Michael Clayton - Interview
| Land (Jahr): | USA (2007) |
| Genre: | Crime, Drama, Thriller |
| Filmlänge: | 119min |
| Regie: | Tony Gilroy |
| Kinostart: | 20.03.2008 |
| 28.11.2007 (Romandie) | |
| Drehbuch: | Tony Gilroy |
Tilda Swinton: «Die Charaktere im Film sind alle gut und alle schlecht.»
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Die Schauspielerin wurde für ihre Rolle der Karen Crowder mit einem Oscar ausgezeichnet.
Tilda, können Sie ihre Figur, Karen Crowder, etwas näher beschreiben?
Karen ist eine dieser Personen, die tagtäglich legal eigentlich abscheuliche Verbrechen begeht. Eines Tages überschreitet sie jedoch die Grenze und wird zu einer Gemeinschaftskriminellen der ganz gewöhnlichen Sorte. Ich glaube, viele Leute, die solche High-Business-Situationen kennen, werden ihre Panikattacken verstehen, wenn sie befehlen muss, Leute umzubringen, wenn es um eine drei Milliarden Dollar-Klage geht.
Um was geht es in der Geschichte genau?
Es gibt einen enormen drei Milliarden Dollar-Prozess gegen eine Agro-Chemiefirma names «U-North». Eine Stadt hat eine Gemeinschaftsklage gegen sie eingereicht, weil sie von «U-North» vergiftet worden ist. Die Dinge entwickeln sich eigentlich gut und alles sieht nach einer aussergerichtlichen Einigung aus. Doch dann setzt einer der involvierten Anwälte – gespielt von Tom Wilkinson - seine Medikamente ab und beginnt, schreckliche Dinge zu tun. Nämlich die Wahrheit zu sagen.
Was ist das besondere an den Charakteren in «Michael Clayton»?
Sie sind alle gut und alle schlecht. Ich glaube, das ist eines der stärksten Dinge an Tonys (Gilroy, Regisseur) Skript. Er zeigt Leute, die Entscheidungen treffen. Er zeigt auch Menschen, die unmenschliche Entscheidungen treffen. Niemand ist darauf programmiert, es auf die leichte Schulter zu nehmen, wenn man den Telefonhörer abhebt und befiehlt, jemanden zu töten. Es gibt solche, die sind besser darin, es zu überdecken, dass es nicht einfach ist. Sie sind auch besser darin, die Gefühle zu unterdrücken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für irgend jemanden einfach ist, wenn er das zum ersten Mal machen muss.
Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?
Ich habe mit zwei weiblichen Rechtsanwälten gesprochen die sehr hohe Posten inne haben. Sie fanden es sehr einfach, die Belastung zu verstehen. Vor allem für eine Frau, die sich in dieser Position befindet. Sie hat diese Arbeit auf sich genommen, um härter zu sein, als es ein Mann überhaupt sein könnte. Wenn sie auch nur eine Sekunde nachlässt, wird sie sofort auf den Status «irgendeines Mädchens» reduziert. Ich glaube, Frauen die in dieser Konzernwelt leben, können die Belastung sehr gut nachempfinden, die in dieser Situation auf ihr lastet.
[Tilda Swinton wurde interviewt von Portmann Media]
George Clooney: «Ich bin ein Fan von düsteren Filmen und ich glaube, dieser Fillm ist sehr düster.»
Der Schauspieler präsentierte seinen neuen Film am Festival von Venedig.
George, wie ist es, nach Venedig zurückzukommen? Für «Good Night and good Luck» wurden Sie ja letztes Jahr als Regisseur ausgezeichnet. Nun sind Sie mit einer grossartigen Leistung als Schauspieler in «Michael Clayton» wieder zurück.
Es macht einfach Spass, hier zu sein. Es ist einer meiner liebsten Orte auf der Welt. Ich habe grossartige Erinnerungen an dieses Festival. Ich komme hierher, wann immer ich die Möglichkeit habe. Ich liebe es hier.
Michael Clayton ist eine fremde Rolle für Sie. Was hat Sie daran gereizt?
Ich mochte einfach die Idee davon, dass jemand versucht, eine zweite Chance in seinem Leben zu bekommen, und nicht wirklich viel Glück hat dabei. Ich hatte schon immer interessante Rollen. Ich bin ein Fan von düsteren Filmen und ich glaube, dieser Film ist sehr düster.
George, wo waren Sie letzte Nacht? Wir haben auf Sie gewartet bei der Party.
Ich war da. Ich habe aber zuerst im Hotel noch zu Abend gegessen und kam erst spät. Es kam aber noch schlechtes Wetter, deshalb haben wir auch noch etwas länger gebraucht.
Was geniessen Sie neben dem Wetter am meisten in Venedig?
Eines der tollsten Erlebnisse, die ich je hatte, ist dieses Festival. Ich war schon fünf oder sechs Mal hier und es ist immer wieder toll. Es ist ein klassisches Filmfestival.
Warum gefällt es Ihnen so besonders gut hier?
Sind Sie schon lange hier? Noch nicht? Dann werden Sie es in fünf Minuten merken. Das ist eines der schönsten Länder der Welt. Ich liebe alles daran. Es ist mein Zuhause.
Was für Rückmeldungen haben Sie bisher zu «Michael Clayton» erhalten?
Die Leute scheinen ihn zu mögen. Ich bin natürlich sehr glücklich und zufrieden. Es ist ein Film, der schwer zu machen war. Solche Filme sind nie einfach zu machen. Wir sind alle sehr zufrieden damit. Wir werden sehen, wie er heute Abend abschneidet (lacht).
[George Clooney wurde interviewt von Portmann Media]
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