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Import/Export - Filmkritik

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Aka Titel:Import Export
Land (Jahr): Österreich (2007)
Genre:Drama
Regie:Ulrich Seidl
Kinostart:20.10.2008
Drehbuch:Veronika Franz
 Ulrich Seidl
Kamera:Edward Lachman

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Trostlosigkeit hüben wie drüben

40

Grau, kalt und ungemütlich ist das Leben der Krankenschwester Olga (Ekateryna Rak) in der Ukraine, nicht nur im Winter und nicht nur auf dem Heimweg von der Arbeit zurück in die Plattenbausiedlung.

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Die junge Mutter träumt von einem besseren Leben, und weil sie schnell keine Lust mehr hat, sich wie ihre Freundinnen in schäbigen Internet-Sex-Kaschemmen vor der Webcam auszuziehen, kommt Olga nach Österreich. Anfangs findet sie einen Job als Haushaltshilfe einer gut situierten Familie, doch schließlich landet sie wieder im Krankenhaus - und schrubbt die Böden. Unterdessen verliert ein junger Kerl namens Pauli (Paul Hofmann) in Österreich seinen gerade erst gefundenen Job als Wachmann, was das Abarbeiten seines beachtlichen Schuldenbergs noch unwahrscheinlicher macht als ohnehin. So lässt er sich vom Stiefvater überreden, für einen Job mitzukommen in die Ukraine, wo es Spiel- und Kaugummiautomaten aufzustellen gilt.

Es klingt sehr trostlos, was Ulrich Seidl in seinem zweiten Spielfilm zeigt - und soll es auch sein. Die Wege seiner beiden fürchterlich einsamen und verlorenen Protagonisten kreuzen sich trotz ihres parallelen Verlaufs nicht, aber sie erzählen doch das Gleiche. Ob in der Ukraine oder Österreich, für Menschen, die wie Olga und Pauli an den unteren Rändern der Gesellschaft leben, ist das Leben von erschütternder Hässlichkeit, die jeden aufkeimenden Hoffnungsschimmer sofort verblassen lässt.

Höchst virtuos wandelt der exzentrische Österreicher Seidl für «Import Export», der seine große Premiere im glamourösen Rahmen des Festivals von Cannes feierte, auf dem schmalst möglichen Grad zwischen Spielfilm und Dokumentation. Sachlichkeit, nicht Sympathie lenkt meist den Blick auf seine Figuren, und er wendet ihn auch dann nicht ab, wenn es eigentlich unerträglich wird. Die bemerkenswert glaubwürdigen Schauspieler sind größtenteils Laien, fast alle Szenen sind an authentischen Originalschauplätzen entstanden. Manches Mal, vor allem in einigen Szenen in der Sterbestation eines Krankenhauses, rückt das ungeklärte Verhältnis von Realität und Fiktion den Film in die Nähe fragwürdiger Geschmacklosigkeit.

Doch weil es Seidl, anders als zuletzt in «Hundstage», nicht nur darum geht, Schock und Ekel hervorzurufen, und er selbst den dementen Greisen ihre Würde lässt, gelingt ihm mit «Import Export» letztlich vor allem ein bemerkenswertes Werk von drastischer Eindringlichkeit. [Patrick Heidmann]

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m&m's Tuvok: Ich sehe im Film ein Sautrottel Kind mit 10 Jahren...
m&m's Tuvok: Wie man den Film kurz zusammen fassen kann?: OL...