P.S. I Love You - Interview
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Drama, Romance |
| Filmlänge: | 126min |
| Regie: | Richard LaGravenese |
| Kinostart: | 17.01.2008 |
| 06.02.2008 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Richard LaGravenese |
Hilary Swank: «2008 werde ich Millie Earnhardt spielen.»
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Die Oscar-Preisträgerin ist ein Workaholic wie sie im Buche steht und geniesst es auch noch.
Hilary, es ist sehr interessant, Sie machen diese Auswahl von Filmen und haben schon einen Jungen, eine Boxerin und jetzt in einer Romanze gespielt. Das ist eine unglaubliche Bandbreite und gleichzeitig ein Segen. Wissen Sie, warum Sie die Möglichkeit haben, so viele verschiedene Dinge zu tun und andere nicht? Ich meine, klar sind Sie sehr gut, wie wir wissen. Aber was ist es?
Ich weiss es nicht. Ich sehe haufenweise Leute, die viele Möglichkeiten haben, die ich nicht habe. Ich fühle mich verwöhnt, von den Möglichkeiten, die ich hatte und von denen ich ein Teil sein konnte. Ich glaube an harte Arbeit und mache deshalb auch immer meine Hausaufgaben. Ich weiss auch, was draussen läuft und ich lese sehr gerne. Ich bin dann sehr dankbar, wenn ich in einem Film wie «P.S. I Love You» oder auch «Freedom Writers», den ich auch dieses Jahr mit Richard LaGravenese gemacht habe, mitwirken kann. Ich versuche, so viel wie möglich zu lesen und für die Dinge zu kämpfen, bei denen ich unbedingt dabei sein will.
Richard sagte, dass er es mag, dass Sie immer so hart arbeiten. Ich glaube, man kann dafür talentiert sein, aber es ist auch ein Handwerk, nicht wahr?
Ja. Ich liebe es, hart zu arbeiten. Es verschafft mir eine unglaubliche Zufriedenheit, wenn ich mich selbst so stark antreibe, wie ich kann. Am Ende des Tages weiss ich dann, dass ich so viel gemacht habe, wie ich konnte. Natürlich immer mit der Hilfe von Richard, den Regisseuren und den Co-Stars ... einfach jedem auf dem Set, der ganzen Crew. Schlussendlich ist es ja eine Zusammenarbeit. Es gibt eine Szene, in der ich singe. Es war gedacht, dass ich den Song lippensynchron singe. Wir haben etwa acht Takes gemacht, aber ich sagte zu Richard, dass ich immer noch nicht das richtige Feeling für die Szene habe und es noch mal machen will. Er sagte, das sei in Ordnung. Mein Problem ist aber, wenn ich in einem Film Leute sehe, die in ihrem Haus singen, dann glaube ich ihnen das einfach nicht. Ich denke immer, dass sie wissen, dass sie beobachtet werden. Ich sagte dann, er solle es mich nur noch einmal versuchen lassen. Mit dieser Herausforderung ging ich die Szene an und als er «Action» rief, versuchte ich, einfach loszulassen und habe die Szene gemacht. Als er «Cut» rief, war ich wieder zurück im Raum. Das sind die schönen Momente beim Schauspielern. Er gab mir die Möglichkeit, loszulassen und woanders hinzugehen, mich richtig zu verlieren. Genau dieser Take hat es dann auch in den Film geschafft. Das sind wirklich die Freuden meines Berufes.
Das war auch eine der Szenen, in denen ich richtig geweint habe.
Wirklich?
Ja, es hat mich einfach sehr mitgenommen. Vielleicht war es genau das gewisse etwas, was Sie als Schauspielerin getan haben. Ich wollte Sie sowieso noch zu dieser Szene befragen. Ist singen intensiver als schauspielern? Ist es, weil man mehr von sich preisgeben muss?
Ja. Ich denke, dass man sich immer voll für das einsetzen muss, was man tut. Aber beim singen – besonders wenn man kein Sänger ist – ist das besonders schwer. Ich meine, wie lässt man das raus, ohne gehemmt zu sein? Ich war in dieser Szene und dachte, dass mich die ganze Crew beobachtet, dass mir Millionen von Leute zusehen. Aber das muss man loslassen. Wie ich schon sagte, das ist der Respekt, den ich Richard entgegenbrachte. Er sagte, ich soll fliegen und er werde mich dann schon einfangen. Er sagte, ich solle nicht enttäuscht sein, wenn ich mal auf die Schnauze falle.
Letzte Frage: Es ist jetzt Ende Jahr und deshalb schauen wir zurück und auch vorwärts. Was war gut im Jahr 2007 und was wünschen Sie sich für 2008?
2007 war beruflich gesehen sehr gut. Natürlich wegen «Freedom Writers» und «P.S. I Love You». Die habe ich geliebt. Persönlich habe ich versucht, eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu finden. 2008 werde ich Millie Earnhardt spielen. Ich hoffe, dass ich diese Balance aufrechterhalten kann. Es ist schade, wenn man so hart arbeitet, dass man all die anderen wichtigen Dinge vergisst. Wie zum Beispiel Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Einfach diese Dinge, bei denen wir unsere Batterien aufladen.
[Hilary Swank wurde interviewt von Portmann Media]
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