Into the Wild
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Filmkritik

Endstation Sehnsucht

Wenn einer auszieht, um den Zwängen der Familie zu entfliehen und «on the road» erwachsen zu werden, dann ist das eine Geschichte, wie sie das Kino genauso sehr liebt wie die Literatur - oder das wahre Leben.

«Into The Wild» jedenfalls ist nicht nur ein Film von Sean Penn, der auf dem gleichnamigen Buch von Jon Krakauer basiert, sondern auch die wahre Geschichte des Christopher McCandless. Der junge Mann hat nach seinem College-Abschluss keine Lust auf eine bürgerliche Existenz, spendet alle Ersparnisse für einen guten Zweck, verbrennt das restliche Bargeld und macht sich auf den Weg. Auf den Spuren von Jack London und Henry David Thoreau treibt es ihn durch die USA, mit der Wildnis von Alaska als eigentlichem Ziel und einem Buch über essbare Pflanzen im Gepäck.

Ohne wirklich zu werten blickt der Film auf McCandless, der sich bald Alexander Supertramp nennt, und seine ebenso ungestüme wie konsequente Abkehr von der kapitalistischen Gesellschaft. Per Anhalter, Zug, Kajak oder zu Fuß kommt er durch die Schluchten Colorados bis nach Mexiko, streift durch die Wüsten von Nevada und Arizona und verdingt sicht auf den Getreidefeldern South Dakotas. Zwar schließt er hier und dort neue Bekanntschaften (besonders hervorzuheben sind Catherine Keener und Brian Dierker als sympathisches Hippie-Paar und der Oscar-nominierte Hal Halbrook als trauriger Alter), doch die Einsamkeit ist sein beständigster Begleiter - und das Glück nicht dort, wo er es sich erhofft.

In seinem bisher epischsten und warmherzigsten Film als Regisseur fängt Penn für diese ungewöhnliche Reise die ganze Pracht amerikanischer Landschaften in all ihrer Vielfalt ein. Dass er dabei nicht in verklärende Natur-Romantik verfällt, verdankt er nicht nur den berührenden und eigens von Eddie Vedder komponierten Songs, sondern auch seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch, der sich als Aussteiger auf eine wahre Tour de Force einlässt. Sein Bubigesicht mit dem strahlenden Lächeln ist die ideale Projektionsfläche für McCandless leidenschaftliche Mischung aus Naivität und Eigensinn, und dem eigenen Körper gönnt der junge Schauspieler (zuletzt zu sehen in «Alpha Dog» und demnächst in «Speed Racer») keine Gnade. Gemeinsam gelingt ihnen mit «Into the Wild» das ebenso poetische wie eindringliche Bild einer radikalen Selbstfindung.

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Mein Kommentar
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70 Kommentare
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letista

Une de mes révélations à voir sans hésiter!
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Karim

danke sean penn für die filmwahl am zurich film festival und für berührenden film.
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Patrick

Teil. 2 Und sagte dazu; Ich bin lieber ihr als bei den Oscars den ihr ist es viel ruhiger. Sean Penn Wunsch war das nach der Show der Film Into The Wild zu sehen ist da es einer seiner liebli...
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Patrick

GOLDEN ICON AWARD 2011. Sean Penn bekam am 28. 09. 11 den Golden Icon Award, und er holte ihn auch gleich selbst ab, und sagte dazu:
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ein film über das (er) leben der gegenwart. zwischen sein und nichtsein. gewaltig einfach inszeniert, sehr starke aufnahmen untermalt mit musik vom feinsten! sehen - begreiffen - LEBEN
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Heinz

Into the wild. Wunderbare Landschaftsbilder
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Marcel

into myself. finde den film allein der bilder und musik wegen schon mehr als sehenswert! mich hat er sehr berührt und zeitweise war ich so in den bildern gefangen, dass ich glaubte die wildnis riechen...
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DrunkenMonk

Genialer Film. Der Film muss man einfach mal sehen. Die Landschaftbilder sind schön aufgenommen und der Humor ist einfach herlich und so schlicht. : -) *****
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Helga

Indy. Leider kommt kein Indy-Feeling auf!
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Karine

DIe Bilder sind wunderschön und die Geschichte ist rührend.
70 Kommentare

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