen, schönen Autos... Einfach klare, schöne Action. Das ist «Rush Hour 3».

Warum spielen Sie immer die Rolle des normalen Helden? Wollten Sie nie ein Superheld sein?
Ich erinnere mich: Vor langer Zeit wollte in Hongkong ein bekannter Regisseur einen grossen Actionfilm drehen und er hat mich für die Rolle eines Superhelden ausgewählt. So etwas wie Spiderman. Ich war total happy, denn es sollten viele Special-Effects im Film sein. Mein Pate sagte aber zu mir, ich solle es sein lassen. Ich fragte ihn warum, denn immerhin war es ein tolles Skript und ich konnte etwas über Special-Effects lernen. Ich fragte ihn also «warum nicht?». Er sagte dann zu mir: «Wenn du fliegen kannst, dann können es alle. Es kann jeder ein Superman oder ein Batman sein, aber es gibt nur einen Jackie, den das Publikum mag. Mach diesen Film nicht.» Mein Pate ist schon lange gestorben, aber das habe ich nie vergessen. Ich konzentriere mich darauf, Dinge zu machen, die normale Leute nicht machen können. Das ist es, was das Publikum mag.

Die Mischung aus Action und Humor in «Rush Hour» ist sehr gelungen. Wie haben Sie das gemacht?
Der Stunt-Koordinator und ich hatten einige Schwierigkeiten dabei, wie wir die Action-Sequenzen machen wollten, damit das Publikum auch beeindruckt ist. Das ist sehr schwierig. Es muss simpel sein, ohne grosse Explosionen, ohne sinnlose Gewalt, aber mit Humor, jedoch ohne das ganze lächerlich zu machen. Das ist immer noch sehr schwierig, obwohl ich das schon seit vielen Jahren mache. Man muss das Publikum fesseln können und es soll sich auch um unsere Figuren sorgen. Aber es ist immer noch eine Komödie, ohne sinnlose Gewalt. Am Ende sind alle glücklich.

Wieso machen Sie eigentlich alle Ihre Stunts selbst?
Ich war da oben auf dem Eiffelturm und hatte schon ziemliche Angst. Alle sagten: «Jackie, komm doch runter», aber sagte einfach, «Nein, lass uns jetzt drehen.» Nach dieser Nacht wusste ich: Der Film, diese Szene, das bleibt für immer und ich werde meinen Enkeln sagen können, «Seht ihr Kinder, das ist euer Grossvater. Das bin ich und nicht etwa ein Double, der da im Eifelturm herumklettert. Jawohl! Alle haben sie den Lift genommen, aber ich? Ich war nicht im Lift!» Sehen Sie?! Stets bemüht, coole Dinge zu tun, die normale Leute nicht tun können.

Hatten Sie Spass beim drehen von «Rush Hour 3»? Wurde es nicht langweilig, wieder beinahe das selbe wie bei den ersten beiden Filmen zu tun?
Ich freue mich immer sehr, wenn ich auf ein Set gehen kann. Bei «Rush Hour 3» war es ganz besonders so. Es fühlte sich an wie Ferien, denn auf dem Set waren so viele grossartige Menschen. Viele hatten schon bei den ersten beiden Filmen mitgearbeitet und wir waren wie eine grosse Familie. Ich weiss nicht, ob es einen «Rush Hour 4» geben wird, aber ich hoffe es. Auch wenn ich dann schon im Ruhestand sein sollte. Ich will einfach «Rush Hour 4» sehen. Ich möchte dieselben Leute sehen, die immer wieder zusammenarbeiten. Ich möchte mich wirklich herzlich bei Brett bedanken, dass er mir das ermöglicht hat. Ich erinnere mich noch gut daran, wie er nach Südafrika gekommen ist und wir uns zum ersten Mal gesehen haben. Er hat mich auf mein heutiges Level gehoben und mich zum amerikanischen Familienpublikum gebracht. Ich hatte schon mein eigenes Publikum, aber dank ihm und den «Rush Hour»-Filmen kam das amerikanische noch dazu. Ich hoffe, dass alle auch den dritten Teil mögen. Ich weiss aber, dass der dritte Teil der beste ist und man ihn einfach gesehen haben muss.

[Jackie Chan wurde interviewt von Portmann Media]

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